Vorsorgender Bodenschutz

Worum geht es?

3D Figur mit Schubkarre
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Ziel des Vorsorgegedankens ist es, die natürlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen zu schützen, bevor Gefährdungen auftreten. Auch das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) zielt darauf ab, bereits das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen durch Vorsorgemaßnahmen zu verhindern.

Vorsorgender Bodenschutz

  • schützt Böden gebietsbezogen unmittelbar vor zu erwartenden schädlichen Bodenveränderungen,
  • schützt vor schädlichen Bodenveränderungen, die sowohl für die Ökosysteme als auch für die Volkswirtschaft nachteilige, häufig nur schwer oder nicht mehr umkehrbare Auswirkungen zur Folge haben,
  • beinhaltet die Erarbeitung von Informationsgrundlagen zur Abschätzung der Auswirkungen von unmittelbaren Änderungen der Nutzungen von Böden sowie von unmittelbaren und mittelbaren nachteiligen Einwirkungen wie Versiegelung oder Grundwasserabsenkungen auf Böden und
  • steht kaum in der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung, weil schädliche Bodenveränderungen auf den Boden bezogen meist nur unspezifisch und mittelbar zur Wirkung kommen (im Gegensatz zu Altlasten, die punktuell ausgeprägt häufig eine direkte Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen).

Bodenbelastungen können in zwei Formen auftreten:

als

oder als

  • nichtstoffliche Belastung (Natur und Zustand des Bodens verändert sich durch):
    - Erosion (Wind- und Wassererosion)
    - Verdichtung
    - Versiegelung (Abdichtung des Bodens gegen die Atmosphäre)
    - Verschlämmung
    - Abtrag (durch Rohstoffabbau).

Der vorsorgende Bodenschutz ist eine Querschnittsaufgabe, an der viele Fachbehörden wie z.B. Bodenschutzbehörden und Planungsbehörden, beteiligt sind.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz informiert ausführlich zum vorsorgenden Bodenschutz.

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