an/sammlung an/denken

Ein Haus und seine Dinge im Dialog mit zeitgenössischer Kunst

Ausstellung vom 25.05. bis 16.09.2007
Museum Pankow – Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner

An/Sammlung An/Denken, Regal, 2007

Die Ethnologin und Kuratorin Cornelia Meran erbte ein Haus in Salzburg. Das Haus war unbewohnbar, voll mit Dingen der vorhergegangenen drei Generationen. Es schien, als sei über hundert Jahre lang nichts weggeworfen worden. Diese ungewöhnliche An­samm­lung gewöhnlicher Dinge wurde nicht entrümpelt, sondern zum Kernstück einer Ausstellung. Sie zeigt nicht nur eine einzigartig umfassende Alltagsgeschichte, sondern reflektiert unseren Bezug zu den Dingen und zur Vergänglichkeit, zum Sammeln, Ordnen und Archivieren. Acht KünstlerInnen waren eingeladen, im Haus und mit den Dingen zu arbeiten, der Verführungskraft von vergangener Alltagswelt und gegenwärtigen Ver­falls­zu­ständen etwas entgegenzusetzen. So entstand die Ausstellung “an/sammlung an/denken”, die nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen sein wird. Originalobjekte aus dem Haus stehen den Arbeiten der Künstler Ricarda Denzer, Vibeke Jensen, Kurt Kaindl, Helmut und Johanna Kandl, Christian Mercier de Beaurouvre, Herman Seidl und Gerhard Treml gegenüber.
Begleitet wurde die Ausstellung unter anderem von einem Symposium zur Alltagskultur, das in Kooperation mit dem Museum der Dinge entsteht, und einer Lesung von Sophie Rois mit literarischen Texten zum Sammeln und Wegwerfen. Ausstellung und Be­gleit­ver­anstaltungen waren eingebettet in das Programm ‘Salzburg Kultur’, durchgeführt u. a. mit Unterstützung vom Österreichischen Kulturforum Berlin.
Zur Ausstellung entstand ein gleichnamiges Buch, das neben Bildern der gesammelten Gegenstände und der künstlerischen Arbeiten die unterschiedlichsten Textbeiträge zum Thema enthält.

Ausstellungseröffnung am 24. Mai 2007; Pressemitteilung vom 18.05.2007