Kunstliebhaber in Berlin und auf der ganzen Welt geraten ins Schwärmen, wenn sie von den Schätzen der Kunstsammlung des Ehepaars Ulla und Heiner Pietzsch hören: Es handelt sich um eine der herausragenden Privatsammlungen der Klassischen Moderne.
Es ist ein künstlerisches Juwel, das künftig seinen dauerhaften Platz in Berlin haben wird und damit die Kulturmetropole Berlin für Kunstliebhaber aus aller Welt noch ein Stück attraktiver machen wird. Die Eheleute Pietzsch schenken ihre Sammlung der Stadt Berlin, der Vertrag wurde jetzt im Berliner Rathaus unterzeichnet.
Dankbar und glücklich, so der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, nehme er diese Schenkung für Berlin entgegen: „Wie wunderbar die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch die Galerie des 20. Jahrhunderts in der Neuen Nationalgalerie ergänzt, haben die fast 200.000 Besucherinnen und Besucher der Ausstellung ‚Bilderträume’ im vergangenen Jahr erleben können. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir heute den ersten Schritt gemacht haben, um die Sammlung Pietzsch künftig dauerhaft in diesem Kontext zeigen zu können.“
Heiner Pietzsch, der viele Jahre dem Vorstand des Vereins der Freunde der Nationalgalerie angehörte, sagte: „Meine Frau und ich sind glücklich darüber, dass damit der erste und ein entscheidender Schritt getan ist, damit unsere Surrealismus-Sammlung auf Dauer in Berlin in der Nationalgalerie bleibt. Wir wissen, dass wir damit eine schmerzliche Lücke in dem Bestand der Nationalgalerie schließen können und hoffen nun sehr, dass die Pläne der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Räume zu schaffen, die es ermöglichen, einen signifikanten Teil unserer Sammlung eines Tages ständig zeigen zu können, realisiert werden.“
Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Mit dem heutigen Vertrag ist ein entscheidender Schritt getan, die Sammlung Pietzsch in die Sammlung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zu integrieren. Ich bin überzeugt, dass die Stiftung Preußischer Kulturbesitz dafür eine räumliche Lösung findet, die auch den Vorstellungen von Heiner und Ulla Pietzsch entspricht."
Bedingung für die Schenkung: Berlin überlässt die Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dauerleihgabe, und die Stiftung gewährleistet eine dauerhafte Präsentation von Teilen der Sammlung im Kontext ihrer Sammlung zur Klassischen Moderne.
Den Kern der Sammlung bilden hochkarätige Werke des Surrealismus in Paris und des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule; darunter Werke von Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Salvador Dalí, Paul Delvaux und Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Mark Rothko, Robert Motherwell und Barnett Newmann, aber auch Frida Kahlo und Diego Rivera.
Die Schenkung umfasst insgesamt etwa 150 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen mit einem Schätzwert von 120 Millionen Euro.



