Arbeit: Homeoffice, 3G-Regelung und Infektionsschutz am Arbeitsplatz

Homeoffice neu 2:1

Die Kontaktminimierung ist der stärkste Hebel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Im Arbeitsalltag lassen sich jedoch viele Kontakte nicht vermeiden – sei es auf dem Weg zur Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder am Arbeitsplatz selbst. Aus diesem Grund sind bestimmte Richtlinien am Arbeitsplatz einzuhalten.

Mobiles Arbeiten und Homeoffice

Arbeitgeber:innen sind dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern im Falle von Büroarbeit und ähnlichen Tätigkeiten Homeoffice oder mobiles Arbeiten zu ermöglichen, sofern keine zwingenden betriebsbedingten Gründe gegen diese Vorgabe vorliegen. Mitarbeiter:innen sind dazu verpflichtet, das Angebot anzunehmen und von zuhause aus zu arbeiten, sofern dem keine Gründe entgegenstehen. Darüber hinaus sollen Büroarbeitsplätze zu maximal 50 Prozent besetzt werden. Neben dem mobilen Arbeiten können auch andere organisatorische Maßnahmen wie Schicht- und Wechseldienst zur Verringerung der Auslastung der zeitgleich genutzten Büroarbeitsplätze genutzt werden.

3G-Regelung am Arbeitsplatz

Der Zutritt zu allen Arbeitsstätten ist bundesweit der 3G-Regelung unterworfen: Arbeitgeber:innen und Beschäftige erhalten nur Zugang, wenn sie vollständig geimpft, negativ getestet oder genesen sind und entsprechende Nachweise vorlegen. Selbsttests sind nicht zulässig. Darüber hinaus gilt für die Testnachweise:
  • PoC-Schnelltests sind maximal für 24 Stunden gültig
  • PCR-Tests sind 48 Stunden gültig

Arbeitgeber:innen sind dazu verpflichtet, die Einhaltung der 3G-Bedingung zu kontrollieren und zu dokumentieren.

Mitarbeiter:innen und Selbstständige mit körperlichen Kund:innenkontakt sind dazu verpflichtet, sich zur Ausübung ihrer Tätigkeit mindestens zweimal pro Woche einem PoC-Test zu unterziehen. Ausnahmen gelten für vollständig geimpfte und genesene Personen. In Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Betrieben gilt eine tägliche Testpflicht für patientennah arbeitendes Personal, welches weder geimpft noch genesen ist. Bei geimpften und genesenen Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungs-Mitarbeiter:innen gilt die Testpflicht zweimal wöchentlich.

Verpflichtendes Testangebot, Kontaktreduzierung und medizinische Masken

Unternehmen sind dazu verpflichtet, allen Mitarbeiter:innen, die am Arbeitsplatz präsent sind, zweimal pro Woche ein kostenloses Testangebot mittels Point-of-Care (PoC) Antigen-Tests zu unterbreiten. Dabei kann es sich auch um sogenannte Selbsttests handeln.

Um Infektionsketten zu verhindern, sollten Präsenzveranstaltungen wie Meetings reduziert werden. Auch die gleichzeitige Nutzung von Räumlichkeiten durch mehrere Personen ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierzu können Unternehmen beispielsweise flexible Arbeitszeiten einführen. Auf diesem Weg reduziert sich ebenfalls die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten.

Mitarbeiter:innen und Besucher:innen müssen in Büro- und Verwaltungsgebäuden eine medizinische Gesichtsmaske oder FFP2-Maske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem festen Platz aufhalten oder sie den Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einhalten können.

Häufig gestellte Fragen zu Homeoffice, zur betrieblichen 3G-Regelung und zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz

Kontakte und Anlaufstellen

  • Für Unternehmen: Bei Fragen zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit wenden sich Arbeitgeber und Betriebe an den für sie zuständigen Unfallversicherungsträger (Berufsgenossenschaft bzw. Unfallkasse). Dort gibt es fachspezifische Beratung zum Arbeitsschutz und zum Infektionsschutz bei der Arbeit sowie Informationen und Unterstützung im Einzelfall.
  • Bei Verstößen gegen den Arbeitsschutz am Arbeitsplatz können sich Beschäftigte an das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin unter post@lagetsi.berlin.de wenden.
  • Fragen zum Home-Office: Hotline 030 90254 5250 oder E-Mail an das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin unter home-office-fragen@lagetsi.berlin.de
  • Beratungsstelle für Berufskrankheiten: Erkranken Beschäftigte am Arbeitsplatz an COVID-19, handelt es sich unter bestimmten Voraussetzungen um eine Berufskrankheit oder einen Arbeitsunfall. Die Erkrankung ist bei der gesetzlichen Unfallversicherung zu melden. Die Berliner Beratungsstelle Berufskrankheiten unterstützt Sie im Verfahren kostenlos und vertraulich. Wir klären mit Ihnen, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen Tätigkeit und Erkrankung besteht. Kontaktmöglichkeiten per Telefon: 030 9028-2636, E-Mail: beratungsstelle.bkv@senisas.berlin.de oder unter berufskrankheiten.berlin.de

Diese Regelungen gehen auf die bundesweite SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung und die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück

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