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Vorschau

Ausstellungsentwurf Hidden People
Hidden People
Bild: Maria und Natalia Petschatnikov

Maria und Natalia Petschatnikov – Hidden People

Vor zwei Jahren unternahmen die Künstlerinnen Maria und Natalia Petschatnikov eine Reise nach Westfjords in Island. „Das Erkunden eines befremdlich-abenteuerlichen Raumes verbindet sich mit der Fähigkeit, einen neuen Blick auf die Welt zu werfen“, schreibt Paolo Bianchi in seinem Artikel über das Phänomen des „Staunens“. Der nur mit einem Wunder vergleichbare Eindruck von Island gab den Anstoß für eine komplexe, raumgreifende Installation, die die Künstlerinnen speziell für die Galerie im Körnerpark entwickeln. Sie schaffen eine Landschaft mit Bergen, Wasserfällen und Wegen, die sich durch Taktilität, Materialität und Unvollständigkeit auszeichnet. Der Ausstellungsraum verwandelt sich in ein Gesamtkunstwerk, in dem sich die Besuchenden bewegen.

Der Titel der Ausstellung ist der isländischen Mythologie Huldufólk entlehnt, in der unsichtbare Menschen als übernatürliche Wesen in der Natur leben. Nach dieser mythologischen Tradition gibt es parallel zur Bevölkerung des Landes ein weiteres Volk im unterirdischen Bereich, das – trotz seiner „Unsichtbarkeit“ – bis heute eine wichtige Rolle im Weltbild der Isländer spielt. In „Hidden People“ ist Island eine Metapher für die Sehnsucht nach unberührter Natur und die Kraft des Staunens, ein faszinierender und rätselhafter Ort der zum Experimentieren und Nachdenken einlädt.

Ausstellungsdaten werden bekannt gegeben