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In Berlin startet die Umsetzung der Fußverkehrsstrategie

22. November 2012/PIA

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Michael Müller, hat am Donnerstag die erste rot-blinkende Fußgängerampel an der Kreuzung Stuttgarter Platz / Kaiser-Friedrich-Straße / Lewishamstraße eingeweiht. Er gab damit den Startschuss für die Umsetzung der Berliner Fußverkehrsstrategie.

Senator Müller: "Mit der Umsetzung der Fußverkehrsstrategie wollen wir innovative Ansätze zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Zufriedenheit für die Fußgängerinnen und Fußgänger in unserer Stadt erproben. Ziel ist es, mit den umgesetzten Modellvorhaben wichtige Erkenntnisse zu gewinnen, die in die Planung von künftigen Vorhaben zur Stärkung des Fußverkehrs einfließen werden. Fußverkehr zu fördern bedeutet: für eine gesunde, sichere und kostengünstige Mobilität einzutreten, die zugleich stadt-, sozial- und umweltverträgliche Vorteile bietet."

Noch in diesem Jahr werden an insgesamt sechs Kreuzungen die neuartigen Fußgängersignale in Betrieb gehen. Neben der Erhöhung der Sicherheit geht es dabei auch um die Verbesserung des Komforts für den Fußverkehr. Die neuen Signalisierungen schaffen mehr Transparenz und sorgen damit für eine erhöhte Sicherheit. Während beim Grünblinken der Fußverkehr noch starten darf und die Straßenfurt sicher räumen kann, sollte die Fahrbahn beim Rotblinken nicht mehr betreten werden. Fußgängerinnen und Fußgänger, die sich während des Rotblinkens bereits auf der Fahrbahn befinden, bekommen mit dem neuen Signal die Schutzzeit für das sichere Queren der Fahrbahn angezeigt. Für den Autoverkehr ist anhand des blinkenden Signals erkennbar, dass sich die zu Fuß Gehenden noch zu recht auf der Fahrbahn befinden.

Ein weiterer Baustein zur Erhöhung der Sicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger ist die Realisierung des Modellvorhabens "Berliner Begegnungszonen". Auf besonders ausgewählten Straßenabschnitten wird das verträgliche Miteinander aller Verkehrsarten gefördert. Bauliche und verkehrsorganisatorische Gestaltungselementen erhöhen dabei die gegenseitige Rücksichtnahme im Verkehrsverhalten. Im Rahmen einer ersten Pilotphase werden von den Bezirken – mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - diese ab 2014 in der Maaßenstraße (Tempelhof-Schöneberg) und in der Bergmannstraße (Friedrichshain-Kreuzberg) erprobt. Die Ausweitung des Modellvorhabens auf andere Straßenabschnitte wie z. B. die Neue Schönhauser Straße im Bezirk Mitte ist aktuell in Prüfung.

Die barrierefreie Ausgestaltung des öffentlichen Straßenraums findet in den einzelnen Modellprojekten Berücksichtigung. Darüber hinaus hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt den Bezirken Mittel zugewiesen, um Borde an wichtigen Einmündungen und Kreuzungen abzusenken. Die Umsetzung dafür hat bereits begonnen.