Religionsübergreifende Zusammenarbeit in Berlin

RW2
Jahresveranstaltung des Berliner Dialogs der Religionen im Mai 2014

In Berlin engagieren sich seit langem viele Religionsgemeinschaften und eine große Anzahl an Vereinen, Projekten und Institutionen für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen unterschiedlichen Glaubens. Der Dialog der Religionen findet in Berlin auf verschiedenen Ebenen statt: Vor Ort im Kiez und in der Nachbarschaft, in bezirksweiten Bündnissen und in berlinweiten Initiativen. Dabei treffen sich einzelne Gläubige oder von ihren Religionsgemeinschaften offiziell für den Dialog Delegierte. Die Initiative für diese Religionsdialoge geht dabei sowohl von den Leitungsebenen der Religionsgemeinschaften aus, wie auch von einzelnen Gläubigen, Multiplikatoren oder öffentlichen Stellen.

Berliner Forum der Religionen

Das „Berliner Forum der Religionen“ ist das Ergebnis des von der Senatskanzlei initiierten Berliner Dialogs der Religionen. Das Berliner Forum der Religionen wurde im März 2014 von rund 100 Teilnehmenden aus Religionsgemeinschaften, religionsübergreifenden Zusammenschlüssen und spirituellen Gruppen gegründet. Sie haben sich auf folgende Ziele des Forums verständigt:

  • das wechselseitige Verständnis im Respekt vor der Überzeugung der jeweils Anderen im Dialog und durch Projektarbeit zu fördern,
  • gemeinsam die Vielfalt gelebten Glaubens sichtbar zu machen und miteinander dazu beizutragen, dass Religionen, interreligiöse Initiativen und spirituelle Gruppen ihr konstruktives Potential in die Zivilgesellschaft einbringen können,
  • den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin zu stärken und einen Beitrag zum friedlichen Miteinander in unserer Stadt zu leisten.

Das „Berliner Forum der Religionen“ versteht sich als Gesprächsplattform der Religionen untereinander und sucht das Gespräch mit der Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass sich Menschen aus ihrem jeweiligen religiösen Verständnis heraus für die Berliner Stadtgesellschaft einsetzen und das gute Miteinander in Berlin aktiv gestalten möchten. Im „Berliner Forum der Religionen“ tun sie dies gemeinsam.

Weitere Informationen zum Berliner Forum der Religionen

Lange Nacht der Religionen

Die 6. Lange Nacht der Religionen in Berlin findet im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags am Donnerstag, den 25. Mai 2017 statt.
Religionsgemeinschaften in Berlin öffnen ihre Kirchen, Tempel, Moscheen, Synagogen und Gemeindehäuser, um Besucherinnen und Besucher zu empfangen. Bei Ausstellungen, Gesprächen, Konzerten, Gottesdiensten oder Meditationen können sich die Gäste über die Glaubensgrundlagen und die Glaubenspraxis informieren und mit Gläubigen ins Gespräch kommen.

Programm und weitere Informationen zur Langen Nacht der Religionen

Jeder nach seiner Façon – Vielfalt und Begegnung der Religionen in Berlin

Buchcover Jeder nach seiner Facon - Vielfalt und Begegnungen der Religionen in Berlin
Bild: Berliner Forum der Religionen

Im Dezember 2015 erschien in Berlin die erste Publikation des Berliner Forums der Religionen. Unter dem Titel „Jeder nach seiner Façon – Vielfalt und Begegnung der Religionen in Berlin“ stellt das 148-seitige Buch Religionsgemeinschaften und interreligiöse Initiativen in Berlin vor.

Weitere Informationen zur Publikation und Bezugsmöglichkeiten

Berliner Dialog der Religionen

Mit Beginn des Jahres 2010 hat der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Bedeutung des Themas Integration für die Berliner Landespolitik hervorgehoben. Damit ist auch die interkulturelle und interreligiöse Verständigung stärker in den Fokus gerückt. In diesem Zusammenhang steht der „Berliner Dialog der Religionen“, der Anfang 2011 von der Senatskanzlei ins Leben gerufen wurde.
Ziel war es, die zahlreichen engagierten Akteure aus den religionsübergreifenden Initiativen und Religionsgemeinschaften mit einander zu vernetzen und ihr großes Engagement zu würdigen. Im Mittelpunkt stand dabei, die Wirksamkeit dieser Verständigungsarbeit in die Stadtgesellschaft hinein zu erhöhen. Die Rolle der Senatskanzlei war dabei ausschließlich eine organisierende und moderierende. Durch die religiöse Neutralität der einladenden Senatskanzlei konnten sich alle Religionsgemeinschaften und interreligiösen Initiativen gleichermaßen angesprochen fühlen. Auch die inhaltliche Einmischung der Senatskanzlei verbot sich aus Gründen der staatlichen Neutralität.
Schon früh wurde von den Teilnehmenden der Wunsch geäußert, die berlinweite religionsübergreifende Zusammenarbeit auf eine institutionelle Grundlage zu stellen, die unabhängig vom Engagement der Senatskanzlei agieren und bestehen könne.
Entstanden ist das „Berliner Forum der Religionen“.

Glauben in Berlin

Über ein halbes Jahr hat ein Filmteam um den Filmemacher Subir Che Selia im Auftrag der Projektleitung des „Berliner Dialogs der Religionen“ die verschiedenen Veranstaltungen und Projekte des „Berliner Dialogs der Religionen“ begleitet. Herausgekommen ist ein bunter und fröhlicher Film, der zeigt, wie vielfältig das religiöse Leben in Berlin ist. Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit kommen miteinander in Kontakt und gestalten gemeinsam die Berliner Lebenswirklichkeit.