Geschichte des Museums

Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Teil der Fassade an der Mülhauser Straße
Bild: Holger Kupfer / Museum Pankow

Pankow

Von 1974 bis 1993 befand sich in den Museumsräumen in der Heynstraße 8 die 1965 vom Ortschronisten Rudolf Dörrier gegründete “Stadtbezirks-Chronik Pankow”. 1984 kamen zu­sätzlich die seit 1945 abgeteilten Räumlichkeiten im Seitenflügel als Aus­stel­lungsfläche hinzu. Entsprechend dem gesellschaftlichen Selbst­verständnis der DDR, wurde hier, als Gegenüber zu dem repräsentativen, bürgerlichen Ambiente im Vor­der­haus eine „Arbeiter­stube“ nachgestaltet. Seit 1994 zogen die Archivbestände als Chronik-Pankow in die Breite Straße 43 um. Die Räume in der Heynstraße wurden anschließend als „Panke-Museum“ genutzt und hier neben dem Salon und Herren­zimmer mit seiner historischen Wand- und Deckenbemalung und den Ein­richtungs­ge­gen­ständen aus der Zeit um 1900 Ausstellungen zur Geschichte Pankows und seiner Ortsteile gezeigt.

Prenzlauer Berg

Im Zuge der Eröffnung des Traditionskabinetts Antifaschistischer Widerstand Berlin-Prenz­lauer Berg auf dem Gelände des neugeschaffenen Ernst-Thälmann-Parks im Jahre 1986 nahm dort ebenfalls das Heimat­ge­schicht­liche Kabinett Prenzlauer Berg seine Arbeit auf. Hier fand auch die bereits existierende Arbeitsgruppe zur Fort­schrei­bung einer Zeitungschronik ihre Heimstatt. Ein Jahr später erhielt das Heimat­ge­schicht­liche Kabinett in der Kapelle des ehemaligen Hospital- und Siechenhauses auf dem Gelände des Rates des Stadtbezirkes an der Prenzlauer Allee eigene Räume und be­nannte sich 1990 in Heimatmuseum Prenzlauer Berg.
Nach dem organisatorischen Zusammenschluss von Traditionskabinett und Heimat­museum und einer Neukonzeptionierung gründete sich im Jahre 1992 das Prenzlauer Berg Museum für Heimatgeschichte und Stadtkultur. Ende 1999 bezog das Museum als neuen Standort einen Teil des Gebäudes der ehemaligen 10. Grundschule in der Prenzlauer Allee 227/228.

Weißensee

Die Anfänge der regionalgeschichtliche Arbeit in Weißensee geht mit der Gründung einer ehrenamtlich geführten Chronik bis in das Jahr 1960 zurück.1988 gründete sich am Sitz des Kulturbundes Weißensee in der Indira-Ghandi-Straße 131 die „Inte­res­sen­gemeinschaft Heimat­geschichte“ aus der 1987 das „Stadt­geschicht­liche Kabinett Weißensee“ entstand, welches wenig später eigene Räume in der Pistoriusstraße 8 bezog. Begleitet und unterstützt durch die Anfang 1991 gegründeten „Weißenseer Heimatfreunde e.V.“ entstand und ent­wickel­te sich das durch das Bezirksamt Weißensee 1990 gegründete „Stadtgeschichtliche Museum Weißensee“. Bis zur Schließung im Jahre 2004 fanden in den Räumen des ehe­maligen Ladenlokals Sonderausstellungen zur Geschichte Weißensees statt und konnten in den Räumen der Parkstraße 9 schriftliche Quellen zusammengetragen werden.

Museum Pankow. Regionalgeschichtliches Museum für Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee

Mit der Bildung des Bezirks Pankow im Jahre 2001 blieben die vier Standorte der bezirklichen Geschichtsarbeit in den drei Ortsteilen Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee zunächst unter einem organisatorischem Dach und einer Leitung als Museumsverbund Pankow erhal­ten und konnte hier 2003 die mit EU-Mitteln sanierte heutige Veranstaltungs- und Aus­stel­lungs­halle sowie den neugestalteten Innenhof gemeinsam mit der ansässigen Bibliothek und der Volkshochschule einweihen.
Mit dem Umzug der Archivbestände der Chronik Pankow fiel der ehemalige Standort in der Breiten Straße 43 weg. Im Jahre 2004 gab das Bezirksamt das Mietobjekt in der Pistorius­straße auf und schloss damit zugleich den Museumsstandort in Weißensee.

Nach der Schließung der Archiv- und Museumsstandorte in Pankow und Weißensee konzen­triert sich heute die bezirkliche Geschichtsarbeit auf den Hauptstandort in der Prenzlauer Allee sowie die Ausstellungsräume in der Heynstraße. Seit 2011 heißt das Bezirksmuseum Museum Pankow. Regionalgeschichtliches Museum für Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee.
Es ist eine Einrichtung des Bezirksamtes Pankow von Berlin und innerhalb des Amtes für Weiterbildung und Kultur der Fachbereich Museum/Bezirkliche Geschichtsarbeit.