Begabtenförderung berufliche Bildung

Weiterbildungsstipendium

Seit 1991 unterstützt die Bundesregierung mit dem Förderprogramm „Weiterbildungsstipendium“ gezielt begabte junge Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung bei ihrer berufsfachlichen und fachübergreifenden Weiterqualifizierung. Durchgeführt wird es von den zuständigen Stellen für die Berufsausbildung nach dem BBiG.

Wer kann im Bereich des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin in das Programm aufgenommen werden?

Sie haben kürzlich einen Berufsabschluss erreicht und Ihr Ausbildungsverhältnis war bei der zuständigen Stelle für die Berufsbildung im Bereich des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin eingetragen (bis 2007 war das die Senatsverwaltung für Inneres und seit dem 1.1.2008 ist es die Verwaltungsakademie Berlin).

Weitere Voraussetzungen:

  • Sie haben Ihre Ausbildung mit mindestens 87 Punkten bzw. der Durchschnittsnote 1,9 oder besser bestanden oder können Ihre Qualifikation durch einen begründeten Vorschlag Ihres Arbeitgebers oder der Berufschule nachweisen (nur wenn Sie die Mindestpunktzahl-/note nicht erreicht haben).
  • Sie verfügen über keinen Hochschulabschluss.
  • Sie sind zum Aufnahmezeitpunkt jünger als 25 Jahre.

Es besteht die Möglichkeit einer Aufnahme auch nach Vollendung des 25. Lebensjahres, wenn Anrechnungszeiten wie z.B. Grundwehr- oder Zivildienst, Mutterschutz oder Elternzeit nachgewiesen werden können. Die Anrechungsfähigkeit dieser Zeiten ist auf drei Jahre begrenzt.

Die berufsbegleitende Weiterbildung setzt das Vorliegen eines Beschäftigungsverhältnisses mit einer regelmäßigen Wochenarbeitszeit von mindestens 15 Stunden voraus. Arbeitssuchende können aufgenommen werden, wenn sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und die zuständige Agentur für Arbeit dies bestätigt. Dieser Nachweis entfällt bei beruflichen Aufstiegsfortbildungsmaßnahmen, die nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig sind.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind anspruchsvolle – in der Regel berufsbegleitende – Maßnahmen, wie z.B.:

  • der Erwerb fachbezogener beruflicher Qualifikationen,
  • die Vorbereitung auf Prüfungen der beruflichen Aufstiegsfortbildung (z.B. Meister/in, Betriebswirt/in, Fachwirt/in, Fachkauffrau/Fachkaufmann, Techniker/in),
  • der Erwerb fachübergreifender und allgemeiner beruflicher oder sozialer Kompetenzen (z.B. Fremdsprachen, EDV, kommunikative Fertigkeiten, Konflikt- und Projektmanagement),
  • berufsbegleitende Studiengänge, die auf Ausbildung und Berufstätigkeit der Stipendiatin / des Stipendiaten fachlich / inhaltlich aufbauen.

Vollzeitweiterbildungsmaßnahmen sind förderfähig, wenn die/der Absolvent/in dafür beurlaubt oder freigestellt wird.

Eine bereits begonnene Weiterbildungsmaßnahme kann nur gefördert werden, wenn der zuständigen Stelle bereits vor Beginn der Maßnahme ein Antrag vorlag.

Wie hoch und wie lange wird gefördert?

Über einen Zeitraum von maximal drei Jahren können die Stipendiaten und Stipendiatinnen Zuschüsse von jährlich bis zu 2.000 € für anspruchsvolle Weiterbildungen beantragen; in drei Jahren also insgesamt bis zu 6.000 €. Die Stipendiatin/der Stipendiat trägt einen Eigenanteil in Höhe von 10 % der förderfähigen Kosten pro Maßnahme, höchstens jedoch einen Betrag von 180 € pro Förderjahr. Erstreckt sich eine Maßnahme über mehrere Förderjahre, so ist der Eigenanteil nur einmal zu erbringen.

Von Dritten gewährte Zuschüsse für dieselbe Maßnahme werden auf den Förderbetrag angerechnet. Eine Kumulation mit einer anderen Förderung für dieselben förderfähigen Kosten ist ausgeschlossen.

Wo kann man sich bewerben?

Ansprechpartner in allen Fragen der Begabtenförderung berufliche Bildung ist die Stelle, bei der das Ausbildungsverhältnis der Bewerberin / des Bewerbers eingetragen war. Die Verwaltungsakademie Berlin als zuständige Stelle für die Berufsbildung im Bereich des öffentlichen Dienstes des Landes Berlin ist eine dieser Stellen. Sie führt das Förderprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nach dessen Richtlinien durch, wählt ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten aus, berät diese, entscheidet über die Förderfähigkeit beantragter Weiterbildungsmaßnahmen und zahlt die Fördermittel aus.

Neue Stipendiatinnen und Stipendiaten nehmen wir jeweils zum 1. Januar eines jeden Jahres auf. Bewerbungsschluss ist in der Regel jeweils der 31. Oktober des Vorjahres. Im anschließenden Auswahlverfahren berücksichtigen wir alle Bewerbungen, die fristgerecht und vollständig bei uns eingegangen sind. Bewerbungsformulare erhalten Sie bei der zuständigen Stelle.

Ein Rechtsanspruch auf Aufnahme in das Programm Begabtenförderung berufliche Bildung und auf Förderung besteht nicht.

Antrag zur Aufnahme in das Programm zur Begabtenförderung

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Antrag für eine konkrete Bildungsmaßnahme im Rahmen des Programms zur Begabtenförderung

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Antrag auf Gewährung des IT Bonus im Rahmen des Programms zur Begabtenförderung

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