Mit einer feierlichen Zeremonie und einem Bürgerfest feiert Berlin am 12. Mai den 60. Jahrestag des Endes der Luftbrücke. Ehemalige Piloten aus den USA, Großbritannien und Frankreich treffen zuvor Politiker zu einer Erinnerungszeremonie in der Abflughalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof, wie Senatssprecher Richard Meng sagte. In Tempelhof landeten 1948/1949 die legendären «Rosinenbomber» und versorgten die Stadt mit Lebensmitteln, Kohle und Benzin.
«Das Ende der Luftbrücke hat sich ins Gedächtnis der Stadt eingeprägt», sagte Meng. «Solidarität, Hilfsbereitschaft, Zupacken und Durchhalten haben die Berliner damals überleben lassen.» 77 Luftbrücken-Veteranen werden am Jubiläumstag von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) mit einer Medaille für ihren Einsatz geehrt. Unter ihnen ist auch der als «Candy Bomber» berühmte Pilot Gail Halvorsen. Er soll am Nachmittag mit einem «Rosinenbomber» über das ehemalige Flughafen-Gelände geflogen werden und will wie vor 60 Jahren Pakete mit Schokoladen-Rosinen an kleinen Fallschirmen aus dem Flugzeug werfen.
Auf dem ehemaligen Flughafen-Gelände ist am Nachmittag ein Bürgerfest mit Musik und Bühnenprogramm geplant. Veteranen erzählen von der Luftbrücke, auf zwei Bühnen spielen unter anderen die Rias Big Band, die britische Band of the Royal Force College und die Rockband der United States Air Forces in Europa. Zum Abschluss sollen 10.000 Luftballons in den Berliner Himmel steigen. «Wir erwarten auf dem Fest eine sechsstellige Besucherzahl», sagte Meng. Für viele Berliner sei der Flughafen Tempelhof noch immer mit Wehmut verbunden. Beim Luftbrücken-Fest könnten sie das Gelände in seiner neuen Nutzung
kennenlernen: «Tempelhof als Ort der Begegnungen».




