Einstellung als Richterin/Richter und Staatsanwältin/Staatsanwalt im Land Berlin

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung - Referat I A

Terminplanung für Auswahlgespräche 2017/2018

  • Einladungen/Gespräche

    Richterwahlausschuss

  • Mai/Juni-Juli

    November

  • Juli/September

    Januar

  • September/November

    März

  • November/Januar

    Mai

  • Januar/März

    Juli/September

  • März/Mai

    September

Allgemeine Information

Gesucht werden Juristinnen und Juristen, die die Bereitschaft und Flexibilität aufweisen, in den verschiedenen Gerichtsbarkeiten und der Staatsanwaltschaft zum Einsatz zu kommen.
Im Land Berlin gibt es einen einheitlichen Probedienst für beide Berufsgruppen. Auch Interessentinnen und Interessenten mit dem Anstellungsziel Staatsanwältin/ Staatsanwalt auf Lebenszeit werden für die Dauer der Probezeit zu Richterinnen/Richtern auf Probe ernannt.
Die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung ist zuständig für sämtliche Gerichtsbarkeiten mit Ausnahme der Arbeitsgerichtsbarkeit, die in den Zuständigkeitsbereich der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales fällt.

Einstellungsvoraussetzungen

Sie müssen zwingend die in § 9 des Deutschen Richtergesetzes genannten Voraussetzungen erfüllen und im Ersten Staatsexamen mindestens 7,0 Punkte, im Zweiten Staatsexamen mindestens 8,0 Punkte erreicht haben.
Neben hoher sozialer Kompetenz werden ein großes Maß an Engagement und Belastbarkeit sowie die Fähigkeit, sich schnell in neue Rechtsgebiete einzuarbeiten, erwartet. Flexibilität, Entschlusskraft und Verhandlungsgeschick sind ebenso erforderlich wie Organisationstalent, Kooperationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft und Fähigkeit, im Team zu arbeiten. Auf die Gemeinsame Allgemeine Verfügung über die Anforderungen für die Eingangs- und Beförderungsämter im richterlichen und staatsanwaltlichen Dienst (AnforderungsAV) wird hingewiesen.
Wenn Sie bereits als Rechtsanwältin oder Rechtsanwalt zugelassen sind, müssen Sie vor der Einstellung in den Probedienst nicht auf die Rechte aus Ihrer Zulassung zur Rechtsanwaltschaft verzichten; es gilt dann während der Probezeit § 47 Abs. 1 BRAO. Ein Verzicht ist erst im Zeitpunkt der Lebenszeiternennung erforderlich (§ 14 Abs. 2 Nr. 5 BRAO).
Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht.
Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ernennungsverfahren

Der Ernennung zur Richterin bzw. zum Richter auf Probe geht ein Auswahlverfahren voraus, das mit der Wahl durch den in der Verfassung von Berlin vorgesehenen Richterwahlausschuss und die Ernennung durch die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierungabgeschlossen wird.
Die Auswahlentscheidung orientiert sich an Folgendem:
In dem durch die jeweilige stellenwirtschaftliche Situation sowie die unterschiedlichen Personalbedarfe der einzelnen Geschäftsbereiche gesteckten Rahmen kommen für die Aufnahme in den Richterdienst auf Probe diejenigen Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, die neben bester fachlicher Qualifikation außerdem belegen können, dass sie über die für das Richteramt ebenso erforderlichen persönlichen Fähigkeiten in einem Maße verfügen, welches sie aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber mit vergleichbar guter fachlicher Eignung deutlich hervorhebt. Hierbei kommt der in § 9 Nr. 4 des Deutschen Richtergesetzes (DRiG) ausdrücklich als weiterer Befähigung geforderten „sozialen Kompetenz“ besondere Bedeutung zu.
Für die Einschätzung der fachlichen Kompetenz sind vor allem die Resultate der beiden juristischen Staatsprüfungen sowie die während der Referendarzeit in den praktischen Ausbildungsstationen und in den begleitenden Arbeitsgemeinschaften erzielten Ergebnisse maßgeblich. Eine rein mathematische Betrachtung verbietet sich hier freilich, weil die Bewerberinnen und Bewerber ihre Examina zu unterschiedlichen Zeiten in verschiedenen Bundesländern mit divergierenden Prüfungsmodi abgelegt haben. Zudem können Zusatzqualifikationen oder einschlägige berufliche Vorerfahrungen von Bedeutung sein.
Innerhalb der Spitzengruppe des Bewerberfeldes lässt sich anhand der Bewerbungsunterlagen häufig kein wirklicher Eignungsvorsprung einzelner Bewerberinnen oder Bewerber ausmachen; bei Betrachtung aller genannten Anknüpfungspunkte stellt sich – je nach Größe des aktuellen Bewerberfeldes – vielmehr regelmäßig ein Leistungsgleichstand innerhalb einer Gruppe von bis zu 40 – 50 Interessentinnen bzw. Interessenten heraus. Weitergehende Erkenntnisse für die Auswahlentscheidung müssen somit dem persönlichen Eindruck vorbehalten bleiben, den die Auswahlkommission im Rahmen eines knapp sechzigminütigen strukturierten Auswahlgespräches von der Bewerberin / dem Bewerber gewinnt.

Bewerbung

Wenn Sie sich bewerben möchten, richten Sie ein formloses Bewerbungsschreiben
an die:

Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung
Salzburger Straße 21 – 25
10825 Berlin.

Ihrem Bewerbungsschreiben fügen Sie bitte bei:

  • einen ausgefüllten Fragebogen für Interessenten für den richterlichen oder staatsanwaltlichen Probedienst
  • eine Einverständniserklärung zur Einsichtnahme in die Personalakten und Prüfungsprotokolle
  • einen maschinenschriftlichen tabellarischen Lebenslauf
  • einen handschriftlichen ausformulierten Lebenslauf
  • Ablichtungen folgender Zeugnisse über:
  • erstes und zweites Staatsexamen (einschl. Einzelübersicht der Noten der II. Staatsprüfung)
  • Ausbildungsstationen
  • Arbeitsgemeinschaften
  • ggfs. sonstige Prüfungen oder Tätigkeiten

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie uns den ausgefüllten Fragebogen und die Einverständniserklärung nicht per E-Mail übermitteln können.
Weitergehende Fragen beantworten Ihnen gern die zuständigen Personalreferenten Richterin am Amtsgericht Sattler als weitere aufsichtführende Richterin unter der Telefonnummer (030) 9013-3336 und Staatsanwältin als Gruppenleiterin Müller unter der Telefonnummer (030) 9013-3044.

Fragebogen für Interessenten für den richterlichen oder staatsanwaltlichen Probedienst

PDF-Dokument (14.5 kB)

Einverständniserklärung zur Einsicht in die Personalakten

PDF-Dokument (7.8 kB)

Besoldungsgrundsätze

PDF-Dokument (29.8 kB)