Lärm durch Straßenverkehr

Worum geht es?

Verkehrsstau
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Werden Verkehrswege neu gebaut, mindestens um einen Fahrstreifen erweitert oder baulich erheblich verändert, sind die Anforderungen der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) zu beachten.

Lärmschutzmaßnahmen sind notwendig, wenn der ermittelte Beurteilungspegel den zulässigen Grenzwert überschreitet.

Der Beurteilungspegel, der kein Messwert ist, wird aus der täglichen Verkehrsmenge und weiteren Einflussfaktoren, wie z.B. der Fahrbahnbeschaffenheit und der zulässigen Geschwindigkeit berechnet.

Bei baulich nicht geänderten Verkehrswegen (Altanlagen) besteht kein Rechtsanspruch auf Lärmschutz. In Einzelfällen werden hier freiwillige Lärmsanierungsmaßnahmen durchgeführt.

Anfragen oder Beschwerden zur Belastung durch Verkehrslärm nehmen die Straßenverkehrsbehören der Bezirke entgegen und leiten diese ggf. an die Verkehrslenkung Berlin (VLB) weiter.
Für in der Nachtzeit notwendige Bauarbeiten an Verkehrswegen können auf » Antrag « Ausnahmen von den Lärmschutzvorschriften zugelassen werden.

Ein persönlicher Beitrag zur Verkehrslärmminderung

Sie können selbst etwas zur Verringerung des Verkehrslärms beitragen, indem Sie z.B. Fahrgemeinschaften bilden, das Fahrrad nutzen, kurze Strecken zu Fuß gehen oder mit dem Kraftfahrzeug weitgehend Nebenstraßen meiden. Achten sie bei Anschaffungen auf lärmarme Fahrzeuge und leise Reifen.
Nach § 30 Abs.1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist bei der Benutzung von Fahrzeugen auf öffentlichem Straßenland die Erzeugung unnötigen Lärms verboten. Hupsignale sind unzulässig, es sei denn, man sieht sich oder andere gefährdet.. Dieses Verbot gilt auch für das unnötige Laufenlassen von Motoren, Hochjagen des Motors im Leerlauf, Fahren mit quitschenden Reifen und das übermäßig laute Schließen der Autotüren sowie für unnötiges Hin- und Herfahren.

Lärmminderungsplanung

Für die Lärmquellen Straßenverkehr sowie Straßenbahn und oberirdische U-Bahn werden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Rahmen der Lärmminderungsplanung Maßnahmen erarbeitet. Mit der Umsetzung der Maßnahmen der Stufe 1 (kurzfristig umsetzbar) wurde 2008 begonnen, die vollständige Umsetzung sollte im Wesentlichen bis 2012 erfolgen. Diese Maßnahmen sind im Lärmaktionsplan 2008 enthalten, für den auch eine Beteiligung der Bürger durchgeführt wird. Darüber hinaus befinden sich mittel- bis langfristige Maßnahmen in der Planung.

Im digitalen Umweltatlas der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen finden Sie Karten und Daten zur Lärmbelastung durch den Straßenverkehr.

Verkehrslenkung

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz informiert u.a. über die Einführung von Gebieten mit Tempo 30 nachts. Die zu dieser Senatsverwaltung gehörende Verkehrslenkung Berlin (VLB) regelt als zentrale Behörde den fließenden Verkehr auf dem Berliner Haupstraßennetz.