Lohnungleichheit

Münzen und Geldscheine liegen auf einer Gehaltsabrechnung
Lohnabrechung, auf der Kleingeld und ein Geldschein liegen Bild: benjaminnolte / Fotolia.com

Tag der Lohnungleichheit – Equal Pay Day

Rote Tasche
Bild: Landesarbeitsgemeinschaft der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Frauen verdienen in Deutschland bei gleicher Qualifikation und gleicher geleisteter Arbeit weniger als Männer. Laut statischem Bundesamt liegt der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern aktuell bei rund 22 Prozent. Dies wiederspricht nicht nur dem Grundsatz nach dem Gleichstellungsprinzip, sondern ist auch mit weitreichenden Folgen verbunden.
Der Aktionstag macht auf den prozentualen Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern (Gender Pay Gap) aufmerksam. Frauen müssen also in vergleichbaren Jobs fast drei Monate länger arbeiten, um rein rechnerisch genauso viel Geld verdient zu haben wie Männer bereits am Ende des Vorjahres.
Deutschland liegt in der europäischen Union weit abgeschlagen auf dem drittletzten Platz!!!

Rote Taschen und rote Geldbörsen sind zum Symbol für diesen Tag geworden, um das Minus von 22 Prozent in den Taschen der Frauen symbolisch aufzeigen.

Die Berliner Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten engagieren sich seit Jahren gegen die Lohnungerechtigkeit und arbeiten eng mit der Bundes-und Landesebene sowie Vereinigungen wie z.B. Business Professional Women zusammen.

Red Dinner am 17. März 2017 in der Mall of Berlin

Equal Pay Day am 18. März 2017
Equal Pay Day 2017 Bild: Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte der Berliner Bezirke

Die Berliner Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten der Berliner Bezirke veranstalten anlässlich des diesjährigen Equal Pay Days ein Red Dinner am 17. März 2017 und laden herzlich dazu ein.
Das Red Dinner findet in der Mall of Berlin von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr statt.
Wir erwarten die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kolat, die Präsidentin vom Buisiness and Professional Women Germany e.V.., Uta Zech, die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Bundes-agentur und der Jobcenter, Verdi, Frauen- und Mädcheneinrichtungen aus den Bezirken, das Forum Männer und weitere Personen und Projekte.

Ein Rahmenprogramm sorgt für Information und Unterhaltung. Das Centre Talma wird mit der Tanzperformance „One Billion Rising“ auftreten und zum Mittanzen motivieren, Improvisationstheater findet statt, über das Thema Minijobs wird eine Ausstellung gezeigt sowie die Armutskampagne von der Bundesarbeits-gemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten präsentiert.

Einladung zum Red Dinner

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Grußwort der Staatssekretärin Barbara König zum Red Dinner 2017

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Endlich partnerschaftlich durchstarten- Lohnlücken schließen!

So lautet der Slogan zu 10 Jahre Equal Pay in Deutschland. Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Die Lohnlücke zu schließen, ist ein langer Weg, der nur gemeinsam beschritten werden kann. Jetzt müssen Frauen und Männer, Unternehmen, Politik und Sozialpartner gemeinsam die Ursachen angehen.
Die Berliner Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten sind weiterhin Partnerinnen und machen deutlich, wo nach wie vor die Ursachen (Black Box) der Lohnungleichheit liegen und fordern deshalb:

Wöchentliche Leitsätze zum EPD 2017

  • 10 Jahre Equal Pay Day und noch 10 Wochen ohne Lohn, bis Frauen in Deutschland das gleiche verdienen wie Männer, ist das gerecht?
  • Gleichberechtigung und faire Löhne bringen Vorteile für Frauen, Männer und Wirtschaft. Doch noch immer fehlen Frauen in bestimmten Berufen, Branchen, auf den höheren Stufen der Karriereleiter und noch immer ist es in Deutschland schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren.
  • Die Lohndifferenz liegt laut Statistischem Bundesamt aktuell bei 21 Prozent in Deutschland. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage an denen Frauen nichts verdienen, also vom 1. Januar bis 18. März arbeiten sie umsonst!
  • Nur in Estland (28,3%) und Österreich (22,9 %) ist die Lohnlücke noch größer. In den nach Deutschland größten EU-Staaten Frankreich (15,3 Prozent), Großbritannien (18,3), Spanien (18,8) und Polen (7,7) fällt die Lohnlücke dagegen deutlich geringer aus.
  • Was ist meine Arbeit wert? Wie wird der Wert der Arbeit bestimmt, durch Geld, durch Anerkennung oder Freude? In Deutschland wird die schwere Arbeit einer Krankenpflegerin schlechter bezahlt, als die eines Bauhandwerkers.
  • Für 380 Berufe und Tätigkeiten schafft der Lohnspiegel Transparenz bei Löhnen und Gehältern. Schauen Sie nach unter www.lohnspiegel.de und vergleichen, wie es bei ihrer Tätigkeit aussieht.
  • Beschäftigungsverhältnisse wie Teilzeit, befristete Jobs oder Zeitarbeit sind zu 85 Prozent von Frauen besetzt, auch drei Viertel aller Minijobs werden von Frauen ausgeübt.
  • Eene meene Muh und raus bist du!!!
  • Mädchen verfügen über sehr gute Schul- und Uniabschlüsse und was dann? Zurück an den Herd, ins Abseits…..
  • Minijobs und Teilzeitarbeit wegen Kindererziehung und Pflege von Angehörigen führen in die Altersarmut und diese ist vernehmlich weiblich. Frauen bekommen statistisch gesehen 60 Prozent weniger Rente als Männer. Mit weniger als 650 € Rente müssen 63 Prozent der Frauen auskommen, das reicht nicht einmal für einmal für n´ Appel und n´ Ei!
  • Über Geld spricht man nicht, wissen Sie, was ihr Partner*_in monatlich verdient? Haben Sie schon einmal versucht, bei ihrem Arbeitgeber Auskunftsansprüche geltend zu machen? Hier hilft nur ein Gesetz, was durch Transparenz zu mehr Gerechtigkeit führt und vom Kabinett aktuell verabschiedet wurde.
  • Nein heißt Nein – Auch bei der Lohndiskriminierung von Frauen.

Newsletter der Geschäftsstelle Forum Equal Pay Day 2016

Newsletter EPD Nummer 1

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Die Rabattaktion eine Berliner Aktion zum Equal Pay Day

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten sprechen Geschäfte und Unternehmen an, die Frauen am Equal Pay Day auf eines ihrer Produkte 22 Prozent Rabatt gewähren. Vor vier Jahren sind wir an den Start gegangen und freuen uns über das zunehmende Engagement. Auf einer Internetseite werden alle Beteiligten aufgeführt, die sich an der Aktion beteiligen.

Spots zum Equal Pay Day

Der Spot entstand in enger Kooperation der Senatsverwaltung für Frauen, der Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten und den Business and Professionell Women (BPW) Germany.

Extablatt 2014

Hier finden Sie das Extrablatt zum Equal Pay Day 2014, das von der LAG herausgegeben wurde.

PDF-Dokument (1.0 MB)

Skandalblatt 2013

Hier finden Sie das Skandalblatt zum Equal Pay Day, dass 2013 erschienen ist.

PDF-Dokument (4.1 MB)

Kampagne gegen Frauenarmut

Armutskampagne 2016
Bild: BAG

Mit einer bundesweiten Kampagne /wird auf die erschreckend hohe Zahl von Armut bei Frauen hinweisen. Betroffen sind Frauen alle Generationen, besonders häufig trifft es Alleinerziehende und Rentnerinnen. Beim Taschengeld fängt es schon an – bei der Rente hört es auf! Typische Frauenberufe, wie Erzieherin, Friseurin, Altenpflegerin, Arzthelferin, etc., sind im Vergleich schlecht bezahlt. Und trotzdem sind sie bei jungen Frauen immer noch sehr beliebt. Der Grundstein für eine geringe Rente ist damit schon gelegt. Aber auch beim Gehalt gibt es große Unterschiede: statistisch gesehen sind es 22 Prozent, die Frauen im Durchschnitt weniger verdienen als Männer.
Während Männer Karriere machen, betreuen viele Frauen die Kinder zu Hause und arbeiten jahrelang in Teilzeit (45 Prozent der erwerbstätigen Frauen arbeitet in Teilzeit, bei den Männern sind es 9,8 Prozent). Die Aussicht auf eine existenzsichernde Rente sinkt für diese Frauen weiter. Wird dann noch ein/e Familienangehörige/r krank und wird zu Hause gepflegt, sind es oftmals wieder Frauen, die (teilweise) aus dem Beruf aussteigen und diese Aufgabe übernehmen.

Statistisch gesehen erhalten Frauen 60 Prozent weniger Rente als Männer. 63 Prozent der Frauen bekommen weniger als 650€ Rente. Unter den Bezieher/innen von Hartz IV ist die Gruppe der alleinerziehenden Mütter besonders groß.

Mit der Kampagne, die gemeinsam mit Studierenden der Design-Akademie Berlin umgesetzt wird, soll auf das Problem Frauenarmut hinweisen werden.