Direkt zum Inhalt der Seite springen

Wieland und Wowereit ernennen sechs Berliner Persönlichkeiten zu Stadtältesten

14. Dezember 2012/PIA

Der Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin, Ralf Wieland, und der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, haben am Freitag im Wappensaal des Berliner Rathauses sechs Persönlichkeiten aus der Berliner Politik die Würde eines Stadtältesten verliehen. Geehrt wurden Christine Bergmann, Sabine Bergmann-Pohl, Franziska Eichstädt-Bohlig, Rüdiger Jakesch, Werner Heubaum und Wolfgang Lüder.


• Christine Bergmann gelangte durch die friedliche Revolution in der DDR in die Politik. In der Wendezeit war sie Präsidentin der Berliner Stadtverordnetenversammlung, später Senatorin und Bürgermeisterin von Berlin sowie bis 2002 Bundesministerin. Zuletzt war die studierte Pharmezeutin unabhängige Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.

• Sabine Bergmann-Pohl hat im Einigungsprozess eine wichtige Rolle als Präsidentin der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR und damit formal als letztes Staatsoberhaupt der DDR gespielt. Die Diplom-Medizinerin war danach Bundestagsabgeordnete, Bundesministerin und Parlamentarische Staatssekretärin.

• Franziska Eichstädt-Bohlig war Mitglied des Abgeordnetenhauses und Fraktionsvorsitzende. Die Stadtplanerin und Diplom-Ingenieurin war u.a. auch Bezirksstadträtin und Mitglied des Deutschen Bundestags.

• Rüdiger Jakesch arbeitete als Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat. Später wurde der Polizist Mitglied des Abgeordnetenhauses und Staatssekretär. Jakesch engagiert sich bis in die Gegenwart in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen in Partei und Verbänden.

• Werner Heubaum war Mitglied des Abgeordentenhauses und als Staatssekretär für Finanzen über viele Jahre maßgeblich im Berliner Haushaltswesen tätig. Während der Einigung hat er seine Kompetenz in den Zusammenführungsprozess der Verwaltungen eingebracht. Ferner bekleidete der Jurist zahlreiche Aufsichtsratsämter in wichtigen Berliner Unternehmen.

• Wolfgang Lüder war Mitglied des Abgeordnetenhauses, Senator und Bürgermeister. Danach wurde der Jurist Mitglied des Deutschen Bundestags.

Mit der Ehrenbezeichnung „Stadtälteste/r von Berlin“ können Einwohnerinnen und Einwohner Berlins gewürdigt werden, die mehr als 20 Jahre lang der Stadt in Wahl- oder Ehrenämtern gedient haben und die älter als 65 Jahre sind. Bei außergewöhnlichen Verdiensten, dürfen diese Fristen unterschritten werden. Die Zahl der Stadtältesten soll nicht über 40 steigen.

Detaillierte Informationen zu dieser Ehrung finden Sie auf Berlin.de auf folgender Seite.