Salonmusik

Tastatur eines Klaviers mit Zitrusfrüchten
Bild: Nihad Nino Pušija

Jeweils im Frühjahr und im Herbst veranstaltet der Fachbereich Kultur im Körnerpark die Konzertreihe “Salonmusik”. Die Konzerte finden sonntags um 18 Uhr im Zitronencafé statt.
Der Eintritt ist frei.

AKTUELLER HINWEIS:
DIE KONZERTE am 15., 22. und 29. März sowie am 5. April 2020 ENTFALLEN

Salonmusik Winter / Frühjahr 2020

Sonntag, 2. Februar, 18 Uhr
Lotus Trio
Die drei vietnamesischen Berufsmusiker Hoa Phuong Trans, Than Le und Hung Manh Le entführen die Zuhörer mit volkstümlichen Melodien in die Klangwelt des Fernen Ostens. Ausgebildet in Vietnam, beherrschen sie alle landestypischen Musikinstrumente und faszinieren ihr Publikum mit ihrem Können und ihrer Virtuosität. Ihr Instrumentarium reicht von der 21-saitigen Zither über Monochord, Bambusxylophon, Lithophon, Bambusflöte, Mondgitarre, vietnamesisches Schlagzeug und Spießgeige bis zum Gong aus gehämmertem Messing.

Sonntag, 9. Februar, 18 Uhr
Karparov & Brunn
Der bulgarische Saxophonist Vladimir Karparov ist im modernen Jazz genauso zuhause wie in der Tradition des Balkans. Sein Duopartner Andreas Brunn ersetzt mit seiner siebensaitigen Gitarre gut ein kleines Orchster: Seine magische Spielweise lässt das Instrument auch mal als Trommel oder als Bass einspringen. Dieses vielschichtige Zusammenspiel bringt einen urbanen World-Jazz hervor, der souverän Okzident und Orient verbindet.

Sonntag, 16. Februar, 18 Uhr
Trialogues
Drei virtuose Instrumentalisten mit langjähriger internationaler Erfahrung haben vor drei Jahren in Berlin dieses Trio gegründet, das ausschließlich auf freie Improvisation setzt. Gitarrist Jan Weber, Trompeter Paul Schwingenschlögl und Kontrabassist Udo Betz verfremden und erweitern den natürlichen Klang ihrer Instrumente mit verschiedensten Präparationen und Effekten. In einem intensiven Prozess gemeinsamen Musizierens ist daraus eine eigene musikalische Sprache entstanden, die auf verblüffende, unterhaltsame, oft narrative Weise Vertrautes mit Fremdartigem mischt und Anklänge an Psychodelic und Noise Music, Modern und Cool Jazz enthält.

Sonntag, 23. Februar, 18 Uhr
Con Anima
Bereits seit 20 Jahren spielen Ayako Suga-Maack am Klavier, Regine Zimmermann am Violoncello und Vladimir Miller an der Klarinette zusammen. In diesen Jahren haben sie ein reichhaltiges Repertoire erarbeitet, das neben den großen Standardwerken auch unentdeckte Perlen der Musikgeschichte umfasst. Das Programm des Abends reicht von Beethovens „Trio Opus 38“ über Mendelssohns „Lieder ohne Worte“ bis zu einer Nino-Rota-Komposition aus dem Jahr 1973.

Sonntag, 1. März, 18 Uhr
Jasper Ubben
Wenn vier Schlägel über metallicblaue Klangplatten tanzen, ist Schlagwerker Jasper Ubben in seinem Element – und an seinem Lieblingsinstrument, dem Vibraphon. Rhythmus, Melodie und Harmonie vereinen sich zu einer einzigartigen Soloperformance, die er mit unterhaltsamen und informativen Geschichten über die Werke und sein Instrument bereichert. Das neue Programm „Auf Weltreise mit dem Vibraphon“ führt von den Rhythmen Lateinamerikas über die Musik Skandinaviens und die Melodien der nordamerikanischen Jazzgrößen bis nach Deutschland.

Sonntag, 8. März, 18 Uhr
Walter Gauchel & Ekkehard Wölk – Conversations in Jazz
Zwei Meister auf ihren Instrumenten, der Tenor- und Sopransaxophonist und Flötist Walter Gauchel und der Pianist Ekkehard Wölk, interpretieren ausgesuchte Standards des Great American Songbook von Thelonius Monk und Charles Mingus bis zu George Gershwin und Duke Ellington, präsentieren aber auch elaborierte Eigenkompositionen. Mit Humor servieren sie ausgefeilten kammermusikalischen Jazz in improvisatorisch-expressiven Höhenflügen.

Sonntag, 15. März, 18 Uhr ENTFÄLLT
Jerzy Chwastyk – Impressionen aus Spanien
Der in Breslau geborene Gitarrenvirtuose Jerzy Chwastyk tritt als
herausragender Interpret der jungen Generation in Erscheinung, welche
sich zum Ziel gesetzt hat, die Gitarre und ihr vielfältiges Repertoire
in neuem, zeitgemäßen Glanz zu repräsentieren. Remy Franck vom
„Pizzicato Magazine“ schreibt: “Jerzy Chwastyk erweist sich als Meister
der Atmung und der Gesangslinie auf der Gitarre”. Mit seiner
elegant-lyrischen Spielweise überzeugte er bei zahlreichen Wettbewerben
wie dem Concurso Sigall in Chile, dem Concurso Fernando Sor in Madrid
und dem Andres-Segovia-Wettbewerb im andalusischen La Herradura. In
seinem Programm „Impressionen aus Spanien“ präsentiert Chwastyk seine
Hommage an Spanien, seine farbenreichen Landschaften und seine
großartigen Kulturtage. Eine musikalische Reise von Katalonien bis
Andalusien.

Sonntag, 22. März, 18 Uhr ENTFÄLLT
Amalia Chikh
Sie kommt aus dem Lande der Chansons, aber bürstet das Chanson gegen den Strich. Die in Paris geborene Wahlberlinerin Amalia Chikh lebt seit zwei Jahrzehnten in der Stadt und klaubt hier nicht nur ihre Themen vom Straßenpflaster auf, sondern würzt ihre Texte auch mit einer Prise Berliner Humor. Die Lieder der Sängerin und Pianistin handeln von der Suche nach dem Glück und nach Pfandflaschen; ihre Sprache mischt Berliner Schnauze mit unverbesserlichem französischen Akzent. Mit Armando Carillo Zanuy an der Trompete präsentiert sie ein Programm zwischen Weltstadtglamour und dem Leben auf der Straße.

Sonntag, 29. März, 18 Uhr
Maria Baptist & Jan von Klewitz
Das Duo begeistert Publikum und Kritik gleichermaßen. Die Pianistin Maria Baptist, unbestritten eine der derzeit angesagtesten Protagonistinnen an ihrem Instrument, wird als „Vorbild einer ganz neuen Jazzgeneration“ (ZDF) gehandelt. Altsaxophon-Virtuose Jan von Klewitz wird von der Kritik ebenso hoch gelobt: „Dieser Weltklasse-Mann beherrscht sein Instrument, von der tiefsten Lage bis in die glänzende Höhe“ (Neuburger Rundschau). Die Musik des Duos zeichnet sich durch eine Offenheit aus, die Genregrenzen sprengt. Klassische und Jazz-Einflüsse bilden die Basis für ein Zusammenspiel voller Drive und Intensität.

Sonntag, 5. April, 18 Uhr
Luise Bestehorn Trio
Latin meets Jazz meets Chanson. Das Luise Bestehorn Trio verbindet das Beste aus der Welt des deutsch- und französischsprachigen Chansons mit den Rhythmen und der Verve Lateinamerikas. Die deutsche Sängerin präsentiert mit den beiden Gitarristen Rodrigo Santa Maria aus Chile und Eric Trejo aus Mexiko ein farbenreiches Programm von Chansons im Latinstyle, French Bossa und deutschem Swing. Songs in fünf verschiedenen Sprachen entfalten dank der filigranen Arrangements und der kraftvollen Begleitgitarre von Rodrigo, den gefühlvollen Lines von Eric und Luises unverwechselbarer Stimme einen mitreißenden Ohrenschmaus.

Salonmusik wird aus Mitteln des Bezirkskulturfonds der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.