Studienvorbereitung

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Bild: Michael Köppe

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Musik als Beruf?
Vorbereitung an der Musikschule im Rahmen der Studienvorbereitenden Ausbildung (SVA)

In den letzten Jahren sind die Anforderungen in den Aufnahmeprüfungen der Universitäten und Hochschulen in allen Bereichen erheblich gestiegen. Diametral entgegengesetzt verschlechterte sich außerhalb der Leistungskurse das Angebot von Musikunterricht in den allgemeinbildenden Schulen. Diesem Missstand entgegen zu wirken, ist eine der zahlreichen Aufgaben der bezirklichen Musikschulen.

In der studienvorbereitenden Ausbildung, die in Charlottenburg-Wilmersdorf in aller Regel nicht vor dem 17. Lebensjahr beginnt und mit dem 22. Lebensjahr endet, findet eine intensive, zielgerichtete Vorbereitung zu einem erfolgreichen Absolvieren an einer Universität oder Hochschule für Lehramt, Konzertfach und Tonmeister, jedoch nicht für Dirigieren, Musiktherapie, Musical und Popmusik statt. Die Vorbereitung ist spezialisiert auf die Bereiche Klassik und Jazz.
Für Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 16 Jahren besteht nach Absolvieren einer Zugangsprüfung die Möglichkeit der Begabtenförderung, die eine Entgeltermäßigung von bis zu 50 % mit sich bringt.

Die Musikschule gewährt im Rahmen dieser vorbereitenden Ausbildung in Haupt- und Nebenfächern eine Entgeltermäßigung von 66 %. Der Theorie- und Gehörbildungsunterricht findet im Gegensatz zum Haupt- und Nebenfachunterricht in Kleingruppen statt.
Um einen kontinuierlichen Unterricht bis zum Beginn des Studiums zu gewährleisten, wird die Studienvorbereitung nicht bereits mit dem Resultat einer erfolgreichen Aufnahmeprüfung beendet, sondern ab Wintersemester 2010/11 mit den vertraglich festgelegten Kündigungsterminen und –modalitäten.

Nun stellen sich zahlreiche Fragen:
Was muss ich bereits können? Wie komme ich in die studienvorbereitende Ausbildung? Wie werde ich zielorientiert gefördert?

Diese regelmäßig wiederkehrende Fragen sollen hier beantwortet und der Ablauf einer Studienvorbereitung dargestellt werden.

Um in die Studienvorbereitung aufgenommen werden, bedarf es zuerst eines schriftlichen, formlosen Antrags, dem zu entnehmen ist, zu welchem Zeitpunkt welches Studium, falls bekannt, auch an welcher Hochschule angestrebt werden soll. Ein kurzer biografischer Hinweis ist dem beizufügen.

Innerhalb von circa fünf Wochen nach Eingang der Bewerbung wird ein Vortragstermin eingerichtet, zu dem zwei Werke unterschiedlichen Charakters der Prüfungskommission, bestehend aus der zuständigen Fachgruppen- und Schulleitung, vorgetragen werden sollen. Der Schwierigkeitsgrad der Stücke sollte dem des angestrebten Studiums entsprechen. Die später zu belegenden Nebenfächer werden hierbei nur rudimentär abgefragt und sind nicht prüfungsrelevant.
Der Vortragstermin findet aus organisatorischen Gründen vormittags statt. Das Einladungsschreiben der Musikschule wird in der Regel von der allgemein bildenden Schule als Befreiungsgrund vom Unterricht akzeptiert.

Nach erfolgreicher Prüfung und einem Beratungsgespräch wird der Umfang der Unterrichtseinheiten (meist 60 Minuten pro Fach) und die Zuweisung zu spezialisierten Lehrkräften festgelegt. Der Unterricht beginnt mit dem folgenden Monat in Haupt- und Nebenfächern. Die Teilnahme in entsprechenden Orchestern oder Bands ist obligatorisch, im Jazzbereich darüber hinaus auch der Besuch des Seminars “Jazzgeschichte“.

Halbjährlich sind in den Monaten Januar und September Zwischenprüfungen in sämtlichen belegten Fächern erfolgreich zu absolvieren. Es sollen hierbei die erwarteten Fortschritte öffentlich präsentiert werden. Bei mangelhafter Leistung kann das Angebot der Studienvorbereitung nicht aufrechterhalten werden.

Nach zwei Jahren endet in der Regel die Entgeltermäßigung im Rahmen der Studienvorbereitung. Zu diesem Zeitpunkt kann dann auch meist das Studium an einer Hochschule aufgenommen werden.

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