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Begleitveranstaltungen zur Sonderausstellung: Aufbruch und Reformen

Sonder­ausstellung Aufbruch und Reformen – Pionierinnen und Pioniere der modernen Sozial­arbeit in Prenzlauer Berg während der Weimarer Republik.

Die Veranstaltungen finden größtenteils im Freien am Museumsstandort in der Prenzlauer Allee 227/228 statt. Bei schlechtem Wetter können Sie ggf. kurzfristig abgesagt werden oder nur online stattfinden. Alle Informationen zur Durchführung erhalten Sie auf unserer Website, bei Facebook oder per Mail an museumsek@ba-pankow.berlin.de .

Die Teilnahme an unseren Veranstaltungen ist aufgrund einer begrenzten Teilnehmer:innenzahl aktuell nur nach vorheriger Anmeldung möglich. *Hier geht es zum Anmeldeformular:. Sie können sich auch per Mail oder telefonisch unter 030 – 90 29 53 917 anmelden.

Gespräch

Bildvergrößerung: Hertha Liebknecht, um 1930 / Marianne Liebknecht, 2020
Hertha Liebknecht, um 1930 / Marianne Liebknecht, 2020
Bild: Hertha Liebknecht © Archiv Robert Liebknecht / Marianne Liebknecht © René Baumgartner

Donnerstag, 16.09.2021, 18.00-20.00 Uhr

Im Gespräch: Marianne Liebknecht, Wien

Marianne Liebknechts Mutter Hertha Liebknecht arbeitete bis 1933 als ortho­pädische Gymnastik­lehrerin im Jugend­amt Prenzlauer Berg. Die 1941 in Frankreich geborene Tänzerin und Architektin wird bei der Ver­anstaltung über ihre Er­inne­run­gen an die Familie, den Freundes­kreis der Eltern und ihre eigene Geschichte sprechen.

Moderation: Doris Fürstenberg (Kuratorin der Sonderausstellung)

Kindheit und Jugend in der Weimarer Republik – Open-Air Filmreihe

Bildvergrößerung: Filmstil: Tagebuch einer Verlorenen, Deutschland 1929
Filmstil: Tagebuch einer Verlorenen, Deutschland 1929
Bild: © Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung

Mittwoch, 18.08.2021, 21.00-23.00 Uhr

Tagebuch einer Verlorenen
D 1929 I Regie: G. W. Pabst I 112 Minuten

Der Film zeigt das Leben von Thymian, die nach der Geburt eines un­ehelichen Kindes von ihrer Familie ver­stoßen wird. Fortan lebt sie in einem Heim, in welchem sie unter dem sadisti­schen Regiment des Vor­steher-Paares leidet. Mit Hilfe des Grafen Osdorff gelingt es ihr, in die Groß­stadt zu entkommen.

Einführung: Jennifer Graubener

Kindheit und Jugend in der Weimarer Republik – Open-Air Filmreihe

Bildvergrößerung: Filmstil: Die Unehelichen, Deutschland 1926
Filmstil: Die Unehelichen, Deutschland 1926
Bild: Quelle: Deutsche Kinemathek

Mittwoch, 04.08.2021, 21.00-23.00 Uhr

Die Unehelichen
D 1926 I Regie: Gerhard Lamprecht I Länge: 96 Minuten

Basierend auf Zeichnungen von Heinrich Zille skizziert Gerhard Lamprechts Stumm­film das Schicksal der Arbeiter­kinder Peter, Lotte und Frieda. Ihr Leben wird von Ausweg­losig­keit und gewalt­tätigen Pflege­eltern bestimmt, bis ein tragisches Ereignis alles verändert.

Einführung: Jennifer Graubener

Führung

Bildvergrößerung: Aufbruch und Reformen, Ausstellungsraum
Aufbruch und Reformen, Ausstellungsraum
Bild: Museum Pankow / Foto: Bernt Roder

Donnerstag, 22.07.2021, 18.00-19.30 Uhr

Walter Friedländer
Ausstellungs­rundgang mit Oliver Gaida (Kurator der Sonder­ausstellung) und Ellen Roters (Bildung und Vermitt­lung, Museum Pankow)

Über Berlin hinaus war Walter Friedländer als Leiter des Jugend­amtes Prenz­lauer Berg und Mit­be­gründer der Arbeiter­wohl­fahrt (AWO) bekannt: Er galt als umtriebiger Reformer und gefragter Dozent an Wohlfahrts­schulen. Thema des Rundgangs ist die Frage, wie Friedländer die (Jugend)Sozial­arbeit in Prenzlauer Berg und nach seiner Flucht vor den National­sozialisten, in den USA prägte?

Kindheit und Jugend in der Weimarer Republik – Open-Air Filmreihe

Bildvergrößerung: Filmstil: Mädchen in Uniform, Deutschland 1931
Filmstil: Mädchen in Uniform, Deutschland 1931
Bild: DFF - Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Frankfurt

Mittwoch, 21.07.2021, 21.00-23.00 Uhr

Mädchen in Uniform
D 1931 I Regie: Leontine Sagan I Länge: 91 Minuten

„Mädchen in Uniform“ erzählt von der 14-jährigen Vollwaise Manuela, deren Leben und Erziehung in einem Potsdamer Stift von preußi­schem Drill und dem Verzicht auf mensch­liche Nähe geprägt ist. Einziger Licht­blick ist die Lehrerin Fräulein von Bernburg, die sich dem rigiden Erziehungs­ideal der Oberin wider­setzt.

Einführung: Jennifer Graubener

Geführte Fahrradtour

Sonnabend, 10.07.2021, 14.00-16.00 Uhr

Die Pionierinnen und Pioniere des Jugendamtes Prenzlauer Berg

Mit der Gründung des Jugendamtes Prenzlauer Berg Anfang der 1920er Jahre entstanden neben Einrichtungen der freien Jugendwohlfahrtspflege auch erste kommunale Angebote für Kinder und Jugendliche, darunter Kitas, Werkheime für arbeitslose Jugendliche sowie Jugend- und Sexualberatungsstellen. Die Fahrradtour führt an diese bis 1933 entstandenen Orte der Reformbemühungen des Jugendamt Prenzlauer Berg.

Treffpunkt: Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, vor der Ausstellungshalle
Referenten: Oliver Gaida (Kurator der Sonderausstellung) und Bernt Roder (Leiter des Museums Pankow)

Internationaler Museumstag

Zum Internationalen Museumstag bot das Museum Pankow zwei Online-Veranstaltungen zur Sonder­ausstellung Aufbruch und Reformen – Pionierinnen und Pioniere der modernen Sozial­arbeit in Prenzlauer Berg während der Weimarer Republik an.

Bildvergrößerung: Ausstellungshalle
Bild: Museum Pankow

Sonntag, 16.05.2021 (Internationaler Museumstag), 14.00-15.00 Uhr | Live-Stream über Facebook

»Aufbruch und Reformen«
Live-Online-Führung mit Oliver Gaida (Kurator der Sonder­ausstellung) und Bernt Roder (Leiter des Museums Pankow)

Unter Leitung von Walter Friedländer setzten engagierte Mitarbeiter:innen des neu gegründeten Jugend­amtes Prenzlauer Berg bis 1933 zahlreiche Reformen für die Jugend um. Ihre Arbeit von über­regionaler Strahl­kraft ist heute weit­gehend un­bekannt. Oliver Gaida und Bernt Roder stellen bei einem Rund­gang durch unsere Sonder­aus­stellung die wichtigsten Arbeits­felder und Akteur:innen der modernen Sozial­arbeit vor.

Weitere themen­spezifische Kurator:innen­führungen und digitale Ver­an­staltungen zur Sonder­ausstellung sind geplant. Alle Infos zu den Terminen und der Durch­führung finden Sie auf unserer Website und bei Facebook.

Bildvergrößerung: Ausstellungshalle, Stele: Ruth Fischer
Bild: Museum Pankow

Sonnabend, 15.05.2021, 18.00-20.00 Uhr | Live-Stream über YouTube
»Ring über Ostkreuz. Ruth Fischer auf dem Weg zur Arbeit«
Lesung und Gespräch mit der Autorin Annett Gröschner

Ruth Elfriede Fischer (1895-1961) war Philosophin, Redak­teurin und Politikerin des ultra­linken Flügels der KPD. Nach ihrer Zeit als Reichs­tags­abgeord­nete arbeitete sie ab 1928 im Jugend­amt Prenzlauer Berg und trat dort besonders für Reformen in der kindlichen Sozial­fürsorge ein. Annett Gröschners Erzählung ist zugleich Moment­auf­nahme und Reise durch das Leben einer streit­baren Frau.