Direkt zum Inhalt der Seite springen
Kind presst verzweifelt seine Hände gegen die Fensterscheibe

Kindeswohlgefährdung



Diese Seite dient der Information und Unterstützung insbesondere von Fachkräften, die in ihrem Arbeitsfeld mit Kindern und deren Familien zu tun haben und sich zunehmend mit Fragen von Kindeswohlgefährdung auseinandersetzen.
Darüber hinaus werden Anregungen für mögliche Kooperationen im Kinderschutz gegeben.

Seitenübersicht:

Handbuch zur Kindeswohlgefährdung

Das Handbuch dient der Information und Unterstützung von Fachkräften, die sich mit Fragen der Kindeswohlgefährdung auseinandersetzen. Hierfür wurde der verfügbare Forschungsstand umfassend aufbereitet. Konkrete Hinweise, die die Einschätzungs- und Handlungssicherheit in der Praxis erhöhen, bilden einen Schwerpunkt des Handbuchs.
Bei dem Handbuch handelt es sich um ein Ergänzungswerk. In unregelmäßigen Abständen werden beim Deutschen Jugendinstitut(Externer Link) aktuelle Informationen und Entwicklungen des Fachgebiets aufgegriffen und veröffentlicht.

  • Handbuch Kindeswohlgefährdung

    Handbuch Kindeswohlgefährdung laden »

    (nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD), Deutsches Jugendinstitut, 7511468 Bytes)
Seitenanfang

Kindeswohlgefährdung - Erkennen und Helfen

Die Broschüre informiert umfassend über Gefährdungen, denen Kinder ausgesetzt sein können. Dabei wurden auch aktuelle Schwerpunkte in Politik, Wissenschaft und Praxis wie z.B. der verstärkte Aufbau Früher Hilfen aufgegriffen. Die Broschüre stellt ein umfassendes Nachschlagewerk für all diejenigen dar, die für einen verbesserten Schutz von Kindern genauer hinschauen und handeln möchten.

  • Kindeswohlgefährdung - Erkennen und Helfen

    Kindeswohlgefährdung - Erkennen und Helfen laden »

    (Kinderschutzzentrum Berlin, 1211750 Bytes)
Seitenanfang

Daten und Fakten zur Kindeswohlgefährdung

Die häufigsten Gründe, warum Kinder durch Erwachsene zu Schaden kommen, sind Vernachlässigung und Misshandlung, wobei quantitativ – insbesondere bei kleinen Kindern - die Vernachlässigung weit überwiegt. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, weil sie auf die zuverlässige Versorgung durch Erwachsene und auf deren kontinuierliche Fürsorge angewiesen sind. Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat auf seiner Plattform wichtige Daten und Fakten zur Kindeswohlgefährdung(Externer Link) zusammensgestellt.

Seitenanfang

Was tun bei sexueller Gewalt?

Die Broschüre informiert Mädchen und Frauen über angemessene Verhaltensweisen bei sexueller Gewalt und nennt Hilfeangebote in Berlin. Der Text wurde in der sogenannten "Leichten Sprache"(Externer Link) verfasst, um auch Menschen mit Lernschwierigkeiten anzusprechen und leicht verständlich über sexuelle Gewalt und Hilfemöglichkeiten in Berlin zu informieren. Für sehbehinderte oder blinde Leserinnen steht die Broschüre in Brailleschrift zur Verfügung. Auf Anfrage wird die Broschüre in Brailleschrift kostenlos zugesandt.

  • Was tun bei sexueller Gewalt?

    Was tun bei sexueller Gewalt? laden »

    (Wichtige Informationen für Frauen und Mädchen in leichter Sprache, 245242 Bytes)

Bei der Klärung eines Verdachts von sexueller Gewalt gegen Kinder werden häufig Professionelle aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammenarbeiten. Qualitätsgesicherte Handlungsempfehlungen sollen gewährleisten, dass gemeinsame Absprachen getroffen werden, die nachvollziehbar, transparent und kontrollierbar sind.
Mit der Unterstützung der für Jugend und Familie zuständigen Senatsverwaltung kooperieren in einer Berliner Fachrunde gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen die Institutionen STROHHALM e.V.(Externer Link), WILDWASSER e.V.(Externer Link) und KIND IM ZENTRUM(Externer Link).

  • Handlungsempfehlungen bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen

    Handlungsempfehlungen bei sexueller Gewalt gegen Mädchen und Jungen laden »

    (Jugend-Rundschreiben Nr. 2/2009 SenBildWissForsch, 173043 Bytes)


Sexuelle Gewalt an Jungen im außerfamiliären Bereich kommt häufiger vor, als man denkt – dennoch werden Jungen als Opfer sexueller Ausbeutung und Gewalt kaum wahrgenommen. Die betroffenen Jungen bleiben häufig in ihrer Not allein; ihr Suchen nach Hilfe wird entweder nicht wahrgenommen oder falsch interpretiert, so dass die entsprechende Unterstützung ausbleibt.

Das Projekt berliner jungs(Externer Link) in Trägerschaft von „SUB/WAY berlin e.V.“ versucht, mit speziellen Hilfsangeboten die Lücke zu schließen. Durch aufsuchende Präventionsarbeit an öffentlichen Plätzen, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen sollen einerseits pädosexuelle Übergriffe auf Jungen vermieden werden; zum anderen wird konkrete Hilfe für Jungen angeboten, die von sexueller Gewalt betroffen oder bedroht sind.

Wer Opfer sexueller Gewalt geworden ist, muss darüber sprechen können. Viele Menschen, die sexuell missbraucht wurden, behalten diese Erfahrungen aus Scham, Schuldgefühl oder Angst oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte für sich. Mit dem bundesweiten Beratungsangebot „Sprechen hilft“(Externer Link) sollen Betroffene ermutigt werden, über Erlebtes zu sprechen. Dafür wurde eine telefonische Anlaufstelle(Externer Link) eingerichtet. Das Gespräch kann für Opfer und Angehörige Befreiung sein - und auch anderen Mut machen, sich anzuvertrauen.

Seitenanfang

Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch

Im Einklang mit den Forderungen des Runden Tisches zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland(Externer Link) hat die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm ein Online-Lernprogramm(Externer Link) für pädagogische Berufe sowie medizinisch-therapeutische Berufe entwickelt. Das Online-Kurskonzept befindet sich derzeit im Aufbau. Für die Pilot- und Entwicklungsphase werden Testteilnehmerinnen und -teilnehmer gesucht.



Seitenanfang

Risikofaktoren zur Erkennung und Einschätzung von Gefährdungssituationen

In der Konzeption "Netzwerk Kinderschutz" ist ein berlineinheitliches Indikatoren- und Risikofaktorenmodell integriert (Anlage 6), welches insbesondere Fachkräften helfen soll, schwierige Situationen von Kindern und ihren Familien besser einschätzen und beurteilen zu können. Es ist ein Instrument, das beispielhaft Indikatoren für eine Kindeswohlgefährdung benennt und dazu beiträgt, die Genauigkeit von Beobachtungen zu schärfen und damit die Verlässlichkeit individueller Einschätzungen der Fachkräfte zu erhöhen. Indikatoren sind "beobachtbare Anzeiger" für Probleme, die es immer in ihrer Gesamtheit zu erfassen gilt. Situationen der Kindeswohlgefährdung stehen dabei in einem multifaktorielen Bedingungszusammenhang.

  • Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung

    Schutzauftrag Kindeswohlgefährdung laden »

    (Empfehlungen zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII Hrsg.: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, 712830 Bytes)
Seitenanfang

Erkennbare Belastungen und Risikofaktoren in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft lassen sich häufig Anzeichen für aktuelle und spätere Überforderungen erkennen. Entsprechend kann bereits hier präventiv gewirkt werden. Der Indikatorenkatalog ist als ein strukturiertes Erkenntnis- und Handlungsinstrument für Fachkräfte zu verstehen, die schwangere Frauen sowie deren Partner und Familien betreuen und beraten. Wesentliche psychosoziale Gefährdungsmomente für einen gesunden Schwangerschaftsverlauf, die Kindesentwicklung und die Entwicklung einer tragfähigen Mutter-Kind-Bindung sind dargestellt. Werden diese Probleme früh erkannt, können neben den medizinischen Hilfen auch psychosoziale Hilfen bereits frühzeitig, also schon in der Schwangerschaft, angeboten und vermittelt werden. Konflikthaften Verläufen kann entgegengewirkt werden.

  • Indikatorenkatalog Schwangerschaft

    Indikatorenkatalog Schwangerschaft laden »

    (Indikatorenkatalog April 2010, 149092 Bytes)
Seitenanfang

Berliner Notdienst Kinderschutz - Krisendienst rund um die Uhr

Seit Dezember 2008 haben der Kinder-, Jugen-, Mädchennotdienst, die HOTLINE Kinderschutz(Externer Link), die Kontakt und Beratungsstelle und das Sleep In einen gemeinsamen Namen. Der Berliner Notdienst Kinderschutz(Externer Link) (BNK) ist eine sozialpädagogische Einrichtung zur Inobhutnahme und Betreuung von Kindern, die meist akut von einer Kindeswohlgefährdung betroffen sind. Darüber hinaus berät der BNK Kinder und Eltern und Menschen, die sich um Kinder sorgen.
Der Arbeitsauftrag bezieht sich auf ein "rund-um-die-Uhr-Angebot" für die ganze Stadt, dass an 365 Tagen des Jahres zur Verfügung steht. Der BNK steht auch für eine erste Krisenberatung und für Meldungen des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zur Verfügung.

    Seitenanfang

    Kooperationen über vernetzte Fallarbeit bei Kindeswohlgefährdung

    Ziel der Kooperationen ist die schnittstellenübergreifende Gestaltung der Zusammenarbeit und der Aufgaben des Kinderschutzes in den beteiligten Bezirken (Gesundheits- und Jugendämter). Ein bewährter, respektvoller und wertschätzender Umgang zwischen Kooperationspartnern stellt die Grundlage von Kooperationsvereinbarungen dar. Inzwischen haben die Bezirke Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf von Berlin und die Charité Berlin Kooperationen geschlossen.

    • Kooperationen über vernetzte Fallarbeit

      Kooperationen über vernetzte Fallarbeit laden »

      (zwischen Charité und Land Berlin, 63905 Bytes)
    Seitenanfang

    Handlungsleitfaden Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen

    Die für Familie und Jugend sowie die für das Gesundheitswesen zuständigen Senatsverwaltungen haben in enger Kooperation mit den Kindertageseinrichtungen, Gesundheits- und Jugendämtern sowie weiteren Institutionen bzw. Professionen einen gemeinsamen Handlungsleitfaden Kinderschutz für die unverzichtbare Zusammenarbeit von Kindertages­einrichtungen, Gesundheits- und Jugendämtern entwickelt. Dieser Handlungsleitfaden, der helfen soll, die Arbeit im Kinderschutz zu verbessern, richtet sich insbesondere an alle Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Der Handlungsleitfaden gibt eine wertvolle Hilfestellung, dem gemeinsamen Anliegen von Kindertageseinrichtungen, Gesundheitsämtern und Jugendämtern - frühzeitiges Erkennen von Anzeichen für eine mögliche Kindeswohlgefährdung und rechtzeitig abgestimmter Interventionen - gerecht zu werden.
    Auf Anfrage wird der Handlungsleitfaden kostenlos zugesandt.

    • Kinder in Berlin - ein Handlungsleitfaden

      Kinder in Berlin - ein Handlungsleitfaden laden »

      (Zusammenarbeit von Kindertageseinrichtungen, Gesundheits- und Jugendämtern, 1585760 Bytes)
    Seitenanfang

    Schutz von Kindern suchtkranker Eltern

    Kinder, die in Familien mit Suchtproblemen aufwachsen, sind besonderen Belastungen ausgesetzt. Viele dieser Kinder leiden unter Gewalt, Vernachlässigung und sind oft Außenseiter. Sie sind stark gefährdet, später selbst Suchtprobleme oder andere psychische Störungen zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund haben die Senatsverwaltungen für Gesundheit und Familie sowie die LIGA der Wohlfahrtspflege in Berlin(Externer Link) eine Rahmenvereinbarung geschlossen die darauf abzielt, Kinder suchtkranker Eltern – möglichst bereits in der Schwangerschaft – vor Gefährdungen zu schützen. Diese Rahmenvereinbarung soll die besonderen Anforderungen an das bei der Betreuung suchtbelasteter Familien beteiligte Helfernetz aufzeigen und zu einer Verbesserung der Kooperation beitragen. Sie zielt darauf ab, den bestmöglichen Schutz für die Kinder in diesen Familien zu gewährleisten. Es kommt darauf an, sie in jedem einzelnen Bezirk umzusetzen.

    • Rahmenvereinbarung zum Schutz von Kindern suchtkranker Eltern

      Rahmenvereinbarung zum Schutz von Kindern suchtkranker Eltern laden »

      (vor der Gefährdung des Kindeswohls, 442574 Bytes)
    Seitenanfang

    Schutz von Kindern psychisch kranker Eltern

    Kinder, die in Familien mit psychisch erkrankten Eltern aufwachsen, sind belastenden Situationen ausgesetzt, die sie auf Dauer nicht allein bewältigen können. Häufig sind Kinder psychisch kranker Eltern(Externer Link) ohne Hilfe. Vor diesem Hintergrund unterstützt die Gesundheitsverwaltung die Informations- und Aufklärungskampagne zum Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“, die helfen soll, in den Bezirken verbindliche Kooperationen zwischen den verschiedenen Hilfesystemen zu erreichen, um den bestmöglichen Schutz für die betroffenen Kinder zu gewährleisten.

    Seitenanfang

    Kontakt Formular

    Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales
    Dienstgebäude
    Oranienstr. 106
    10969 Berlin

    Telefon (030) 9028-0
    Telefax (030) 9028-2056

    Hotline-Kinderschutz(Externer Link)

    Logo Hotline-Kinderschutz
    Rund um die Uhr für Sie erreichbar:
    Tel.: (030) 61 00 66