Schwangerschaftskonflikt: Gute Beratung für Schwangere in Berlin

Eine junge Frau mit langen Haaren sitzt auf einem Bett, sie blickt auf einen Schwangerschaftstest, den sie in ihrer Hand hält

Unerwartet oder ungewollt schwanger? In bestimmten Lebenssituationen kann eine Schwangerschaft eine schwere Krise bedeuten und kann für die Frau – und auch für die Partnerin oder den Partner – zunächst ein Schock sein: Wie geht es jetzt weiter? In diesen Fällen bietet eine Schwangerschaftskonfliktberatung Hilfe und Unterstützung, um einen für Sie oder die Betroffenen passenden Weg zu finden. Hier finden Sie weitere Informationen und nützliche Links am Ende der Seite.

 

Keine Sorge, Ihnen wird geholfen: Schwangerenberatung

In einer Beratungsstelle kann die Schwangere ihre Sorgen und Ängste ausführlich besprechen. In der Beratung wird sie über alle möglichen Unterstützungsangebote informiert. Die Frau kann sich zu Themen wie Mutterschutz und Elternzeit, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder über die besondere Situation von Alleinerziehenden aufklären lassen. Auch können Optionen wie eine vertrauliche Geburt, das Kind in Pflege zu geben oder eine Freigabe zur Adoption erörtert werden. Schwangere können sich mit allen sozialen Fragen auch an das Jugendamt ihres Wohnbezirks, insbesondere an den Sozialpädagogischen Dienst oder die kommunalen und freien Erziehungs- und Familienberatungsstellen wenden. 

Staatlich anerkannte Beratungsstellen in Berlin

Wer trifft bei einem Schwangerschaftskonflikt die Entscheidung?

  • Nicht nur die schwangere Frau, sondern auch die Partnerin oder der Partner kann durch eine ungeplante Schwangerschaft in einen Konflikt geraten. Auch sie oder er kann sich beraten lassen – gemeinsam mit der Schwangeren oder im Einzelgespräch.
  • Die Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch liegt allein bei der Schwangeren. Eine ärztliche Feststellung der Notwendigkeit eines Schwangerschaftsabbruchs ist nicht nötig. 
  • Frauen dürfen in ihrer Entscheidungsfindung von niemandem unter Druck gesetzt werden. Drängt der Kindsvater oder eine andere Person die Frau gegen ihren Willen zu einer Freigabe zur Adoption oder zu einem Schwangerschaftsabbruch, machen sie sich strafbar.

Vor einem Schwangerschaftsabbruch: beraten lassen!

Zieht die Frau einen Schwangerschaftsabbruch in Betracht, ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung verpflichtend. Über Methoden und Risiken eines Abbruchs wird die Schwangere dort ebenfalls informiert. Wenn Sie die Schwangerschaft selbst abbrechen, können Sie keine Beratung in Anspruch nehmen. Sie sollten sich in jedem Fall beraten lassen, auch wenn Sie sich in einer verzweifelten Situation befinden.

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und kann anonym durchgeführt werden. Sie umfasst ein Gespräch über die Gründe, warum eine Elternschaft nicht in Frage kommt: zum Beispiel emotionale oder partnerschaftliche Konflikte. Auch wird die Frau oder gegebenenfalls das Paar über Ablauf und Kosten eines operativen oder medikamentösen Eingriffs aufgeklärt. Gesetzlich festgelegt ist, dass zwischen der Beratung und der Abtreibung mindestens drei Tage vergehen müssen, um eine Bedenkzeit zu ermöglichen.

Hintergrund Schwangerschaftsabbruch: § 218 des Strafgesetzbuch

Wenn die Schwangerschaft das Wohl der Mutter gefährdet oder auf eine Vergewaltigung zurückgeht, ist ein Abbruch erlaubt. Ansonsten ist ein Schwangerschaftsabbruch nach Paragraph 218 Strafgesetzbuch nur straffrei, wenn sich die Frau zuvor in einer Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle beraten lässt. Eine Abtreibung muss innerhalb der ersten zwölf Wochen stattfinden. Die notwendige Bescheinigung über die erfolgte Beratung dürfen nur staatlich anerkannte Stellen ausstellen. 


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