Beratung für Eltern behinderter Kinder

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Für Eltern behinderter Kinder gibt es verschiedene Hilfs- und Beratungsstellen. Dort erfahren sie, welche Möglichkeiten der Förderung es für ihr Kind gibt, und wie sie für sich selbst Entlastung schaffen können.

Wichtige Anlaufstellen

Die Sozialpädagogischen Dienste der Jugendämter sind die ersten Anlaufstellen für Eltern behinderter Kinder. Dort finden sie Beratung und Hilfe und erhalten alle notwendigen Informationen über weitere Spezialberatungsstellen, Betreuungsangebote, medizinisch-therapeutische Versorgungseinrichtungen sowie Möglichkeiten der Eingliederungs- und Erziehungshilfe.

Auch im Gesundheitsamt des Wohnbezirks erhalten Eltern von Kindern mit Behinderungen Beratung und Unterstützung. Weitere Anlaufstellen sind die Berliner Erziehungs- und Familienberatungsstellen, die Behindertenhilfe des zuständigen Bezirks und die Pflegestützpunkte.

Bei der Suche nach einer geeigneten stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung kann die Internetplattform „Pflegelotse“ des Verbands der Ersatzkassen (VDEK) genutzt werden.

Versorgung und Förderung

Sozialpädiatrische Zentren an Krankenhäusern sowie die 16 Kinder- und Jugendambulanzen / Sozialpädiatrischen Zentren (KJA/SPZ) in Berlin sind ambulante Einrichtungen zur medizinisch-therapeutischen und heilpädagogisch-psychologischen Versorgung von Kindern mit Behinderungen, chronischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen. Die Adressen und Standorte sind auf der Internetseite der Koordinationsstelle der Kinder- und Jugendambulanzen (KJA/SPZ) zu finden.

Pädagogische und therapeutische Hilfen

Zusätzlich zu den in Kindertageseinrichtungen und Schulen durchgeführten Förderungen stehen Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Rahmen der sogenannten Eingliederungshilfe weitere ambulante Hilfen zur Verfügung. Alle Hilfen schließen eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern ein. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter im Jugendamt prüfen im gemeinsamen Gespräch mit den Eltern und den jungen Menschen den jeweiligen individuellen Bedarf.

Die Gewährung einer Hilfe bzw. ihre Verlängerung ist immer an eine sogenannte Hilfeplanung gebunden, bei der alle Beteiligten zusammenwirken und weitere zuständige Fachkräfte (z.B. Schulpsychologinnen und -psychologen) einbezogen werden. Familien können auch zusätzliche ambulante oder teilstationäre pädagogische oder therapeutische Hilfen zur Erziehung erhalten, wenn sie bei der erziehungs- und behinderungsspezifischen Betreuung ihres Kindes Hilfe benötigen.

Weitere Informations- und Beratungsmöglichkeiten

Auf den Internetseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und verschiedener Vereine, wie beispielsweise auf der Internetseite „familienratgeber.de“ des Aktion Mensch e. V., sind weitere Informationsangebote zu finden. Die Internetseite "eltern-beraten-eltern.de" informiert, berät und vernetzt Eltern von Kindern mit und ohne Behinderung. Zudem gibt es je nach Behinderung oder Entwicklungsstörung des Kindes häufig auch ganz spezielle Beratungsstellen, an die sich Eltern wenden können. 

Auch der Verein "Kinder Pflege Netzwerk e.V." ist für Familien mit versorgungs- oder betreuungsintensiven Kindern eine nützliche Anlaufstelle. Sie stellen eine der vielen Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungs-Stellen (EUTB) für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema in unseren Ratgebern

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