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Operationssaal

Krankenhaushygiene


Die Beachtung und Einhaltung von Hygieneregeln in Krankenhäusern und Arztpraxen ist wichtig, um gesundheitlichen Schaden von Patienten, Personal und Besuchern abzuwenden. So können invasive Tätigkeiten wie z.B. Operationen als Eintrittspforte für Krankheitserreger dienen und sind daher unter strikter Einhaltung geeigneter Hygienemaßnahmen durchzuführen.

In medizinischen Einrichtungen besteht häufig ein enges Miteinander von Menschen, die möglicherweise eine übertragbare Erkrankung haben und anderen - möglicherweise immungeschwächten - Patienten. Um die Weitergabe von Krankheitserregern zu verhindern, bedarf es daher der konsequenten Umsetzung von Regeln und Handlungsanweisungen.

Seitenüberblick:

Hinweis für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen

Stellungnahme zu Infektionsrisiken durch das Tragen von Kopftüchern in Einrichtungen des Gesundheitswesens

Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben den Wunsch, während ihrer Tätigkeit Kopftücher zu tragen. Dieses Anliegen hat in der Vergangenheit Diskussionen hinsichtlich eines womöglich damit verbundenen Infektionsrisikos hervorgerufen.
Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales vertritt die Auffassung, dass in medizinischen und pflegerischen Berufen das Tragen von Kopftücher aus hygienischer Sicht unter folgenden Voraussetzungen gestattet sein sollte: Tägliches Wechseln und Sauberkeit des Kopftuches, Sicherstellung, dass die Kopfbedecken fest sitzt und nicht durch z.B. Rutschen kontaminiert wird, Ablegen des Kopftuches und Tragen einer Einmalhaube im OP und Isolierzimmer sowie bei invasiven Eingriffen, wie z.B. Legen eines Zentralen Venenkatheters.

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Wichtige Informationen

Die 2. Veranstaltung des Berliner MRSA-Netzwerks findet am 18. Mai 2011 statt

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Die 1. Veranstaltung des Berliner MRSA-Netzwerks fand am 07. Januar 2010 im Rathaus Charlottenburg statt

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Erweiterung der Meldepflicht gemäß § 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Ab dem 1.7.2009 ist in Deutschland gemäß §7 Infektionsschutzgesetz der Nachweis von Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) in Blutkulturen und Liquor meldepflichtig. Die entsprechende Verordnung, mit der die Labormeldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz ausgedehnt wurde (Labormeldepflicht-Anpassungsverordnung), wurde am 30.05.2009 im Bundesgesetzblatt verkündet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Gesundheitsämter frühzeitig über MRSA-Infektionen informiert werden und so schneller notwendige Maßnahmen ergreifen können. Die krankenhausinterne Erfassung von MRSA-Nachweisen und den mit ihnen assoziierten Erkrankungen gemäß § 23 IfSG bleibt davon unberührt.

Die Meldepflicht für MRSA ist eine von mehr als 40 Aktionen im Gesundheitssektor der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (DART). DART ist eine gemeinsame Strategie der Bundesministerien für Gesundheit, für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft und für Bildung und Forschung.

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Auswahl an Empfehlungen

Zur Gewährleistung der Krankenhaushygiene werden von verschiedenen Expertengremien Regeln und Handlungsanweisungen empfohlen (z.B. Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention(Externer Link)). Zusätzlich zu ausgebildeten Hygienefachkräften und Hygieneärzten, die in den Krankenhäusern beschäftigt sind, überprüfen die Berliner Gesundheitsämter bei Krankenhausbegehungen das Einhalten der Hygienestandards. Daneben werden die räumlich-baulichen Voraussetzungen durch das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales geprüft.

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts

Vorwort_RKI

Vorwort und Einleitung der Kommission zur Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
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(Vorwort_RKI, 148069 KB)
Kategorien

Kategorien in der Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention
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(Kategorien, 15319 KB)
Arbeitsschutz_RKI

Anforderungen der Krankenhaushygiene und des Arbeitsschutzes an die Hygienebekleidung und persönliche Schutzausrüstung
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(Arbeitsschutz_RKI, 78927 KB)
Kommentar_RKI

Kommentar der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim RKI zu den Empfehlungen zur "Prävention postoperativer Infektionen im Operationsgebiet"
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(Kommentar_RKI, 373985 KB)
Anforderungen_OP_RKI

Anforderungen der Hygiene bei Operationen und anderen inversiven Eingriffen
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(Anforderungen_OP_RKI, 96133 KB)
Händehygiene_RKI

Händehygiene
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(Händehygiene_RKI, 81973 KB)
Pneumonie_RKI

Prävention der nosokomialen Pneumonie
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(Pneumonie_RKI, 117157 KB)

Rechtsgrundlagen

Verordnung über Errichtung und Betrieb von Krankenhäusern, Krankenhausaufnahme, Führung von Krankengeschichten und Pflegedokumentationen und Katastrophenschutz in Krankenhäusern (Krankenhaus-Verordnung - KhsVO) vom 30. August 2006 (GVBl. S. 907-915).

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Aktuelle Strategien gegen nosokomiale Infektionen und antibiotikaresistente Erreger

Große Aufmerksamkeit - auch in der Öffentlichkeit - haben seit einigen Jahren im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen erlangt. Eine besonders große Herausforderung für den Gesundheitsschutz stellen dabei Keime dar, bei denen bislang wirksame Antibiotika nur noch eine abgeschwächte oder aber gar keine Wirkung mehr zeigen, wie z.B. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Um diesem Problem zu begegnen und eine bestmögliche Patientensicherheit zu gewährleisten, wurden bundesweit verschiedene Strategien und Programme entwickelt.

DART

Die Ende 2008 vorgestellte "Deutsche Antibiotika Resistenz Strategie (DART)"(Externer Link) des Bundesministeriums für Gesundheit beinhaltet Maßnahmen zur Eindämmung antimikrobieller Resistenzen sowohl im humanmedizinischen als auch im tiermedizinischen Bereich. Schwerpunkt in der Humanmedizin ist die Verhinderung des nicht sachgerechten Einsatzes von Antibiotika durch eine verbesserte Surveillance (Systematische Erfassung und Bewertung von Krankheitfällen) sowohl des Antibiotikaverbrauchs als auch der antibiotikaresistenten Erreger, Entwicklung von Leitlinien, Förderung der Ausbildung sowie einer Stärkung der internationalen, nationalen und regionalen Zusammenarbeit (Netzwerke). Die DART-Strategie erfordert u.a. die Zusammenarbeit aller an der Gesundheitsversorgung Beteiligten, des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Forschungseinrichtungen, des Gemeinsamen Bundesausschuss sowie der Verbände (Ärztekammer, Krankenkassen, Kassenärztliche Bundesvereinigung). Auch in Berlin werden Aktionen der DART-Strategie, wie die Bildung regionaler Netzwerke, umgesetzt.

Regionale Netzwerke

Konsens besteht darüber, dass die Prävention und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen und Antibiotikaresistenz einer überbrückenden Zusammenarbeit bedarf, da der infizierte Patient häufig von verschiedenen Leistungserbringern des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Pflegedienste, Rettungsdienste, niedergelassene Ärzte, etc.) betreut wird und der Anteil von z.B. MRSA auch im ambulanten Bereich zunimmt. Die 79. Gesundheitsministerkonferenz der Länder hat daher im Jahre 2006 die ausdrückliche Empfehlung zur Bildung regionaler Netzwerke koordiniert durch den öffentlichen Gesundheitsdienst beschlossen. Seitdem bilden sich deutschlandweit regionale Netzwerke, wobei das Euregio-Netzwerk(Externer Link) in Twente/Münster als Vorzeigeprojekt gilt. Auch in Berlin bildet sich derzeit ein Netzwerk zur Prävention und Kontrolle von multiresistenten Erregern und nosokomialen Infektionen. Dieses soll auf weitere Bezirke ausgedehnt werden.

Aktion Saubere Hände

Das Aktionsbündnis Patientensicherheit, die Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. und das Nationale Referenzzentrum für die Surveillance (Systematische Erfassung und Bewertung von Krankheitfällen) von nosokomialen Infektionen haben die Kampagne "Aktion Saubere Hände"(Externer Link) für deutsche Gesundheitseinrichtungen ins Leben gerufen. Die Kampagne hat das Ziel, die Compliance (Kooperation, Befolgen von Ratschlägen) der Händedesinfektion in deutschen Krankenhäusern deutlich und nachhaltig zu erhöhen und auf diese Weise die Zahl der im Krankenhaus erworbenen Infektionen zu senken. Auf diese Weise wird ein wichtiger Beitrag zu Patientensicherheit geleistet. Viele der Berliner Krankenhäuser nehmen bereits an der Aktion teil.

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