Inhaltsspalte

Abstands- und Hygieneregeln

16.01.2021

Abstand und Hygiene 2:1
Bild: dpa

Während der Corona-Pandemie gelten für Bürger:innen und Unternehmen grundsätzliche Pflichten zur Verringerung der Infektionsrate durch das Coronavirus. Diese beinhalten unter anderen die Wahrung des Mindestabstandes zu haushaltsfremden Personen, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten Situationen sowie die Erstellung stringenter Hygienekonzepte zur Gewährleistung des Infektionsschutzes.

Abstandsregeln

Bürger:innen müssen sich an einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, halten. Dies gilt verstärkt für Personen, die typische Covid-19-Symptome aufweisen. Ausnahmen gelten für Ehe- und Lebenspartner:innen sowie für Kinder, für welche eine Sorge- oder Umgangsrecht besteht. Sofern eine Ausnahme vor der Mindestabstandsregel in einem Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung vorgesehen ist und zudem anderweitige Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion getroffen wurden, ist die Unterschreitung des Mindestabstandes zulässig. Auch bei der Erbringung erlaubter körpernaher Dienstleistungen und in der Kindertagesförderung kann der Mindestabstand – sofern notwendig – unterschritten werden. Selbiges gilt im öffentlichen Nahverkehr.

Kontaktbegrenzungen im öffentlichen und privaten Raum

Im öffentlichen Raum und privaten Raum gelten bis zum Ablauf des 31. Januar 2021 strenge Kontaktbeschränkungen. Die eigene Bleibe darf nur aus wichtigen Gründen verlassen werden – etwa zum Einkaufen, zur sportlichen Betätigung oder zur Berufsausübung. Der Aufenthalt im öffentlichen und privaten Raum ist nur allein, mit Ehe- und Lebenspartner:innen, mit Personen, für die ein Sorge- und Umgangsrecht besteht, mit Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren Person gestattet. Bei Alleinerziehenden werden Kinder bis zwölf Jahren nicht mitgezählt. Ausnahmen von diesen Kontaktbeschränkungen gelten in folgenden Fällen:

  • Für die Durchführung von pädagogisch begleiteten Außenaktivitäten von Schulen, Kitas oder im Rahmen privat organisierter Kinderbetreuung oder Jugendhilfe.
  • Für Vertreter:innen der Presse und Medien, sofern der Aufenthalt im öffentlichen Raum der Berichterstattung dient.
  • Bei der Benutzung des öffentlichen Personalverkehrs sowie in Fahrzeugen.
  • Bei der Ausübung beruflicher, mandatsbezogener oder ehrenamtlicher Tätigkeiten.
  • Für wohnungslose Menschen, sofern die zulässige Personenobergrenze von zehn Personen nicht überschritten wird.
  • Bei Beerdigungen und dazugehörigen Feierlichkeiten dürfen in Außenbereichen bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumen bis zu 20 Personen zusammenkommen. Die für die Durchführung der Beisetzung und der zugehörigen Feierlichkeiten erforderlichen Personen werden nicht mit einberechnet.

Weiterhin sind alle Berliner:innen dringend dazu angehalten, physische soziale Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren, Gruppenbildungen zu vermeiden und auf Reisen zu verzichten.

Eingeschränkter Bewegungsradius

Ab einer berlinweiten 7-Tage-Inzidenz von über 200 dürfen Berliner:innen das Stadtgebiet der Hauptstadt nur noch in einem Radius von 15 Kilometern ab Stadtgrenze verlassen. Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, viele Personen sich pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb der letzten sieben Tage mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die jeweils aktuelle 7-Tage-Inzidenz wird in dem Corona-Lagebericht veröffentlicht. Die sogenannte 15-Kilometer-Regel wird bundesweit umgesetzt. Ziel der Maßnahme ist es, die Verbreitung des Coronavirus aus Hotspots heraus zu vermeiden.

Sobald die berlinweite 7-Tage-Inzidenz für sieben Tage in Folge unter dem Wert von 200 bleibt, gilt die 15-Kilometer-Regel nicht. Die Senatsverwaltung für Gesundheit weist öffentlich auf das Bestehen des eingeschränkten Bewegungsradius hin.

Ausnahmen von der 15-Kilometer-Regel

In einigen Fällen ist es Berliner:innen gestattet, das Landesgebiet trotz hoher Inzidenzzahlen über den festgelegten 15-Kilometer-Radius hinaus zu verlassen. Es gelten Ausnahmen für die Berufsausübung, die Inanspruchnahme notwendiger medizinischer Behandlungen, den Besuch von Schulen, Pflege- und Betreuungseinrichtungen, die Begleitung und Betreuung von Personen, die Unterstützung brauchen oder den Besuch von eigenen, gemieteten oder gepachteten Grundstücken. Unter Umständen gelten jedoch in anderen Bundesländern Quarantänebestimmungen für Besucher:innen aus Coronavirus-Hotspots.

Mund-Nasen-Schutz

Laut Virologen kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die Verbreitung des Coronavirus verlangsamen, indem Maskenträger:innen andere Personen vor einer möglichen Infektion schützen. Besonders effektiv sind FFP2-Masken ohne Ventil, welche nicht nur Personen in der Nähe, sondern ebenfalls die Träger:innen selbst schützen können. Das Tragen eines solchen Schutzes entbindet jedoch keinesfalls vor dem allgemeinen Abstandsgebot.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend:

  • In Supermärkten und Geschäften
  • Auf Märkten, auf Parkplätzen, in Warteschlangen sowie auf Gehwegen vor Gebäuden mit Einzelhandelsgeschäften oder Dienstleistungs- bzw. Handwerksbetrieben.
  • In belebten Straßen – etwa der Bergmannstraße und dem Kurfürstendamm – sowie auf bestimmten belebten Plätzen. Zur Übersicht aller Orte mit Maskenpflicht. Diese Maskenpflicht gilt nicht für Radfahrende.
  • In allen beruflichen und weiterführenden Schulen auf dem gesamten Schulgelände
  • In allen weiteren Schulen außerhalb des Unterrichtes und der außerunterrichtlichen sowie ergänzenden Förderung und Betreuung. Ab Jahrgangsstufe 5 gilt die Pflicht ebenfalls während des Unterrichtes.
  • In Büro- und Verwaltungsgebäuden von Mitarbeiter:innen und Besucher:innen, wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Die Pflicht gilt nicht für Beschäftigte, wenn diese sich an ihrem festen Platz aufhalten.
  • In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren
  • In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen
  • Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals
  • In Gewerbebetrieben
  • In Gaststätten
  • In Arztpraxen
  • In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
  • In Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen zur gewerblichen Personenbeförderung (ausgenommen die Fahrer:innen selbst)
  • In Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)
  • In Aufzügen
  • Bei Demonstrationen mit mehr als 20 Teilnehmenden

Darüber hinaus ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an allen Orten im öffentlichen Raum dringend empfohlen, an welchen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Ausnahmen können greifen, sofern diese in dem Hygienerahmenkonzept der jeweils zuständigen Senatsverwaltung vorgesehen sind.

Die Mund-Nasen-Bedeckung muss so getragen werden, dass Mund und Nase vollständig bedeckt sind und der Ausstoß von Aerosolen und Tröpfchen verhindert wird. Weiterhin ist bei der Beschaffenheit des Materials darauf zu achten, dass dieses die Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen verhindern.

Die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung gilt nicht für Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr, für Personen, die aufgrund einer ärztlich bescheinigten gesundheitlichen Einschränkung keinen entsprechenden Schutz tragen können, für gehörlose und schwerhörige Menschen sowie für Personen, die durch eine anderweitige Vorrichtung den Ausstoß von Tröpfchenpartikeln und Aerosolen verhindern.

Alkoholverbot

Im öffentlichen Raum im Freien ist der Verzehr von Alkohol bis zum Ablauf des 31. Januar 2021 verboten.

Pflicht zu Erstellung von Hygienekonzepten

Um sicherzustellen, dass die geltenden Abstands- und Hygieneregeln bei Veranstaltungen und in Betrieben eingehalten werden, sind die Verantwortlichen für Veranstaltungen und in Betrieben und Einrichtungen dazu verpflichtet, ein auf die individuellen Gegebenheiten abgestimmtes Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen. Auf Verlangen ist dieses Konzept den zuständigen Behörden auszuhändigen. Verstöße können ein Bußgeld nach sich ziehen.

Insbesondere folgende Punkte sind in den Hygienekonzepten zu berücksichtigen:

  • Mindestabstand: Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kund:innen und Besucher:innen. Dieses Gebot ist durchzusetzen. Sofern ein Hygienerahmenkonzept der zuständigen Senatsverwaltung ausnahmsweise die Unterschreitung des Mindestabstandes zulässt und zudem weitere Maßnahmen zur Infektionsvermeidung getroffen werden, kann der Mindestabstand in nicht vermeidbaren Fällen unterschritten werden.
  • Begrenzung der Personenanzahl: Die Personenanzahl ist derart zu begrenzen, dass die Besucher:innen von Verkaufsstellen den Mindestabstand zueinander einhalten können. Es gilt hierbei, den Richtwert von 10 qm pro Besucher:in einzuhalten.
  • Vermeidung von Warteschlangen und Ansammlungen: Hierfür ist ein entsprechendes Konzept zu erstellen und umzusetzen.
  • Belüftung: Innenräume müssen eine ausreichende Belüftung vorweisen.
  • Aushänge: Die getroffenen Hygienemaßnahmen und die geltenden Vorschriften sind über Aushänge gut sichtbar für die Kund:innen und Besucher:innen anzubringen.

Darüber hinausgehende Vorgaben und Präzisierungen können von den zuständigen Senatsverwaltungen in Absprache mit der Senatsverwaltung für Gesundheit in bereichsspezifischen Hygienerahmenkonzepten bestimmt werden.

Übersicht der Hygienerahmenkonzepte

Anwesenheitsdokumentation

Über die Erstellung von Hygienekonzepten hinaus besteht für die Verantwortlichen für Veranstaltungen, Kantinen, Hotels, Dienstleistungsgewerbe im Bereich der körpernahen Dienstleistungen, Hochschulen und den Sportbetrieb in gedeckten Sportanlagen die Verpflichtung, eine Anwesenheitsdokumentation der Besucher:innen und Kund:innen zu erstellen. Die Dokumentation muss die vollständigen Namen, Telefonnummern sowie Adressen oder E-Mail-Adressen und den Bezirk oder die Gemeinde des Wohnortes aller Teilnehmenden festhalten sowie ggf. Tisch- oder Zimmernummer. Im Falle einer Infektion kann das Gesundheitsamt mithilfe der Liste alle potentiellen Kontaktpersonen schnell informieren. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden. Gäste und Besucher:innen sind dazu verpflichtet, bei der Anwesenheitsdokumentation vollständig wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld.

Übersicht der Anwendungsempfehlungen für Betriebe

Diese Bestimmungen gehen auf Teil 1 der Verordnung zur Neufassung der Berliner Vorschriften zum Schutz vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zurück.

Orte, Plätze und Straßen mit Maskenpflicht

Im öffentlichen Raum im Freien an Orten, an denen der Mindestabstand in der Regel nicht eingehalten werden kann, insbesondere in Einkaufsstraßen und anderen belebten Straßen und Plätzen, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Darüber hinaus gilt in den folgenden Bereichen die Maskenpflicht. Bitte zoomen und bewegen, um alle betroffenen Bereiche zu sehen. Unterhalb der Karte finden Sie eine Auflistung der Bereiche.

Es folgt eine Kartendarstellung.zur Liste mit den enthaltenen Adressen unter der Karte springen

MAP loading ...
Stadtplan Berlin.de

Ende der Karte.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke

Link zu: Quarantäne-Regelungen der Bezirke
Bild: dpa

Zu den Allgemeinverfügungen der Berliner Bezirke Weitere Informationen

Weitere Maßnahmen

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Berlin

Link zu: Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen im Bereich des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in Verbindung mit der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Berlin
Bild: dpa

16.01.2021
Ziel ist es, den Ordnungsbehörden einen Orientierungsrahmen bei der Bemessung des Bußgelds für Verstöße im Einzelfall an die Hand zu geben. Dabei sind die Bußgelder in Form von Rahmen angegeben. Weitere Informationen

Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten

Link zu: Einreisen: Häusliche Quarantäne, Melde- und Testpflichten
Bild: dpa

16.01.2021
Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor ihrer Einreise in einem ausländischen Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten. Weitere Informationen

Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen

Link zu: Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen
Bild: dpa

16.01.2021
Gaststätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Das Anbieten von Speisen und Getränken zur Abholung und zur Lieferung bleibt jedoch gestattet. Weitere Informationen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Link zu: Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
Bild: dpa

14.01.2021
Kranke und ältere Menschen unterliegen einem besonderen Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Die Besuchsrechte in Kliniken und Krankenhäusern sind daher deutlich eingeschränkt. Weitere Informationen

Orientierungshilfe für Gewerbe

Link zu: Orientierungshilfe für Gewerbe
Bild: dpa

13.01.2021
Anwendungsempfehlungen und Auflagen für Geschäftsangebote nach der jeweils aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Weitere Informationen

Quarantäne-Regelungen der Bezirke

Link zu: Quarantäne-Regelungen der Bezirke
Bild: dpa

Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, Kontakt zu nachweislich Infizierten hatten oder typische Covid-19-Symptome zeigen, müssen sich in Selbstisolation bzw. Quarantäne begeben. Weitere Informationen

SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Link zu: SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung
Bild: ligorosi - Depositphotos

Schulen und Kitas

Link zu: Schulen und Kitas
Bild: dpa

14.01.2021
Der Präsenzunterricht in Schulen und Volkshochschulen findet bis zum Ablauf des 25. Januar 2021 nicht statt. Es wird schulisch angeleitetes Lernen zu Hause angeboten. Prüfungen und Klausuren dürfen stattfinden. Weitere Informationen

Sexuelle Dienstleistungen

Link zu: Sexuelle Dienstleistungen
Bild: dpa

02.11.2020
Sexuelle Dienstleistungen mit Körperkontakt und Prostitutionsveranstaltungen im Sinne des Prostituiertenschutzgesetzes sind nicht erlaubt. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze

Link zu: Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze
Bild: dpa

16.01.2021
Die Sportausübung und der Sportbetrieb sind nur eingeschränkt möglich. Fitnessstudios, Tanzstudios und ähnliche Einrichtungen müssen bis zum Ablauf des 31. Januar 2021 geschlossen bleiben. Weitere Informationen

Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

Link zu: Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben
Bild: dpa

10.01.2021
In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen und Versammlungen vorerst nur in sehr begrenztem Maße stattfinden. Weitere Informationen