Willkommensklassen in Berlin

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Auch Flüchtlingskinder unterliegen der Schulpflicht. Sie werden zusammen in speziellen Willkommensklassen unterrichtet, damit sie zunächst ihre Deutschkenntnisse verbessern und den deutschen Schulalltag kennenlernen können.

Was ist eine Willkommensklasse?

Solange das Kind noch nicht oder nur wenig Deutsch spricht, wird es in der Regel ab der Jahrgangsstufe 3 zuerst eine sogenannte Willkommensklasse besuchen, um Sprachkenntnisse zu erwerben. In diesen Willkommensklassen werden die notwendigen Deutschkenntnisse vermittelt und der Übergang in eine Regelklasse vorbereitet. Wenn die neu zugezogene Schülerinnen und Schüler nicht alphabetisiert sind, können die Kinder an speziellen Alphabetisierungslerngruppen teilnehmen.

Wie meldet man ein Kind für eine Willkommensklasse an?

Um eine Willkommensklasse besuchen zu können, müssen die Eltern das Kind zuerst in der Koordinierungsstelle des Schulamtes im Wohnbezirk anmelden. Die Schulbehörde entscheidet, in welche Schule und in welche Klasse ein Kind eingeschult wird und ob das Kind eine Willkommensklasse besuchen soll. Dabei werden das Alter, ein Sprachtest und die schulärztliche Untersuchung des Kindes berücksichtigt. Anschließend gehen die Eltern mit dem Kind persönlich zu der zugeteilten Schule und melden es dort an. In Gemeinschaftsunterkünften beraten und unterstützen bei Fragen zu den Vorgängen die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter.