Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Tropf im Krankenhaus mit behandelnden medizinischen Fachkräften
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Als einer der wichtigsten Akteure im Umgang mit dem Coronavirus müssen Krankenhäuser ihr Personal im Umgang mit Beatmungsgeräten und in der Behandlung von Patienten mit COVID-19 und Verdachtsfällen schulen. Das Krankenhauspersonal muss sich soweit möglich schwerpunktmäßig auf die Behandlung von Coronafällen konzentrieren. Im Zuge dessen sind Krankenhäuser und Kliniken dazu verpflichtet, nicht notwendige bzw. planbare Operationen und Eingriffe soweit medizinisch vertretbar auf einen späteren Zeitraum zu verschieben. Auf diesem Wege werden die personellen und stationären Kapazitäten für die Behandlung von COVID-19-Patienten erhöht. Zu den verschiebbaren Eingriffen zählen beispielsweise orthopädische Operationen wie der Einsatz eines künstlichen Hüft- oder Kniegelenkes.

Besuchsregelungen in Krankenhäusern, Hospizen und Pflegeheimen

Kranke und ältere Menschen unterliegen einem besonderen Risiko, bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus eine schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Die Besuchsrechte in Kliniken und Pflegeheimen sind daher deutlich eingeschränkt.

In Krankenhäusern gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot. Kinder unter 16 Jahren und schwerstkranke Patienten dürfen einmal täglich von einer Person für eine Stunde besucht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Besucher an keiner Atemwegsinfektion leidet. Auch Neugeborene und ihre Mütter gilt das einstündige Besuchsrecht. Die Geschwister des Babys dürfen ihre auch dann besuchen, wenn sie noch keine 16 Jahre alt sind.

In Hospizen bleibt das Besuchsrecht uneingeschränkt bestehen. Sterbende können somit von Freunden und Familie in den üblichen Besuchszeiten Beistand erfahren.

In Alten- und Pflegeheimen wurden die Besuchsrechte ebenfalls stark eingeschränkt. Bewohner dürfen einmal pro Tag Besuch von einer Person erhalten. Diese muss älter als 16 Jahre alt sein und darf keine Atemwegsinfektionen vorweisen. Der Besuch ist auf eine Stunde pro Tag begrenzt.

Auch Tages- und Nachtpflegedienste stellen den Betrieb ein. Für pflegebedürftige Angehörige von Arbeitnehmer*innen, deren Beruf zum Erhalt des öffentlichen Lebens erforderlich ist, ist eine Notbetreuung möglich. Alle anderen Berufstätigen sollten sich mit ihrem Arbeitgeber auf eine Regelung einigen, welche die Pflege der Angehörigen ermöglicht.

Diese Bestimmungen gehen auf Teil 2, §§ 5, 6, 7 der Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin zurück.

Handlungsempfehlungen für die Pflege

Informationen zum neuartigen Coronavirus speziell für Berliner Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste sowie Pflegebedürftige und pflegende Angehörige finden Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellungen

Weitere Maßnahmen

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen gegen die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin

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Ziel ist es, den Ordnungsbehörden einen Orientierungsrahmen bei der Bemessung des Bußgelds für Verstöße im Einzelfall an die Hand zu geben. Dabei sind die Bußgelder in Form von Rahmen angegeben. Weitere Informationen

Einzelhandel: Supermärkte, Spätis, Drogerien und Geschäfte

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Bild: Robert Kneschke

Ladengeschäfte aller Art müssen geschlossen bleiben. Um die Versorgung der Bürger mit notwendigen Gütern, Medikamenten, Lebensmitteln und Sanitärbedarf zu sichern und zu gewährleisten, sind einige Geschäfte von dem Verbot ausdrücklich ausgeschlossen. Weitere Informationen

Gastronomie: Restaurants, Cafés, Bars und Kneipen

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Im Gastronomiebetrieb greifen zur Eindämmung der Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-Cov-2 verschiedene Einschränkungen und Verbote. Rauchergaststätten und Shisha-Bars müssen grundsätzlich geschlossen bleiben. Restaurants, Imbisse und Cafés dürfen unter Auflagen weiterhin geöffnet bleiben. Weitere Informationen

Hochschulen und Wissenschaftsbetriebe

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Ein Großteil der wissenschaftlichen Einrichtungen muss bis zum 19. April sowohl für den Lehrbetrieb als auch für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Das betrifft alle Hochschulen - ob privat, öffentlich oder konfessionell sowie die Hochschulbibliotheken und Mensen. Weitere Informationen

Kontaktbeschränkungen

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Um die Infektionsrate weiterhin möglichst unter Kontrolle zu halten, wurden umfangreiche Kontaktbeschränkungen beschlossen, die ab 23. März bis 19. April gelten. Innerhalb dieses Zeitraumes müssen sich die Bürger grundsätzlich in ihrer Wohnung bzw. ihrer gewöhnlichen Unterkunft aufhalten. Weitere Informationen

Mobilität und Verkehr

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Bild: SergeyPhoto7/Depositphotos.com

Berlin bleibt auch während der Corona-Krise mobil. Busse, Straßen- und U-Bahnen fahren weiter durch die Stadt. Das ÖPNV-Angebot wird jedoch an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens angepasst. Weitere Informationen

Orientierungshilfe für Gewerbe

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Um die Verbreitung des Coronavirus in Berlin zu verlangsamen, müssen Ladengeschäfte grundsätzlich geschlossen bleiben. Die Versorgung der Bürger:innen mit notwendigen Gütern bleibt jedoch gewährleistet: Welche Geschäfte, Läden und Dienstleistungen laut geöffnet bzw. angeboten werden dürfen. Weitere Informationen

Schulen, Kitas und Berufsschulen

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Öffentliche und private Schulen und Kitas sind seit dem 16./17. März bis zunächst 19. April 2020 geschlossen. Für bestimmte Fälle wurde eine Notbetreuung in Kita und Grundschule (Grundschulklassen 1 bis 6) eingerichtet. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze

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Der Sportbetrieb ist auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios untersagt. In besonders begründeten Einzelfällen kann eine Ausnahmeregelung nach einem Antrag bei der zuständigen Senatssportverwaltung zugelassen werden. Weitere Informationen

Veranstaltungen und Kulturleben: Museen, Messen und Clubs

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In Menschenansammlungen und auf Veranstaltungen ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch. Daher dürfen öffentliche und private Veranstaltungen vorerst bis zum 19. April 2020 nicht stattfinden. Weitere Informationen

Verhalten im Verdachtsfall

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Bild: Robert Koch-Institut

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt in der jetzigen Lage und nach Anpassung der Kriterien durch das Robert-Koch-Institut (RKI) die Abklärung in folgenden Fällen. Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden. Weitere Informationen

Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin

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Der Senat hat eine Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – SARS-CoV-2-EindV) beschlossen. Darin werden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Weitere Informationen