Lernschwierigkeiten in der Schule

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Schreiben, lesen und rechnen lernen fällt nicht allen Kindern gleichermaßen leicht – die einen lernen schneller, die anderen langsamer. Manche Kinder haben größere Lernschwierigkeiten und entwickeln eine Rechen- oder Lese-Rechtschreibschwäche. Wie können Eltern erkennen, ob ihr Kind beim Lernen besonders unterstützt und gefördert werden sollte? Und wie genau sieht dann die Förderung aus?

Enger Kontakt zwischen Eltern und Schule​

Haben Schülerinnen und Schüler Lernschwierigkeiten, nimmt die Klassenleitung oder die Lehrkraft des jeweiligen Schulfaches Kontakt mit den Eltern auf. Lernschwierigkeiten wie Rechenschwäche (Dyskalkulie) oder Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) werden in der Regel während der Grundschulzeit festgestellt. Meist erkennen Lehrkräfte frühzeitig erste Anzeichen. Vermuten Eltern Lernschwierigkeiten bei ihrem Kind, können sie sich mit ihren Sorgen vertrauensvoll an die Klassenleitung ihres Kindes wenden. Sie kann das Kind dann in seinen Lernfortschritten intensiver beobachten und beurteilen, ob es besonders gefördert werden sollte.

Individuelle Förderung und Ausgleich von Nachteilen

Schulkinder mit Lernschwierigkeiten haben Anspruch auf Förderung. Die Lehrkraft erstellt einen auf das Kind individuell zugeschnittenen Förderplan. Im Förderunterricht erhält es dann zusätzliche Lernzeit. Bei Klassenarbeiten dürfen Kinder mit Förderbedarf zusätzliche Hilfsmittel nutzen oder haben mehr Zeit, die Aufgaben zu bearbeiten. So werden Nachteile ausgeglichen, die die Kinder durch ihre Lernschwierigkeiten haben. In vielen Fällen haben sie auch Anspruch auf sogenannten Notenschutz: Beispielsweise wirkt sich bei Schülerinnen und Schülern mit Lese-Rechtschreibschwäche die Anzahl der Rechtschreibfehler nicht negativ auf ihre Note aus.

Weitere Infos und Anlaufstellen

Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können sich beim Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungs- und Unterstützungszentrum (SIBUZ) zu Lernschwierigkeiten und Möglichkeiten einer Förderung beraten lassen. Die Berliner Legasthenie-Zentren bieten ebenfalls Beratung, Diagnostik und verschiedene Therapiemöglichkeiten bei Lernschwierigkeiten an. Weiterführende Informationen zu Rechenschwäche bzw. Lese-Rechtschreibschwäche finden sich auf den Internetseiten zu Lernschwierigkeiten auf berlin.de sowie in den Info-Flyern der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF).