Nachsorgender Bodenschutz

Worum geht es?

Baggerarbeiten
Bild: Michal Zacharzewski

Unter nachsorgendem Bodenschutz werden Maßnahmen verstanden, die einen belasteten Boden sanieren. Da es sich oft um Belastungen aus früheren Nutzungen handelt, spricht man verallgemeinernd auch von “Altlastensanierung”.

Im Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) wird begrifflich unterschieden zwischen schädlichen Bodenveränderungen – als Oberbegriff für Beeinträchtigung der Bodenfunktionen – und Altlasten. Altlasten sind danach stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen) und Grundstücke stillgelegter Anlagen und sonstige Grundstücke, auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist (Altstandorte), durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden.

Unter Sanierung versteht man zum einen Maßnahmen um Schadstoffe aus dem Boden wieder zu entfernen (Dekontaminationsmaßnahmen); dadurch wird es dem Boden ermöglicht, seine natürlichen, biologischen und chemischen Vorgänge und Funktionen wieder zu gewinnen. Zum anderen Maßnahmen zur Verhinderung der Schadstoffausbreitung (Sicherungsmaßnahmen).

Erfolgreiche Sanierung stellt die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser sicher und gewährleistet eine dauerhafte Verfügbarkeit der Fläche zur Nutzung für Gewerbe, Industrie, Wohnungsbau oder Naherholungsraum. Somit tragen die Maßnahmen der Altlastensanierung auch zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz informiert zu nachsorgendem Bodenschutz.

Außerdem finden Sie Beispiele für Sanierungsprojekte für Sanierungsverfahren in Berlin.

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