Zusatzangebote

ELAN-REF

Die elektronische Lernplattform ELAN-REF ist ein praxisorientiertes, modernes Lernprogramm für Referendarinnen und Referendare im juristischen Vorbereitungsdienst. Es ist Bestandteil der Einführungslehrgänge für die Ausbildungsstationen im Zivil- und Strafrecht. Aus diesem Grund erhalten die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare schon vor Beginn ihres juristischen Vorbereitungsdienstes die Zugangsdaten.
Technischen Fragen sind an folgende Adresse zu richten: elan.hilfe@senjust.berlin.de.

Internet-Klausurenkurs

Das Referat für Referendarangelegenheiten bietet einen Klausurenkurs über das Internet an. Der Kurs richtet sich an alle Berliner Referendarinnen und Referendare, die den schriftlichen Teil der zweiten Staatsprüfung noch vor sich haben. Alle zwei Wochen wird jeweils mittwochs ‑ im fortlaufenden Wechsel aus den Gebieten Zivil-, Straf- und Verwaltungsrecht ‑ ein Aufgabentext zum Download angeboten.

Bei den Klausuren handelt es sich um Examensaufgaben, die von Prüfern und Arbeitsgemeinschaftsleitern speziell für diesen Kurs an die aktuellen Examensanforderungen angepasst wurden. Die Aufgaben sollten im Interesse eines möglichst großen Trainingseffekts nach den im Examen geltenden Regeln bearbeitet werden. Es sollten also insbesondere nur die im Examen zugelassenen Hilfsmittel benutzt, der Lösungsvorschlag ausformuliert und die Bearbeitung nach spätestens fünf Zeitstunden abgeschlossen werden.

Die in Hausarbeit angefertigten Arbeiten können ‑ wegen der hohen Kosten, die damit verbunden wären ‑ nicht von Prüfern oder Arbeitsgemeinschaftsleitern korrigiert werden. Dies ist ein Nachteil, darin kann jedoch zugleich eine Chance liegen. Wenn sich die Referendare etwa zu privaten Arbeitsgemeinschaften zusammenfinden und die Entwürfe wechselseitig korrigieren, wird sich gerade aus der Auseinandersetzung mit den (vermeintlichen) Fehlern d. Kollegin/Kollegen ein Lerneffekt ergeben. Als Hilfe für die Korrektur wird jeweils eine Woche nach der Veröffentlichung der Aufgabe eine Lösungsskizze auf der Homepage des Kammergerichts bereitgestellt werden. Eine weitere Woche später wird die Klausur ‑ nicht nur virtuell, sondern real ‑ besprochen werden. Die Besprechungstermine finden jeweils in der Salzburger Straße 21-25 in 10825 Berlin-Schöneberg statt.

Der Berliner Personalrat der Referendare organisiert die Korrektur der vom Kammergericht Berlin gestellten Internetklausuren. Die Korrektur kostet 10 € pro geschriebener Klausur und sie wird meist von dem Klausursteller, ansonsten von erfahrenen AG-Leitern, durchgeführt.

Genauere Informationen finden Sie hier

JURIS

Für die Zeit vom Beginn der Zivilstation bis zum Ende der Verwaltungsstation wird den Referendarinnen und Referendaren ein Zugang zum juristischen Informationssystem juris gewährt.
Die juris Informationsdienste dürfen nur im Rahmen der Ausbildung genutzt und die Nutzungslizenzen nicht auf Dritte übertragen werden.

Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail ausschließlich an technik@juris.de.

Schlüsselqualifikation

Das Kammergericht bietet Referendarinnen und Referendaren, die den Vorbereitungsdienst im hiesigen Gerichtsbezirk absolvieren, Veranstaltungen an, in denen Schlüsselqualifikationen vermittelt werden sollen. Dazu zählt der Gesetzgeber Fertigkeiten wie das Verhandlungsmanagement, die Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit.

Das Angebot richtet sich an Referendarinnen und Referendaren aller Ausbildungsstufen. Das Belegen der Kurse ist freiwillig. Gebühren werden nicht erhoben. Es steht Ihnen frei, sich zu mehreren Veranstaltungen anzumelden. Bitte geben Sie im Interesse Ihrer Kolleginnen und Kollegen jedoch nur Termine an, an denen Sie – wenn Sie einen Platz erhalten – tatsächlich teilnehmen werden. Ihre während der Veranstaltung erbrachten Leistungen werden nicht benotet werden. Sie erhalten jedoch eine Teilnahmebescheinigung, die Sie zu Ihrer Personalakte geben können.

Einen Überblick über das gegenwärtige Veranstaltungsangebot können Sie sich auf der nachfolgend verlinkten Seite verschaffen. Für eine Anmeldung drucken Sie bitte das dort bereit gehaltene Formular aus und schicken es an das Referat für Referendarangelegenheiten.

Es sind grundsätzlich keine Anmeldungen per E-Mail möglich.
Sofern mehr Anmeldungen als verfügbare Plätze vorliegen, werden die Plätze nach dem Eingang der Anmeldung vergeben.
Erneute schriftliche Anmeldungen von Referendarinnen und Referendaren, die bei dem entsprechenden vorangegangenen Seminar nicht berücksichtigt werden konnten werden vorrangig behandelt.

Fakultative Veranstaltungsreihe "Aspekte deutscher Justizgeschichte" im Jahr 2017

In Ergänzung zu den rechtshistorischen Veranstaltungen in den ersten drei Stationen des Referendariats bietet die Referendarabteilung des Kammergerichts in Zusammenarbeit mit der Stiftung Topographie des Terrors im Jahr 2017 zwei Tagesseminare an. Alle Referendarinnen und Referendare können daran teilnehmen.

Seminar 1: Politische Justiz im Nationalsozialismus
Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht war in der NS-Zeit die zentrale Behörde der politischen Justiz. Die Staatsanwälte entschieden, bei welchem Gericht – Volksgerichtshof, Sondergericht, Kammergericht – angeklagt wurde und stellten mit ihren Anklageschriften die Weichen für Todesurteil, Zuchthaus oder Freispruch. Anhand von ausgewählten Anklageschriften untersuchen wir die Verfolgung von Kommunisten, Zwangsarbeitern, Polen und Deutschen und die Zusammenarbeit der Ermittler mit Gestapo und Kriminalpolizei. Wir analysieren die wichtigsten Strafvorschriften (Hochverrat, Volksschädlingsverordnung, Kriegssonderstrafrechtsverordnung) und sehen anhand der Protokolle von Dienstbesprechungen der Berliner Staatsanwälte, wie die Beamten auf dem Höhepunkt des Krieges zwischen Routine und ideologischen Vorgaben agierten. In einem Tondokument berichtet ein politisch Verfolgter über seine Haft im Gestapo-Hausgefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße auf dem Gelände der heutigen Topographie des Terrors.
Termin: Freitag, 16. Juni 2017, 10 bis 16 Uhr

Seminar 2: Prozessuale Fragen der Nürnberger Prozesse
Nach dem Ende des Internationalen Militärtribunals (IMT) fanden in Nürnberg zwischen 1946 und 1949 noch zwölf weitere Prozesse vor US-Militärgerichtshöfen gegen mehr als 200 Angeklagte statt. Dazu gehörten der Ärzteprozess (Fall 1) und der Juristenprozess (Fall 3). Verhandelt wurde auf der Grundlage einer Prozessordnung, die nach Nürnberg abgeordneten us-amerikanischen Richter selbst formulierten. Sie basierte auf dem Gesetz Nr. 10 des Alliierten Kontrollrats (KRG 10) und war die im Lauf der Jahre mehrfach veränderte Richtschnur für die deutschen Verteidiger und die Anklagebehörde unter der Leitung von Telford Taylor. Wir werden die Entstehungsgeschichte dieses Regelwerks kennenlernen und überprüfen, welche Verfahrensgarantien für die Angeklagten darin enthalten waren und welche Handlungsspielräume sich für die Verteidiger eröffneten. Biographische Quellen zu den Prozessbeteiligten, insbesondere den Richtern, und die Rezeption der Prozesse auf beiden Seiten des Atlantiks ermöglichen einen Vergleich der Prozessstrategien von deutschen und us-amerikanischen Beteiligten. Anhand eines Vergleichs mit dem Statut des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) in Den Haag können wir die Langzeitwirkung der Nürnberger Regularien untersuchen. Die verwendeten Dokumente liegen zum Teil nur auf Englisch vor.
Termin: Freitag, 6. Oktober 2017, 10 bis 16 Uhr

Leitung: Ralf Oberndörfer, Rechtshistoriker und Volljurist. Er ist seit vielen Jahren als Dozent in justizgeschichtlichen Lehrveranstaltungen tätig.

Veranstaltungsort: Stiftung Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
(Seminarräume 2/3 und 4 im Untergeschoß).
Die Anmeldung ist bitte an die Referendarabteilung des Kammergerichts zu richten. Rückfragen gerne an Frau Antonia Buske bzw. per Telefon 9013-2117. In jedem Seminar gibt es 24 Plätze, die Teilnahme ist kostenlos.

Frankreichprogramm

Programm zur Ausbildung deutscher Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare in Frankreich

Das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen bietet zweimal im Jahr (März und Oktober/November) ein Seminar zur Einführung in das französische Rechtswesen und die französische Rechtsterminologie an.

Hinweis: Wegen des erfahrungsgemäß hohen Bewerberandrangs ist es empfehlenswert, Zeugnisse über qualifizierte französische Sprachkenntnisse und der Nachweis einer konkreten Ausbildungsstelle in Frankreich den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Vollständige Bewerbungsunterlagen sind dem Referat für Referendarangelegenheiten vorzulegen. Informationen können Sie zu gegebener Zeit hier entnehmen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen.

Studienfahrten

Sonderurlaub zur Durchführung von AG-Studienfahrten kann bewilligt werden, wenn mehr als die Hälfte der Referendare einer AG an der Studienfahrt teilnimmt und das Fachprogramm pro Tag mindestens fünf Stunden beträgt.

Einzelheiten zur Antragstellung und zu den Voraussetzungen der Bewilligung finden Sie auf der Seite Erholungs- und Sonderurlaub.

Studienfahrten nach Brüssel

Bei Referendarfahrten nach Brüssel empfiehlt sich die Einschaltung des Justizreferenten des Berliner Büros bei der EU, der Hinweise zum Buchungsprogramm erteilen kann.

Kontaktadresse: Büro des Landes Berlin bei der EU Avenue Michel-Ange 71 B-1000 Brüssel berlinerbuero@senatskanzlei.berlin.de Tel.: 0032-2-7380070 Fax: 0032-2-7324746

Dem Personalrat der Referendare liegen Adressen von Veranstaltern von Studienfahrtprogrammen für Referendare vor.