Leichte Sprache

Das Arbeits-Gericht Berlin

Herzlich Willkommen auf der Internet-Seite vom Arbeits-Gericht Berlin.

Diese Informationen sind eine Zusammenfassung in Leichter Sprache.

Hier erklären wir Ihnen:

  1. Was sind die Aufgaben vom Arbeits-Gericht Berlin?
  2. Um welche Themen kümmert sich das Arbeits-Gericht Berlin?
  3. Das Güte-Richter-Verfahren
    Die Erklärung zum Güte-Richter-Verfahren finden Sie
    weiter unten auf der Seite.
  4. Für wen ist das Arbeits-Gericht Berlin zuständig?

Zu der Internet-Seite in schwieriger Sprache kommen Sie hier:
https://www.berlin.de/gerichte/arbeitsgericht/

Gruppe von Menschen mit verschiedenen Berufen

In diesem Text haben wir nur die männliche Form geschrieben.
Zum Beispiel: Arbeitnehmer.
Eigentlich heißt es Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin.
Wir haben die Arbeitnehmerin aber nicht vergessen.
Wenn wir Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin schreiben,
wird der Satz sehr lang.
Lange Sätze sind manchmal schwierig.
Deswegen schreiben wir in diesem Text nur Arbeitnehmer.

Anwalt im Büro

1. Was sind die Aufgaben vom Arbeits-Gericht Berlin?

Das Arbeits-Gericht Berlin ist ein Gericht
vom Bundesland Berlin.
Im Gericht arbeiten Richter.
Sie kennen die Gesetze sehr gut.

Das Arbeits-Gericht Berlin ist ein Gericht für Arbeits-Themen.
Das bedeutet:
Es entscheidet über Streit im Arbeits-Leben.
Beim Arbeits-Gericht gibt es keine Geld-Strafen.
Und es gibt auch keine Gefängnis-Strafen.
Das Arbeits-Gericht entscheidet, wer Recht hat.

Berufsschüler Ernährung lernen in der Küche

Der Arbeitgeber gibt dem Arbeitnehmer Arbeit.
Der Arbeitnehmer arbeitet für den Arbeitgeber.
Zum Beispiel:
Der Besitzer von einem Restaurant ist der Arbeitgeber.
Der Koch ist der Arbeitnehmer.

Manchmal gibt es Streit zwischen dem Arbeitgeber
und dem Arbeitnehmer.
Dann können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer
vor dem Arbeits-Gericht klagen.
Das Arbeits-Gericht überprüft:
Wer hat sich nicht an das Gesetz gehalten?
Dann sagt der Richter seine Entscheidung.

Symbol eines Vertrags

2. Um welche Themen kümmert sich das Arbeits-Gericht Berlin?

Kündigung vom Arbeits-Verhältnis
Ein Arbeits-Verhältnis besteht zwischen einem
Arbeitnehmer und einem Arbeitgeber.
In einem Arbeits-Vertrag stehen die Rechte und
Pflichten vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber.
Der Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis kündigen.
Das bedeutet:
Der Arbeitnehmer arbeitet nicht mehr beim Arbeitgeber.
Manchmal ist der Arbeitnehmer
mit der Kündigung nicht einverstanden.
Dann kann der Arbeitnehmer vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Straßenschild mit den Wörtern befristet und unbefristet

Befristung vom Arbeits-Verhältnis
Oft ist das Arbeits-Verhältnis befristet.
Das bedeutet:
Der Arbeitnehmer arbeitet nur für eine bestimmte Zeit
für den Arbeitgeber.
Zum Beispiel für 2 Jahre.
Viele Arbeitnehmer wollen lieber
ein unbefristetes Arbeits-Verhältnis.
Das bedeutet:
Das Arbeits-Verhältnis ist nicht nach einer bestimmten Zeit vorbei.
Das ist gut für den Arbeitnehmer.
Er kann sich darauf verlassen:
Der Arbeitgeber will dem Arbeitnehmer noch viele Jahre Arbeit geben.

Manchmal ist der Arbeitnehmer
mit der Befristung nicht einverstanden.
Dann kann der Arbeitnehmer
vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Eine Gruppe Handwerkerinnen und Handwerker aus verschiedenen Branchen

Arbeits-Bedingungen

Das Gesetz schützt den Arbeitnehmer vor schlechten Arbeits-Bedingungen. Schlechte Arbeits-Bedingungen sind zum Beispiel:
  • Arbeiten ohne Schutz-Kleidung
  • Regelmäßig viele Über-Stunden.
    Über-Stunden bedeutet:
    Der Arbeitnehmer arbeitet mehr Stunden,
    als er mit seinem Arbeitgeber ausgemacht hat.

Bei schlechten Arbeits-Bedingungen kann der
Arbeitnehmer vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Europäische Geldscheine und Münzen

Arbeits-Entgelt
Dazu sagt man auch Lohn oder Gehalt.
Das Arbeits-Entgelt bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber.
Der Arbeitnehmer hat zum Beispiel seinen Lohn nicht bekommen?
Dann kann der Arbeitnehmer vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Flugzeug fliegen Weg in den Himmel

Urlaub
Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf Urlaub.
Er muss in dieser Zeit nicht arbeiten.
Der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber streiten sich
um den Urlaub vom Arbeitnehmer?
Dann können sie vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Aktenordner

Arbeits-Papiere
Arbeits-Papiere sind verschiedene Unterlagen und Dokumente vom Arbeitnehmer.
Zum Beispiel:
Ein Arbeits-Zeugnis oder die Lohn-Abrechnung.
Der Arbeitgeber will dem Arbeitnehmer kein Arbeits-Zeugnis schreiben?
Dann kann der Arbeitnehmer vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Zwei Frauen im Beratungsgespräch

Vorstellungs-Gespräch
Der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer lernen sich
im Vorstellungs-Gespräch kennen.
Der Arbeitgeber entscheidet dann:
Ich möchte den Arbeitnehmer einstellen.
Oder ich möchte den Arbeitnehmer nicht einstellen.
Der Arbeitgeber muss aber gerecht entscheiden.
Er darf niemanden diskriminieren.
Diskriminieren bedeutet:
Einen Menschen schlechter behandeln als andere Menschen.
Weil er eine andere Haut-Farbe hat.
Oder weil er eine Behinderung hat.
Fühlt sich ein Arbeitnehmer beim Vorstellungs-Gespräch diskriminiert?
Dann kann er vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Drei Stapel Geldmünzen

Schadens-Ersatz
Manchmal hält sich der Arbeitnehmer oder der Arbeitgeber
nicht an seine Pflichten im Arbeits-Vertrag.
Vielleicht gibt es sogar einen Schaden für den Arbeitnehmer
oder den Arbeitgeber.
Dann kann das Gericht entscheiden:
Der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer muss
Schadens-Ersatz bezahlen.
Schadens-Ersatz ist eine Geld-Leistung.

Menschen im Konferenzraum Workshop Seminar

Betriebs-Räte
Betriebs-Räte kümmern sich um die Interessen der Arbeitnehmer.
Sie setzen sich für die Rechte von Arbeitnehmern ein.
Wenn ein Arbeitnehmer ein Problem mit seinem Arbeitgeber hat:
Dann kann er zum Betriebs-Rat gehen.
Der Betriebs-Rat unterstützt den Arbeitnehmer.

Der Betriebs-Rat hat bestimmte Rechte.
Er darf zum Beispiel die Regeln zu den Arbeits-Zeiten mit-bestimmen:
Bei manchen Entscheidungen muss der Arbeitgeber den Betriebs-Rat vorher fragen.
Wenn der Arbeitgeber das nicht macht,
dann kann der Betriebs-Rat vor dem Arbeits-Gericht klagen.

Geschäftsleute an einem Tisch in einer...

3. Das Güte-Richter-Verfahren

Das Güte-Richter-Verfahren gibt es am Arbeits-Gericht Berlin
seit dem Jahr 2013.
Das Güte-Richter-Verfahren ist so etwas wie ein
Versöhnungs-Gespräch.
Versöhnung bedeutet:
Man findet nach einem Streit eine gemeinsame Lösung.

Das ist das Ziel vom Güte-Richter-Verfahren:
Der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber sollen sich einigen.
Sie sollen für ihren Streit eine gemeinsame Lösung finden.
Ein Güte-Richter unterstützt sie dabei.

Das Gerichts-Verfahren beim Arbeits-Gericht ist öffentlich.
Jeder darf zum Gerichts-Verfahren kommen.
Der Richter unterbricht das Gerichts-Verfahren für das
Güte-Richter-Verfahren.
Der Güte-Richter darf aber niemanden verurteilen.
Das Güte-Richter-Verfahren ist nicht öffentlich.
Das bedeutet:
Es gibt keine Zuschauer.

Der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber haben beim
Güte-Richter-Verfahren keine gemeinsame Lösung gefunden?
Dann geht das Gerichts-Verfahren weiter.

4. Für wen ist das Arbeits-Gericht Berlin zuständig?

Das Arbeits-Gericht Berlin ist zuständig:
  • Wenn der beklagte Arbeitnehmer in Berlin wohnt.
  • Wenn das Unternehmen vom beklagten Arbeitgeber in Berlin ist. Zu einem Unternehmen sagt man auch Betrieb oder Firma.
  • Wenn der Arbeitnehmer normalerweise in Berlin arbeitet.
  • Wenn es in dem Gerichts-Verfahren um eine Arbeit geht, die in Berlin gemacht werden muss.