| Bild | Ortsteil | Name | Hintergrundinformation |
|---|---|---|---|
| Henry-Ford-Bau | Die Freie Universität (FU) wurde am 04.12.1948 von Studierenden und Wissenschaftlern mit einem Festakt im Titania-Palast gegründet mit dem Ziel, frei von politischen Einflüssen zu lehren und zu lernen. Unterstützt wurden sie dabei von amerikanischen Alliierten und Berliner Politikern. Damals lernten 2140 Studierende bei 21 Professoren, heute sind es rund 31.500 Studierende und 349 hauptamtliche Professuren, davon 46 mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und 142 befristete Professuren zur Qualifikation. Es gibt aktuell 11 Fachbereiche und Zentralinstitute mit 228 Studiengängen (inklusive Promotionsstudiengänge und weiterbildende Masterstudiengänge) in einem breiten Fächerspektrum. Die FU gehört zu den bundesweit elf Exzellenzuniversitäten, die 2012 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in allen drei Förderrichtlinien erfolgreich abgeschnitten haben und deren Zukunftskonzepte gefördert werden. Sie ist führend in Wissenschaft und Lehre, in der Region vielfältig vernetzt und international aufgestellt und Arbeitgeber für 4350 Beschäftigte. | ||
| Rauchlose Siedlung | 1931/32 von Paul Emmerich, Paul Mebes und Heinrich Straumer errichtet. Fernbeheizte, viergeschossige Putzbauten mit Flachdächern in Nord-Süd ausgerichteter Zeilenbauweise. Zu finden ist diese Siedlung in: Steglitzer Damm und Munsterdamm, Immenweg, Hünensteig, Walsroder Straße, | ||
| Dahlem | Jagdschloss Grunewald | Das Gebäude ist ein kleiner dreigeschossiger Bau mit zwei kurzen, rückwärtigen Querflügeln, einem zweigeschossigen Vorbau, einem Treppenturm sowie einem großen, von Wirtschaftsgebäuden umschlossenen Hof. Es ist der einzige erhaltene Berliner Renaissancebau aus der Zeit Joachims II. Er wurde im Jahre 1542 von Caspar Theyß errichtet; Wirtschaftsgebäude und Stallungen sind zum Teil 1593 von Rochus zu Lynar, zum Teil erst um 1770 erbaut. Das Gebäude lag ursprünglich am Grunewaldsee und war, bis dessen Spiegel sich erheblich senkte, ein von einem Wassergraben umgebenes Wasserschloss. Seine jetzige Gestalt erhielt es unter König Friedrich I. Anfang des 18. Jahrhunderts. Vom ersten Bau sind die Vorhalle mit der Bauinschrift von 1542 und der Treppenturm geblieben. Die Nachfolger Friedrichs des Großen, Friedrich Wilhelm II. und III. benutzten es als idyllischen Ruhesitz. Im Inneren des Gebäudes befindet sich heute ein Museum, in dem man Gemälde der niederländischen und deutschen Malerei des 17. bis 19. Jahrhunderts betrachten kann. Dem Schloss gegenüber befinden sich eine jagdkundliche Sammlung, im östlichen Wirtschaftstrakt ein Waldmuseum und auf dem Gelände finden interessante Veranstaltungen statt (Konzerte, Weihnachtsmarkt etc.). | |
| Dahlem | Capitol | In der ehemaligen Villa von Carl Froelich, damaliger Präsident der Reichsfilmkammer, befindet sich das Kino “Capitol”. Durch einen Bombeneinschlag im Krieg wurden große Teile der Dahlemer Villa zerstört. Schon im Jahre 1946 begannen Umbauten am Kino. Der Vorführraum verfügte über 240 Plätze. Seit 1994 wird das Kino von Georg Klosters Yorck-Kino GmbH betrieben. | |
| Dahlem | Ehemaliger Sitz der Alliierten in Dahlem | 1994 zogen das Präsidialamt der Freien Universität und die Universitätsverwaltung in das Gebäude, welches 1926/27 vom Architekten des Berliner Funkturms, Heinrich Straumer, für den Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten gebaut worden war. In der Nachkriegszeit war das eindrucksvolle Gebäude 45 Jahre lang Sitz der Alliierten Kommandatura. | |
| Dahlem | Freie Universität Berlin | Die Freie Universität (FU) wurde am 04.12.1948 von Studierenden und Wissenschaftlern mit einem Festakt im Titania-Palast gegründet mit dem Ziel, frei von politischen Einflüssen zu lehren und zu lernen. Unterstützt wurden sie dabei von amerikanischen Alliierten und Berliner Politikern. Damals lernten 2140 Studierende bei 21 Professoren, heute sind es rund 31.500 Studierende und 349 hauptamtliche Professuren, davon 46 mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und 142 befristete Professuren zur Qualifikation. Es gibt aktuell 11 Fachbereiche und Zentralinstitute mit 228 Studiengängen (inklusive Promotionsstudiengänge und weiterbildende Masterstudiengänge) in einem breiten Fächerspektrum. Die FU gehört zu den bundesweit elf Exzellenzuniversitäten, die 2012 in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder in allen drei Förderrichtlinien erfolgreich abgeschnitten haben und deren Zukunftskonzepte gefördert werden. Sie ist führend in Wissenschaft und Lehre, in der Region vielfältig vernetzt und international aufgestellt und Arbeitgeber für 4350 Beschäftigte. | |
| Dahlem | Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz | 1915 bis 1923 von Eduard Fürstenau (geb. am 21.01.1862 in Marburg) als dreiflügelige barockisierende Schlossanlage, ganz im Sinne des wilhelminischen Historismus, errichtet. Geplant hat der “Leitende Geheime Oberbaurat” in Berlin u.a. auch das ehemalige “Königlich Preußische Oberverwaltungsgericht“ und das Strafgericht (beide in Charlottenburg). Das Magazingebäude hinter dem Hauptbau wurde 1945 etwa zu zwei Dritteln zerstört. Das einstige Preußische Geheime Staatsarchiv gehört seit 1963 zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. | |
| Dahlem | Haus Wiegand (Deutsches Archäologisches Institut) | Das monumentale Wohnhaus wurde 1911 – 12 von Peter Behrens für den Museumsdirektor und Archäologen Theodor Wiegand errichtet, und es ist seit 1957 Sitz der Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts. Die Aufgabe des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) ist die weltweite archäologisch-altertumswissenschaftliche Forschung und es ist die größte Forschungseinrichtung ihrer Art in Deutschland und eine der größten weltweit. | |
| Dahlem | Kirche St. Annen | Die vermutlich im 14. Jh. erbaute Dorfkirche zählt, besonders wegen ihrer Ausstattung, zu den schönsten und best erhaltenen Berlins. Der einschiffige Backsteinbau ruht auf einem Feldsteinsockel. Die 1945 heruntergeschossene Turmspitze von 1850 wurde 1953 in vereinfachter Form erneuert. | |
| Dahlem | Japanisch-Deutsche Zentrum | Die 1985 gegründete Stiftung engagiert sich in der deutsch-japanischen und internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Kultur. Schwerpunkte sind Konferenzen, Seminare und Workshops; Ausstellungen, Konzerte und Lesungen sowie Japanischkurse, Austauschprogramme und eine Bibliothek ergänzen die Aktivitäten. | |
| Dahlem | U-Bahnhof Dahlem Dorf | Sehenswert an diesem Bauwerk ist noch heute die Innenausstattung mit unregelmäßig glasierten Kacheln und rustikalen Schnitzarbeiten. Der Zugang befindet sich am nordöstlichen Ende des Bahnhofes in Form eines reetgedeckten Bauernhauses, das von den Gebrüdern Friedrich und Wilhelm Hennings stammt. | |
| Dahlem | U-Bahnhof Freie Universität (ehemals Thielplatz) | 1912/13 von Heinrich Straumer errichtet. Bis 1929 Endstation der Einschnittbahn durch die Domäne Dahlem. Der dreiflügelige Rohziegelbau im Landhausstil hat das “Haus Freudenberg” von Muthesius zum Vorbild. Die Zierkacheln der keramischen Wandverkleidung der Halle hat der Bildhauer Richard Kuöhl gestaltet. Die Umbenennung der U-Bahnstation von „Thielplatz“ in „Freie Universität“ erfolgte am 09.12.2016. | |
| Dahlem | Julius Kühn-Institut (Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, vormals Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft) | Durch Reichstagsbeschluss 1898 gegründet, bezog die Forschungsanstalt 1899 ihr Grundstück in der heutigen Königin-Luise-Straße und errichtete dort von 1902 bis 1904 das noch heute markante Labor- und Dienstgebäude. Als Kaiserliche Biologische Anstalt für Land- und Forstwirtschaft war sie die erste “gesamtstaatliche” Agrarforschungseinrichtung des Deutschen Reiches und eine der ersten auf dem “Dahlemer Wissenschaftscampus”. Die auf die Fachgebiete Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz (Phytomedizin) spezialisierte Forschungsanstalt war bis zum 2. Weltkrieg die Zentrale zahlreicher Fachinstitute und Dienststellen in ganz Deutschland. Nach 1945 zunächst als Biologische Zentralanstalt dem Senat von Berlin unterstellt, wurde sie 1954 wieder als Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft Berlin und Braunschweig (BBA) in die Zuständigkeit des Bundes übernommen. Seit 01.01.2008 ist die Forschungsanstalt in Dahlem Teil des “Julius-Kühn-Instituts”, der Nachfolgeinstitution der BBA, einer Bundesoberbehörde, die nun neben dem Pflanzenschutz auch für weitere Forschungsfelder und viele behördliche Funktionen des Bundes im Bereich der Kulturpflanzen zuständig ist. In Dahlem befindet sich neben dem Institut für ökologische Chemie, Pflanzenanalytik und Vorratsschutz das Informationszentrum und die Bibliothek. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte in Berlin-Dahlem sind u.a.: Risikobewertung der Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Nützlinge, Bewertung der Wirksamkeit von Vorratsschutzmitteln und von Pflanzenschutz- und Bewirtschaftungsverfahren auf ihre Nachhaltigkeit, chemische Untersuchung von Bienen auf Schäden durch Pflanzenschutzmittel, Einträge und Austräge chemischer Stoffe bei der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. | |
| Dahlem | Jürgen-Fuchs-Platz | Am 09.05.2011, dem 12. Todestag von Jürgen Fuchs, wurde in Dahlem der Platz an der Königin-Luise-Straße / Ecke Arnimallee nach Jürgen Fuchs benannt. Der Schriftsteller und Psychologe Jürgen Fuchs (19.12.1950 – 09.05.1999) hat sich mutig und einfallsreich für Bürgerrechte in der DDR eingesetzt. Wegen seiner Texte geriet er bereits als junger Mann in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit. Er wurde 1976 verhaftet und nach neun Monaten im Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen zur Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland gezwungen. Er setzte sich auch von Berlin (West) aus für Bürgerrechtler in der DDR und anderen Ostblock-Staaten ein. Jürgen Fuchs engagierte sich für die Friedensbewegung in West und Ost. In Berlin (West) arbeitete er als Sozialpsychologe mit benachteiligten Jugendlichen. Das Ministerium für Staatssicherheit setzte die menschenverachtenden Aktionen gegen Jürgen Fuchs in Berlin (West) fort (u.a. mit Telefonterror und versuchten Anschlägen). Nach dem Mauerfall 1989 arbeitete Jürgen Fuchs an der Aufklärung über das Ministerium für Staatssicherheit mit, auch in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Der Schriftsteller Jürgen Fuchs schrieb seit seiner Schulzeit Gedichte und Prosa. Er thematisierte das Leben in der DDR, auch seinen dort geleisteten Wehr-dienst. Die Haftzeit verarbeitete er u. a. in den „Vernehmungsprotokollen“. In seinem Roman „Magdalena“ (1998) – der Name bezieht sich auf die Stasi-Adresse Magdalenenstraße – flossen seine Erfahrungen innerhalb der Stasi-Unterlagen-Behörde und mit ihrem damaligen Leiter Joachim Gauck ein. 1999 starb Jürgen Fuchs in Berlin an Leukämie. Der Jürgen-Fuchs-Platz in Dahlem erblühte 2020 in neuem Glanz! Die Auszubildenden des Fachbereichs Grünflächen haben 2020 rund 3.000 Stauden und 200 Gehölze auf dem Platz neu gepflanzt. Grundlage der Neu- und Umpflanzungen war der Pflanzplan und das Gutachten des Landschaftsarchitekten Hartmut Teske, die extra zur Wiederherstellung des Platzes angefertigt wurden. Das historische Vorbild ist dabei das Konzept des Landschaftsarchitekten Willy Lange aus dem Jahr 1903. |
|
| Lankwitz | Kraftwerk und Umspannwerk Steglitz | Das Kraftwerk Steglitz wurde 1909 bis 1911 als Gemeindekraftwerk Steglitz von dem späteren Chefarchitekten der Bewag, Hans Heinrich Müller, errichtet. Wenige Jahre später wurde es zu einem Fernheizwerk umgebaut. Das Herzstück der Fassade bildet die symmetrische Giebelfront des Maschinenhauses. Der gesamte Gebäudekomplex ist architektonisch einheitlich gestaltet. Alle Gebäude wurden mit Rathenower Handstrichziegeln verblendet. Das Kraftwerk wurde Mitte der neunziger Jahre stillgelegt. Im Batteriespeichergebäude befindet sich heute der 2001 gegründete „Förderkreis zur Sammlung historischer Anlagenteile und Geräte aus der Technik der Strom- und Wärmeversorgung Berlins“. Der Besuch und eine Führung durch die ehrenamtlich geführte Sammlung mit mehr als 2000 Exponaten ist möglich. | |
| Lankwitz | Bernkastler Platz | Der Bernkastler Platz liegt an der Leonorenstraße in Lankwitz parallel zum Bahndamm und in der Bernkastler Straße. Die Erstanlage erfolgte im Jahr 1910. Den Platz umfassen Buchenhecken, Rosenrabatten sowie Pflasterornamente mit Rosenrondells vor dem Parkgebäude. | |
| Lankwitz | Dorfkirche Lankwitz | Die mittelalterliche Dorfkirche in Lankwitz, ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, ist die älteste Kirche im Bezirk. Sie brannte 1943 aus und wurde in den Jahren 1955 und 1956 wieder aufgebaut. | |
| Lankwitz | Hanna-Renate-Laurien-Platz | Der bis dahin namenlose Platz vor dem Rathaus Lankwitz wurde am 14.04.2016 in Hanna-Renate-Laurien-Platz umbenannt. Damit werden die Verdienste der ab 1981 in Berlin lebenden und 2010 verstorbenen Politikerin und Pädagogin gewürdigt, die viele Jahre in Lankwitz lebte. Sie war u.a. Schul- und Jugendsenatorin und als erste Frau von 1991 bis 1995 Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses. | |
| Lankwitz | Die Käseglocke | Der Pavillon von Architekt Fritz Freymüller und Gemeindebaurat Fritz stammt aus den Jahren 1913 – 1914. Er fungierte ehemals als Eingangstor zur Parkanlage der Gartenstadt Lankwitz und bildet an der Spitze des dreieckigen, spitzwinkligen Bernkastler Platzes einen außergewöhnlichen Blickpunkt. Heute befindet sich hier der beliebte Kinder-, Jugend- und Familientreff „Käseglocke“ des Vereins Spiel & Action e.V. mit einem Schwerpunkt in qualitativ guten, kostenfreien Angeboten im Bildungs-, Kreativ, Kultur- und Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche. Zudem gibt es eine Suppenküche für Kinder und Jugendliche und viele andere engagierte Projekte wie z.B. den Trödel-Basar, die Kiez-Engel oder den Runden Tisch Lankwitz-Südende. | |
| Lankwitz | Ratswaage Lankwitz | In dem spitzen Winkel zwischen Charlottenstraße und Elisabethstraße, nahe der Amalienstraße, steht die alte Ratswaage Lankwitz. Das Haus wurde im Stil eines Gartenpavillons gebaut und ist damit ein Dokument aus der Zeit der „Gartenstadt Lankwitz“. Der Entwurf trägt die Handschrift des Gemeindebaurates Fritz Freymüller. Nach Eröffnung des Güterbahnhofes Lichterfelde Ost wurde die so genannte „Fuhrwerks-Waage“ notwendig, weil die Kohlenhändler ihre Pferdewagen und später die Lastkraftwagen wiegen mussten. Herzstück war der Wiegeraum, dessen Wiegeeinrichtung als technisches Denkmal erhalten wurde. Heute dient die Ratswaage als kleine, repräsentative Begegnungsstätte für Frauen jeden Alters und jeder Nationalität. Der Frauentreffpunkt bietet eine Vielzahl von Veranstaltungen für Frauen an: Lesungen, Ausstellungen, vielfältige Kurse und Workshops etc. | |
| Lankwitz | "Siemens-Villa" - ehemaliges Musikarchiv der Deutsches Nationalbibliothek | Der neoklassizistische Herrensitz wurde 1913 bis 1916 von Gemeindebaurat Fritz Freymüller für Direktor Friedrich Christian Correns gebaut. 1925 an Angehörige der Familie von Siemens verkauft. Von 1941 bis 1976 Sitz des Ibero-Amerikanischen Institutes und bis Mai 2011: Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main, welches dann nach Leipzig verlegt worden ist. 2012 sind die BSP Business School Berlin Potsdam und die MSB Medical School Berlin als Mieter eingezogen. Aufgrund der hohen Anzahl an Studierenden wird der Hauptcampus der Siemens-Villa seit dem Sommersemester 2015 durch einen Nebencampus in unmittelbarer Nähe in der Lankwitzer Kelchstraße 23 ergänzt. Der wahrscheinlich von Carl Riemann entworfene große Garten steht unter Denkmalschutz. | |
| Lankwitz | Dreifaltigkeitskirche Lankwitz | Am 22.10.1904, dem Geburtstag der Kaiserin Viktoria, wurde der Grundstein dieser Backsteinkirche gelegt. Am 11.06.1906 fand in Gegenwart des Prinzen August Wilhelm von Preußen die Einweihung statt (Baukosten: 287.500 Mark). Die Kirche wurde beim Bombenangriff im August 1943 schwer beschädigt und im Mai 1951 – mit einem Flachdach – wieder eingeweiht. Die jetzige Turmspitze wurde im Oktober 1964 fertig gestellt. | |
| Lankwitz | Gemeindepark Lankwitz | Der Gemeindepark Lankwitz wurde auf Initiative von Dr. Rudolf Beyendorff, dem ersten hauptberuflichen, besoldeten Gemeindevorsteher, in den Jahren 1910-1912 vom Gartenarchitekten Carl Riemann angelegt. Nach wie vor ist er die größte Grünanlage von Lankwitz (10 ha) und mit seinem romantischen See, der Minigolfanlage, dem Kinderspielplatz, dem Tiergehege und der Rodelbahn ein beliebter Anziehungspunkt. Außerdem befindet sich dort auf dem Hügel das 1926 eingeweihte Kriegerdenkmal von Fritz Freymüller, eine aus steinernen Arkaden und Stelen mit Inschriften gestaltete Gedenkstätte für die Gefallenen des ersten Weltkrieges, später ergänzt auch für die Toten des Zweiten Weltkrieges. 2017 wurden die Sanierungs- und Revitalisierungsarbeiten des Parkteiches erfolgreich abgeschlossen und der Spielplatz nach einer erforderlichen Umgestaltung unter dem Motto „Burg im Wald“ wieder eröffnet. | |
| Lankwitz | Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin (GfE), Haus S | Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin wurde 1828 gegründet. Seit 2014 hat sie ihren Sitz auf dem FU-Campus in Lankwitz, wo auch die geowissenschaftlichen Fächer der Freien Universität beheimatet sind. Die Gesellschaft dient der Verbreitung geographischen Wissens in Berlin sowie im In- und Ausland. Zu diesem Zweck bietet die Gesellschaft ein Programm mit Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen an und führt Tagungen, Seminare und Exkursionen durch. Die Gesellschaft gibt seit 1834 eine wissenschaftliche Zeitschrift heraus: „DIE ERDE“ – heute einer der maßgebenden Fachzeitschriften der Geographie in Deutschland und weltweit, die in englischer Sprache erscheint. | |
| Lankwitz | Rathaus Lankwitz | Der Standort des Rathauses wurde damals bewusst in der Nähe des Bahnhofs gewählt, denn die meisten Bewohnerinnen und Bewohner aus Lankwitz arbeiteten in Berlin und konnten so die Amtsgeschäfte mit ihrem Arbeitsweg verbinden. Also damals schon sehr bürgerfreundlich. Außerdem sollte die eindrucksvolle Anlage die ankommenden Berliner in Empfang nehmen - praktisch die Visitenkarte der aufstrebenden Gartenstadt. Dr. Rudolf Beyendorff war der erste besoldetete Gemeindevorsteher und 1908 auch Bürgermeister von Lankwitz. Er wirkte auf den Bau eines Rathauses in Lankwitz mit Post und Polizeistation hin, im September 1911 wurde es fertiggestellt. Mit dem Groß-Berlin-Gesetz von 1920 wurde Lankwitz Ortsteil des Bezirkes Steglitz und der damalige Bürgermeister zog im Rathaus Steglitz ein. 1943 zerstörten Bomben einen Großteil des Rathauses Lankwitz - 1953 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Die Fassade wurde leicht verändert. Das Dach und der Uhrturm wurden stark verändert. Der Uhrturm hat ein Ziffernblatt in Form des Lankwitzer Wappens und trägt auf seiner Wetterfahne die Jahreszahl seines Wiederaufbaus. | |
| Lichterfelde | Dorfkirche Giesensdorf | Die von einer Findlingsmauer und einem Kirchhof umgebene Dorfkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die 1943 ausgebrannte saalartige Kirche wurde 1955 in ihrer ursprünglichen Form wieder hergestellt | |
| Lichterfelde | Augustaplatz | Mit dem kreisförmigen Augustaplatz entstand ein historischer Knotenpunkt in Lichterfelde. Das Wort Julius Poseners von dem “lächelnden Wilhelminismus“ wurde in der Nachbarschaft des von Gärten sowie malerischer Gründerzeitarchitektur gesäumten Lichterfelde und der Gardeschützenkaserne anschaulich. Bahnhof – heute Lichterfelde West – und Schmuckplatz wurden 1872 (bereits sechs Jahre vor Gründung Groß-Lichterfeldes) auf private Initiative des Hamburger Kaufmanns und Gutsbesitzers Johann Anton Wilhelm von Carstenn angelegt. Die 1838 und 1842 in Betrieb genommenen Potsdamer und Anhalter Eisenbahnlinien spielten in Lichterfelde eine entscheidende Rolle als Anbindung an Berlin. | |
| Lichterfelde | Dorfkirche Lichterfelde | Auf der Dorfaue am Hindenburgdamm befindet sich die im 14. Jahrhundert erbaute Dorfkirche Lichterfelde aus Feldsteingemäuer, die mehrfach umgebaut wurde. In unmittelbarer Nähe befindet sich der neugotische Backsteinbau der Evangelischen Pauluskirche; Fritz Gottlob schuf 1900 diese Hauptkirche für die Gemeinde von Groß-Lichterfelde. | |
| Lichterfelde | Eugen-Gerstenmeier-Platz | Am 10.11.2010 wurde der bisher namenlose Platz an der Kreuzung Enzianstraße und Hortensienstraße nach dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Dr. Eugen Gerstenmaier, benannt. Die Benennungsfeier fand unter Teilnahme des Präsidenten des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert (Initiator der Platzbenennung), Mitgliedern des Deutschen Bundestages und des Abgeordnetenhauses sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin statt. Gewählt wurde der Platz, da die Familie Gerstenmaier in der Hortensienstraße lebte. Ab November 1943, nachdem die Wohnung der Familie ausgebombt war, wohnte Familie Gerstenmaier, ebenso wie Familie Moltke, bei der Familie Yorck in der Hortensienstraße 50 | |
| Lichterfelde | Gutshaus Lichterfelde | Schloss Lichterfelde am Hindenburgdamm, auch “Carstenn-Schlösschen” nach seinem früheren Besitzer, dem Begründer der Gartenstadt Lichterfelde, Johann Anton Wilhelm Carstenn, genannt. Der zweigeschossige, klassizistische Bau wurde bereits um 1700 errichtet und später zweimal umgestaltet. Heute werden die Räume vom Stadtteilzentrum Steglitz genutzt. | |
| Lichterfelde | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) | Diese wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist zuständig für die Weiterentwicklung von Sicherheit und Zuverlässigkeit von Chemie und Materialtechnik, die Durchführung und Auswertung physikalischer und chemischer Prüfungen von Stoffen und Anlagen einschließlich der Bereitstellung von Referenzverfahren und Referenzmaterialien, die Mitarbeit bei der Entwicklung gesetzlicher Regelungen, z.B. bei der Festlegung von Sicherheitsstandards und Grenzwerten und für die Beratung der Bundesregierung, der Wirtschaft sowie der nationalen und internationalen Organisationen im Bereich der Materialtechnik und Chemie. Sie ist die Nachfolgeorganisation des 1871 gegründeten Staatlichen Materialprüfungsamts sowie der 1920 gegründeten Chemisch-Technischen Reichsanstalt. An den insgesamt vier Standorten in und um Berlin arbeiten 1660 Mitarbeiter in 11 Fachabteilungen. | |
| Lichterfelde | Bundesarchiv | Das Bundesarchiv erfüllt seine Aufgaben an acht Dienstorten. Auf dem Gelände der ehemaligen Hauptkadettenanstalt, Sitz der SS-Leibstandarte Adolf Hitlers, spätere Andrews-Barracks, befindet es sich mit den Abteilungen R: Akten, Karten und Karteien aus der Zeit des Deutschen Reiches von 1871 bis 1945 mit Vorläuferbehörden, Abteilung DDR: Akten und Nachlässe aus den Behörden der zentralen staatlichen Verwaltung der DDR) sowie der aus mehreren Archiven und verschiedenen Bibliotheken gebildeten “Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR” (Unterlagen zentraler Organe der SED, des FDGB, der FDJ und anderer Organisationen sowie Nachlässe). Die Bibliothek verfügt über ca. 1,4 Millionen Bände und ist der Öffentlichkeit frei zugänglich. Für die Archivbenutzung ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich. | |
| Lichterfelde | Katholische Kirche zur Heiligen Familie | Romantische, gehöftartige Anlage aus Kirche, Pfarrhaus mit Fachwerkfassade und Garten. Die Anlage entstand 1904 nach Plänen von Christoph Hehl. Die Kirche zeigt überwiegend neugotische Formen. Sie besitzt eine sehr qualitätsvolle Innenausstattung aus der Erbauungszeit. Außerdem verfügt die Kirche über einen angelegten Klostergarten mit Blumenbeeten, Gemüsegarten, Kräuterspirale und Streuobstwiese. | |
| Lichterfelde | Parkfriedhof Lichterfelde | 1908 gewann der Architekt Friedrich Bauer einen gartenkünstlerischen Wettbewerb und entwarf den Parkfriedhof. Im Wesentlichen ist er bis heute so erhalten geblieben. Neben dem Eingang befinden sich eine Kapelle mit 16 m hohem Turm, das Verwaltungsgebäude und ein Blumenladen. Auf einer Fläche von 20,3 ha sind viele Persönlichkeiten begraben wie z. B. Verleger Walter de Gruyter, Architekt Gustav Lilienthal und Reichskanzler Kurt von Schleicher. | |
| Lichterfelde | Ikarus-Denkmal | Der Ikarus erinnert an den mit dem Leben bezahlten Forscherdrang Otto Lilienthals (1848 – 1896), der bei einem seiner Flugversuche abstürzte. Der in Anklam geborene Flugpionier lebte und arbeitete in Lichterfelde und errichtete hier sogar einen Fliegeberg (siehe auch „Lilienthal-Gedenkstätte“). Er gilt heute als der erste Mensch, der mittels seiner Flugapparate erfolgreiche Gleitflüge bis 250 m Länge schaffte. Sein Ehrengrab befindet sich auf dem landeseigenen Friedhof Lankwitz. | |
| Lichterfelde | McNair Kaserne (ehemals Telefunken-Werke) | Das zweitgrößte Industriedenkmal Berlins befindet sich auf einem über 60 000 Quadratmeter großen Komplex zwischen Goerzallee, Platz des 4. Juli und Osteweg und wurde 1937 bis 1940 nach Plänen des Architekten Hans Hertlein als Fabrikanlage gebaut. Inhaber des Areals war zunächst die Firma Telefunken, die dort u.a. Elektroröhren herstellte, während des Zweiten Weltkrieges aber auch Funktechnik. Die amerikanischen Alliierten richteten nach 1945 auf dem Gelände ihr Hauptquartier ein und nannten es “McNair-Barracks” (siehe auch unter Platz der US-Berlin-Brigade), nach dem amerikanischen Generalleutnant Lesley J. McNair. In den Gebäuden waren bis zu 2.300 US-Soldaten stationiert. 1994 verließen die amerikanischen Truppen Berlin. 1995 wurde das leer stehende McNair-Areal unter Denkmalschutz gestellt. Inzwischen wurden die vier ehemaligen Kasernenstandorte, die Roosevelt Barracks, die Turner Barracks, die Andrews Barracks und die McNair Barracks, neuen Nutzungen wie dem Wohnungsbau zugeführt, und es gibt Planungen für die Bebauung auf dem ehemaligen US-Truppenübungsplatz in Lichterfelde Süd. | |
| Lichterfelde | Villa Ardenne | Die Villa wurde 1885 bis 1886 von Richard Reinholz Hintz erbaut und diente von 1928 bis 1945 als Wohnsitz für den Physiker und Mediziner Manfred von Ardenne. Das Land Berlin kaufte ihm das Haus im Jahr 1951 ab und richtete dort ein Jugendheim ein. Teile der Gestaltung sind noch in der räumlichen Gestaltung des Hauses erkennbar. Nach gründlichen Renovierungsarbeiten steht die Villa seit 1983 unter Denkmalschutz. Heute wird sie von dem Kinder-, Kultur- und Nachbarschaftszentrum Villa Folke Bernadotte (Träger: Nachbarschaftsheim Mittelhof e.V.) mit einem vielfältigen Programm genutzt. | |
| Lichterfelde | Lilienthal-Gedenkstätte | Mit Lichterfelde eng verbunden ist auch der Name eines Erfinders, der später weltberühmt wurde: Otto Lilienthal (1848 – 1896). Er ließ sich 1894, für rund 9.000 Mark, an der heutigen Schütte-Lanz-Straße vom Abraum der benachbarten Ziegelei einen Hügel aufschütten, von dem aus er seine Gleitflüge mit Flugweiten von bis zu 80 Metern startete. Nach einem Unfall bei einem Flugversuch in der Nähe von Rhinow starb Lilienthal am 10.08.1896. Das Areal wurde um 1900 zu einem Park umgestaltet und Stadtbaurat Fritz Freymüller errichtete hier 1928-1932 eine Gedenkstätte für den Flugpionier. Auf dem Hügel, heute ein vierfach abgestufter Kegelstumpf, führt in der Mittelachse eine Treppe hinauf, wo sich eine bronzene Weltkugel, von vier steinernen Bänken umgeben, befindet. Seit 2006 findet hier jährlich das Fliegefest statt, bei dem 2010 eine Informationsstele zum Wirken Lilienthals und zum Fliegeberg eingeweiht wurde. | |
| Lichterfelde | Platz der US-Berlin-Brigade | In Anwesenheit des Botschafters der Vereinigten Staaten in der Bundesrepublik Deutschland, Philip D. Murphy, und weiterer politischer Würdenträger wurde im Beisein von hochrangigen Veteranen der US-Army gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern des früheren Truppenstandorts der McNair-Barracks am 17.09.2010 mit dieser Platzbenennung an das herausragende Engagement der Vereinigten Staaten für die Sicherheit und Freiheit Berlins erinnert. | |
| Lichterfelde | Ehemaliges Frauengefängnis Lichterfelde | Das Gebäude, einst Amtsgericht und Frauengefängnis, 1902 bis 1906 von Rudolf Mönnich, Walter Sarkur und Paul Thoemer erbaut, wird heute als künstlerischer Atelierort genutzt. | |
| Lichterfelde | Lilienthal-Villen | 1895 – 1900 erbaute der Architekt Gustav Lilienthal, der Bruder des Flugpioniers Otto Lilienthal, ca. 20 Villen in Lichterfelde. Die Türmchen, Zinnen, Zugbrücken und Spitzbogenfenster verleihen den Häusern einen burgenhaften, romantisch-malerischen Charakter | |
| Lichterfelde | Heizkraftwerk Lichterfelde | Das Heizkraftwerk in Lichterfelde wurde 1972 gebaut, versorgt seither ca. 100.000 Haushalte in Steglitz-Zehlendorf mit Strom und Fernwärme und wird von Vattenfall betrieben. Wer in Steglitz-Zehlendorf wohnt, wird wahrscheinlich auch immer diese drei markanten Heiztürme mit seinem Bezirk verbinden. Bei der Fahrt über die B101 und Osdorfer Straße nach Berlin sind die Schornsteine nicht zu übersehen und bedeuten für viele Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks, das "nach Hause kommen". Im November 2019 wurde eine neue Gas- und Dampfturbinenanlage in Betrieb genommen, die 170.000 Tonnen Kohlendioxid einspart und somit wesentlich effizienter und umweltfreundlicher arbeitet als bisher. Das Kraftwerk erzeugt eine Gesamtleistung von 230 Megawatt Fernwärme und 300 Megawatt Strom. Es wurde bereits angekündigt, dass die Schornsteine mittelfristig zurückgebaut werden. Wann genau, steht noch nicht fest. | |
| Nikolassee | Dreilinden - Ehemaliger Alliierten Checkpoint Bravo | Die Grenzübergänge Dreilinden sind auch als Checkpoint Bravo bekannt. Es gibt auch einen Checkpoint Alpha und einen Checkpoint Charlie. Die Bezeichnungen kommen aus dem internationalen Buchstabieralphabet. Checkpoint Alpha und Charlie führten vom Westen in den Osten. Alpha lag am Grenzübergang Helmstedt-Marienborn und Charlie in der Friedrichstraße. Checkpoint Bravo war einer der drei alliierten Kontrollpunkte im geteilten Berlin, der durch die USA genutzt wurde und führte vom Osten in den Westen. Er befand sich in Nikolassee an der Stadtgrenze von Berlin zur DDR, auf der Verlängerung der AVUS. Der Kontrollpunkt (engl. Checkpoint) wurde in der DDR Grenzübergangsstelle genannt. Die Grenzübergänge Dreilinden wurden in den Jahren 1968 bis 1972 vom Bauamt Nord der Oberfinanzdirektion Berlin (Hans Joachim Schröder) sowie der Bauabteilung der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (Gerhard Rainer Rümmler) errichtet. Bis zur Stilllegung 1990 waren die Kontrollpunkte für die meisten Berliner und Besucher West-Berlins ein Ort von großer emotionaler Bedeutung und viele Erinnerungen knüpfen sich an die Transitstrecke und das Prozedere der Abfertigung. Nur wenige Bauten der Grenzanlagen sind heute noch zu sehen. Die abgerissene Baracke des Checkpoints ist heute noch im Alliierten-Museum in Dahlem zu sehen. | |
| Nikolassee | Waldschule Zehlendorf | Sie wurde 1996 auf dem Gelände der Revierförsterei Dreilinden von den Berliner Forsten gegründet. 1998 setzte die Mithilfe des jetzigen Trägers – “Jugend in Berliner Wäldern e.V.” – ein. Die rustikale, ofenbeheizte Waldschulhütte ist Ausgangspunkt für das erlebnisreiche Waldprogramm im Düppeler Forst. Der Verein “Jugend in Berliner Wäldern e.V.” hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berliner Kindern das Erlebnis „Wald mit allen Sinnen“ zu vermitteln. Alle dort tätigen hauptamtlichen Mitarbeiter verfügen über mehrjährige Erfahrungen im Bereich der erlebnisorientierten Waldpädagogik. Das Angebot für Schulklassen und Gruppen reicht von Walderlebnistagen, Thementagen und Abendwanderungen bis hin zur Bearbeitung von Frischholz. | |
| Nikolassee | Günter-Pfitzmann-Platz | Mit der Benennung des Platzes, der in unmittelbarer Nähe des Wohnhauses liegt, würdigte am 08.04.2017 das Bezirksamt die Verdienste und die Lebensleistung des Volksschauspielers Günter Pfitzmann. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Kabarettgruppe „Die Stachelschweine“ und spielte in einer Vielzahl von Filmen und Fernsehserien mit. Für seine schauspielerischen Leistungen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal die Goldene Kamera. Am 8. April 2019 wäre der beliebte Berliner 95 Jahre alt geworden. | |
| Nikolassee | S-Bahnhof Nikolassee | 1902, als die Gegend noch kaum besiedelt war, sollte der Prunkbau wohlhabende Menschen beeindrucken, damit sie sich hier niederlassen. “Rot-weißes Schloss” wird der Bau gerne genannt, dessen von den Architekten Fritz Brüning und Paul Vogler entworfenes Empfangsgebäude zu den schönsten in Berlin gehört. Über eine halbe Million Mark soll das Projekt damals gekostet haben, das von der Grundstücksgesellschaft “Heimstätten AG” finanziert wurde | |
| Nikolassee | Strandbad Wannsee | Das unter Denkmalschutz stehende und vor einigen Jahren grundsanierte, großzügig angelegte und äußerst beliebte Sommerbad wurde 1929/30 von Martin Wagner und Richard Ermisch im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut. An dem 1,3 km langen und 80 m breiten Sandstrand liegen vier zweigeschossige Hallen mit Garderoben- und Duschräumen. Sie sind durch einen 600 m langen Gang mit Läden und Service-Einrichtungen verbunden. Weitere Bäder in Steglitz-Zehlendorf finden Sie hier: | |
| Nikolassee | Studentendorf Schlachtensee | Das Studentendorf Schlachtensee, das sich zwischen Spanischer Allee und Potsdamer Chaussee befindet, wurde in den Jahren 1959 bis 1964 von den Architekten Hermann Fehling, Daniel Gogel und Peter Pfannkuch als das erste geplante Berliner Studentenheim der Nachkriegszeit erbaut. Die Freiraumplanung stammt von Hermann Mattern. In seiner städtebaulich-künstlerischen Konzeption ist es ein Werk von außerordentlichem Rang, das zu den bedeutenden Architekturleistungen der Nachkriegszeit gehört – gemeinsam Leben und gemeinsam Lernen in der Architektur der Demokratie. Die öffentlichen Bauten gruppieren sich um den vertieft gelegenen Dorfplatz, während die Wohngebäude terrassenförmig in ihrer Höhe nach außen hin ansteigen. 2003 wurde die Anlage an die ein Jahr zuvor gegründete Genossenschaft verkauft. 2006 begann dann die grundlegende denkmalgerechte und energetische Sanierung der 28 Häuser auf dem 5,3 Hektar großen Areal bei laufendem Betrieb, die voraussichtlich im Jahr 2022 abgeschlossen sein wird. | |
| Nikolassee | "Am Heidehof"-Siedlung | 1923/24 von Mebes & Emmerich errichtete zweigeschossige Klinkerbauten mit Satteldächern, die einen baumbestandenen nahezu quadratischen Platz umschließen. Toreingänge und Lauben mit Spitzbögen, farbige Fensterläden und Haustüren verleihen den Häusern ihren ländlichen Charakter. | |
| Nikolassee | Julius-Posener-Platz | Am 17.08.2012 wurde auf dem Julius-Posener-Platz in Nikolassee eine Informationstafel zu Ehren des um die Erhaltung von Baudenkmalen, auch an der Rehwiese, verdienten Architekten und Hochschullehrers Julius Posener aufgestellt. Die von dem Grafiker und Weggefährten Julius Poseners, Rudolf J. Schmitt, mit seinem Atelier nach einer Idee der Initiative Rehwiese gestaltete Tafel, konnte vor allem durch großzügige Spenden zahlreicher Bürgerinnen und Bürger realisiert werden. Der am 29.01.1996 nach schwerer Krankheit verstorbene Posener wurde in Berlin-Lichterfelde geboren. Von 1923 an studierte er an der Technischen Hochschule Charlottenburg Architektur, und nach seinem Vordiplom 1926 studierte er dann bei Hans Poelzig. Nach seiner Emigration 1933 nach Paris folgte er 1935 Erich Mendelsohn nach Palästina, arbeitete zunächst auch mit ihm zusammen, machte sich jedoch 1936 selbstständig und arbeitete bis 1941 in Jerusalem. In den Jahren 1941 bis 1947 leistete er freiwilligen Kriegsdienst in der britischen Armee und kehrte auf diesem Wege 1945 als britischer Soldat nach Deutschland zurück. Von 1948 bis 1956 lehrte Posener an der Londoner Brixton School of Building und von 1956 bis 1961 am Technical College of Kuala Lumpur, wo er eine Architekturschule aufbaute. Am 13.08.1961 kehrte er – nach 28 Jahren im Exil – endgültig nach Berlin zurück, wo er bis 1971 eine Professur für Geschichte, Theorie und Kritik der Architektur übernahm. Nach seiner Emeritierung lehrte er noch bis 1978 an der Architekturabteilung der Technischen Universität Berlin sowie mehrmals an amerikanischen Universitäten und leitete in den Jahren 1972 bis 1976 den Werkbund als Vorsitzender. | |
| Nikolassee | Rehwiese | Die Rehwiese ist eine circa 1 1/2 Kilometer lange Niederung im Zehlendorfer Ortsteil Nikolassee und lädt zu Spaziergängen ein. Sie zieht sich von der Spanischen Allee bis hin zum Nikolassee. Weitgehend trockengelegt wurde die einst sumpfige Rehwiese, die früher auch Kuhfenn genannt wurde, erst 1901, als die Villenkolonie Nikolassee entstand. | |
| Steglitz | Lauenburger Platz | Der um 1910 entstandene Lauenburger Platz gilt als ein Beispiel repräsentativer Berliner Schmuckgestaltung. Nach den Entwürfen von Gartenbaudirektor Fritz Zahn wurde die Gartenlandschaft gestaltet: mit Teichanlage, geschwungener Wegführung und einer als Uferpromenade angelegten Sumpfeichenallee. Der Hauptzugang befindet sich an der Bismarckstraße und besitzt eine Aussichtsplattform und eine doppelläufige Treppenanlage. Für die Kinder gibt es heute im südlichen Teil einen Spielplatzbereich, welcher in seiner räumlichen Anordnung auf die Gestaltung Zahns zurückgeht. | |
| Steglitz | Franz-Amrehn-Platz | Am 04.10.2011 wurde der bisher namenlose Platz an der Schloßstraße / Ecke Schildhornstraße auf einstimmigen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung vom 19.01.2011 nach Franz Amrehn (23.11.1912 – 04.10.1981) anlässlich seines 30. Todestages benannt. Franz Amrehn hat sich ein Leben lang mit seinem politischen Handeln um seine Heimatstadt Berlin verdient gemacht, u. a. als Vizepräsident des Berliner Abgeordnetenhauses von 1952 bis 1955. Danach, von 1955 bis 1963, war er unter den beiden Regierenden Bürgermeistern der SPD – Otto Suhr und Willy Brandt – als Bürgermeister zweiter Mann im Rathaus Schöneberg. 1969 zog sich Franz Amrehn aus der Berliner Landespolitik zurück und wechselte als Berliner Abgeordneter in den Deutschen Bundestag, dem er bis zu seinem Tode ununterbrochen angehörte. | |
| Steglitz | Rosenkranz-Basilika | Erbaut 1899/1900 vom Berliner Architekten Christoph Hehl, der auf den Bau katholischer Kirchen spezialisiert war. Anlehnung an die Architektur märkischer Kirchen. Bemerkenswert: die Kuppel mit 16 Fenstern über dem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes sowie die byzantinisierende Ausmalung des Inneren | |
| Steglitz | "Spiegelwand"-Denkzeichen, ehemalige Synagoge Haus Wolfenstein | Die Remise eines alten Hauses ließ der Kaufmann Moses Wolfenstein, Vorsitzender des „Religiösen Vereins Jüdischer Glaubensgenossen in Steglitz“, zu einer von circa 80 Privat- und Vereinssynagogen, die im Raum von Groß-Berlin bis 1938 bestanden, umbauen. Nach dem Krieg wurde die Remise privat genutzt und war seither nicht öffentlich zugänglich. Versuche, an die Synagoge durch eine Gedenktafel zu erinnern oder das Gebäude selbst in diesem Sinn zu nutzen, reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Erst der Umbau des Hermann-Ehlers-Platzes konnte als Anlass genommen werden, auf dem zukünftigen Marktplatz vor dem Vorderhaus ein “Denkzeichen” für die ehemalige Synagoge und den Nachkriegsumgang mit diesem Ort sowie für das jüdische Leben in Steglitz zu errichten. Wolfgang Göschel und Joachim von Rosenberg, die 1992 in Zusammenarbeit mit dem Historiker Hans-Norbert Burkert den Wettbewerb gewannen, entwarfen eine hochpolierte Chromstahlwand, die zentral auf dem Platz das Marktgeschehen und den Betrachter spiegelt, diesen aber zugleich konfrontiert mit den eingravierten Namen, Geburtsdaten und Anschriften von jüdischen Deportierten aus ganz Berlin, mit Transportlisten, soweit diese auch Steglitzer Adressen enthalten, und mit Text- und Bilddokumenten zu Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens. Der Realisierung 1995 ging eine heftige und langwierige Kontroverse voraus. | |
| Steglitz | Titania-Palast | Der am 26.01.1928 mit 1.500 Plätzen eingeweihte “Titania-Palast” galt seinerzeit als wegweisende Filmtheaterkonstruktion und überstand den Krieg fast unbeschädigt. Bereits am 26.05.1945 fand hier das erste Konzert der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Leo Borchard statt, am 04.12.1948 wurde dort die Freie Universität gegründet, und 1951 wurden die ersten Filmfestspiele an diesem Ort eröffnet. Doch mit der Verlagerung des Berliner Kulturlebens in die Innenstadt verlor der “Titania-Palast” mehr und mehr als Veranstaltungsort für Konzerte, Operetten und Filmvorführungen an Bedeutung, so dass er schließlich im März 1969 in einen Mehrzweckbau mit Ladengeschäften umgewandelt und erst am 24.05.1995 wieder als Kino eröffnet wurde. | |
| Steglitz | Blindenbibliothek Betty Hirsch | Sie trägt den Namen der blinden Sängerin und Pädagogin Betty Hirsch, die sich nach dem ersten Weltkrieg an der Berliner Blindenschule, dem Ort, an dem sich heute auch die Blindenbibliothek befindet, engagiert hat. Die Blindenbibliothek Betty Hirsch ging aus der Schulbücherei der Johann-August-Zeune-Schule, der einzigen Schule für Blinde und Sehbehinderte in Berlin, hervor. Mit der Umgestaltung zu einer öffentlichen Teilbibliothek ist sie für Interessierte aller Altersgruppen aus ganz Berlin – über Fernleihe sogar aus dem gesamten Bundesgebiet – nutzbar. | |
| Steglitz | Ensemble Ev. Matthäuskirche | Zwischen 1876 und 1880 wurde die mehr als 1000 Menschen fassende älteste neogotische Kirche Berlins, die Steglitzer Matthäus-Kirche, nach Plänen von Emil Grette errichtet. Es ist ein Backsteinbau mit kreuzförmigem Grundriss und einem 68 m hohen Turm. Etwa 17 Jahre später entstand das benachbarte Pfarrhaus von A. Westphal (1897) in der Rothenburgstraße und im späteren Verlauf noch ein Gemeindehaus von Otto Rudolf Salvisberg (1930) in der Mittelstraße. Die Sanierung des Kirchturms mit neuem, teilvergoldeten, schmiedeeisernem Turmkreuz wurde im Herbst 2016 abgeschlossen. | |
| Steglitz | Gutshaus Steglitz | Das Herrenhaus wurde um 1800 für den Kabinettsrat Carl Friedrich von Beyme, späterer Großkanzler und preußischer Justizminister, nach einem Entwurf von David Gilly errichtet. Die endgültige Fertigstellung ist für die Zeit um 1804 in Form eines Umbaus durch Heinrich Gentz anzunehmen. Die Bedeutung des Gutshauses liegt in der baugeschichtlich herausragenden Stellung als Zeugnis des preußischen Frühklassizismus: Es ist neben dem Humboldt-Schloss in Tegel das einzige Haus dieses Gebäudetyps im Berliner Stadtgebiet aus dieser Epoche. Nach umfangreicher Bauforschung und rund vierjähriger Restaurierung ist das Herrenhaus nach seinem klassizistischen Ursprungsbau und in seiner Farbigkeit rekonstruiert worden. Seit seiner Wiedereröffnung im Juni 1995 steht es für repräsentative Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung. Durch den Besuch von Ausstellungen, Lesungen und Konzerten in den Räumen des Erdgeschosses wird das Haus für jedermann erlebbar gemacht. Außerdem ist es möglich, Räume im Erdgeschoss für private Feierlichkeiten anzumieten. | |
| Steglitz | Beyme-Schlösschen | Das Herrenhaus wurde um 1800 für den Kabinettsrat Carl Friedrich von Beyme, späterer Großkanzler und preußischer Justizminister, nach einem Entwurf von David Gilly errichtet. Die endgültige Fertigstellung ist für die Zeit um 1804 in Form eines Umbaus durch Heinrich Gentz anzunehmen. Die Bedeutung des Gutshauses liegt in der baugeschichtlich herausragenden Stellung als Zeugnis des preußischen Frühklassizismus: Es ist neben dem Humboldt-Schloss in Tegel das einzige Haus dieses Gebäudetyps im Berliner Stadtgebiet aus dieser Epoche. Nach umfangreicher Bauforschung und rund vierjähriger Restaurierung ist das Herrenhaus nach seinem klassizistischen Ursprungsbau und in seiner Farbigkeit rekonstruiert worden. Seit seiner Wiedereröffnung im Juni 1995 steht es für repräsentative Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung. Durch den Besuch von Ausstellungen, Lesungen und Konzerten in den Räumen des Erdgeschosses wird das Haus für jedermann erlebbar gemacht. Außerdem ist es möglich, Räume im Erdgeschoss für private Feierlichkeiten anzumieten. | |
| Steglitz | Wrangelschlösschen | Das Herrenhaus wurde um 1800 für den Kabinettsrat Carl Friedrich von Beyme, späterer Großkanzler und preußischer Justizminister, nach einem Entwurf von David Gilly errichtet. Die endgültige Fertigstellung ist für die Zeit um 1804 in Form eines Umbaus durch Heinrich Gentz anzunehmen. Die Bedeutung des Gutshauses liegt in der baugeschichtlich herausragenden Stellung als Zeugnis des preußischen Frühklassizismus: Es ist neben dem Humboldt-Schloss in Tegel das einzige Haus dieses Gebäudetyps im Berliner Stadtgebiet aus dieser Epoche. Nach umfangreicher Bauforschung und rund vierjähriger Restaurierung ist das Herrenhaus nach seinem klassizistischen Ursprungsbau und in seiner Farbigkeit rekonstruiert worden. Seit seiner Wiedereröffnung im Juni 1995 steht es für repräsentative Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft und Kultur zur Verfügung. Durch den Besuch von Ausstellungen, Lesungen und Konzerten in den Räumen des Erdgeschosses wird das Haus für jedermann erlebbar gemacht. Außerdem ist es möglich, Räume im Erdgeschoss für private Feierlichkeiten anzumieten. | |
| Steglitz | Schlosspark Theater | Der ursprünglich zum Wirtschaftstrakt des Gutshauses Steglitz gehörende Flachbau wurde 1920 durch einen Säulenvorbau mit Dreieckgiebel dem klassizistischen Stil des Gutshauses Steglitz angepasst, und er wurde zu einem 480 Plätze umfassenden Theater umgebaut. 1934/35 wurde der Betrieb dann eingestellt und ein Kino eingerichtet.1945 wagte Boleslaw Barlog einen ruhmreichen Neuanfang. Die Bühne wurde 1993 als Staatstheater aufgegeben und bis 1999 als subventioniertes Privattheater von Heribert Sasse weiter betrieben. Von 2004 bis 2006 übernahm die Stage Entertainment das Haus als Musical-Theater. Ab September 2009 öffnete das Theater dann unter seinem neuen Betreiber und Intendanten Dieter Hallervorden wieder seine Pforten und erfreut sich seither unverändert großer Beliebtheit. | |
| Steglitz | Schloßstraße | Die 2,1 Kilometer lange Straße ist nicht nur die Einkaufsmeile des Bezirks, sondern auch eine der beliebtesten Einkaufsstraßen der Stadt. Sie gilt mit bisher 140.000 Quadratmetern Verkaufsfläche als zweitgrößte Einkaufsstraße Berlins. Das Bezirksamt hat die angestrebte Verkehrsberuhigung umgesetzt: Seit 2011 existiert hier nur noch eine Fahrspur pro Richtung für den Auto- und Busverkehr sowie je eine Fahrradspur. Viele Geschäfte, Warenhäuser und Einkaufszentren sorgen für ein reges und buntes Treiben. Attraktive Anziehungspunkte sind z. B. das “Forum Steglitz, das “Schloss“ (Schloßstraße/Ecke Grunewaldstraße) oder das Einkaufsquartier „Boulevard Berlin“, das die beiden Warenhäuser Wertheim und Karstadt zu einer neuen Einkaufswelt mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 64.000 m² vereint. | |
| Steglitz | Schwartzsche Villa | Nach der Restaurierung der Schwartzschen Villa (errichtet 1895 bis 1897) an der Grunewaldstraße / Ecke Schloßstraße wurde sie am 03.09.1995 mit einem großen Eröffnungsfest ihrer Bestimmung übergeben und ist seither aus dem Berliner Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Hier finden vor allem Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und Theatervorstellungen (auch für Kinder) statt. Seit Sommer 2017 leitet Frau Dr. Hausmann das Kulturamt und ist damit auch für die Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen in der Schwartzschen Villa zuständig, wobei sie u.a. etablierten und jungen Künstlern gleichermaßen gerecht werden will | |
| Steglitz | VW- Pavillon | Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 1951 nach Plänen von Curt Hans Fritzsche erbaut und diente über Jahre hinweg als Ausstellungsraum für einen Autohändler. Heute ist dort ein Café untergebracht. | |
| Steglitz | Stadtpark Steglitz | Das ca. 17 ha große Gelände war einst eine sumpfige Niederung mit altem Baumbestand, das in den Jahren 1906 bis 1914 von den Gartenarchitekten Fritz Zahn und Rudolf Korte in einen Landschaftspark verwandelt wurde. Seit 1995 ist der Stadtpark Steglitz als Gartendenkmal eingestuft. Hier finden in den Sommermonaten häufig Veranstaltungen der Musikschule im Musikpavillon statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. | |
| Steglitz | Althoffplatz | Nach dem preußischen Kulturpolitiker Ministerialdirektor Friedrich Althoff (1835 – 1908) benannter Platz im Ortsteil Steglitz. Er gehört mit seiner Größe, seinen Proportionen und dem markanten Baumbestand zweifelsohne zu den typischen Plätzen, die infolge des Hobrechtplanes von 1862 in den Außenbezirken des heutigen Berlins um die Jahrhundertwende von Bebauung freigehalten wurden. Der Plan von 1911, nach dem die Wiederherstellung des Platzes erfolgte, zeigt bereits die heute als Naturdenkmale eingetragenen beiden Bäume: Zwei dickstämmige Blutbuchen, deren weit ausladenden Äste fast die Rasenfläche berühren. | |
| Steglitz | Feuerwache Steglitz | 1924/25 von Stadtbaurat Fritz Freymüller erbaut. Geschickt angeordnete Gebäudegruppe auf dem Eckgrundstück Plantagenstraße 12, Ecke Südendstraße 18 A, bestehend aus dem Wachgebäude, der Wagenhalle, dem Steigeturm und dem Wohngebäude Südendstraße 16-18. | |
| Steglitz | Musikschule Grabertstraße | Die unter Denkmalschutz stehende Villa ist das älteste und repräsentativste Gebäude des kleinen Ortsteils Südende, der in der Bombennacht am 23./24.08.1943 zu ca. 80 % durch die Luftangriffe zerstört wurde. Die Villa im italienischen Landhausstil wurde 1872/73 im Auftrag des „Banquiers“ und Inhabers eines „Bank- und Producten-Commissionsgeschäftes“ Eduard Mamroth errichtet, nachdem dieser die damalige, idyllisch an einem Teich gelegene, Parzelle 124, von der am 26.08.1872 gegründeten „Aktien-Terraingesellschaft Südende“ erworben hatte, die hier eine prächtige Villen- und Landhauskolonie plante. Nach mehreren Eigentümerwechseln kaufte die Stadt Berlin 1961 diese typische Villa der Gründerzeit, in Nachfolge der „Berliner Schule“ in spätklassizistischen Formen errichtet, mit dem fast 5.000 qm² umfassenden Grundstück aus Privatbesitz. Sie wurde dann 1963/64 als Quartier für die Steglitzer Musikschule umgebaut und am 29.01.1965 eröffnet. Nach der Bezirksfusion 2001 wurde dieser Standort der Musikschule in der Grabertstraße 2004 aufgegeben und dann vom 07.03.2005 bis 16.07.2007 als Veranstaltungsort privat genutzt. Seit dem 01.01.2008 wird das Gebäude wieder von der Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf genutzt. Von 2010 bis 2011 wurde die Villa grundlegend saniert. Dabei wurde dem Nutzungskonzept der Musikschule und allen Anforderungen des Brand- und Denkmalschutzes sowie den aktuellen energetischen Bestimmungen Rechnung getragen. | |
| Steglitz | (Ehemaliges) Postamt Steglitz | 1907 – 1909 von Wilhelm Walter erbaut. Der markante Bau mit seinem hohen Eckturm entspricht dem Repräsentationsgedanken der “Kaiserlichen Post”, ohne jedoch einen bestimmten Bautyp zu verkörpern. | |
| Steglitz | Stadtbad Bergstraße | Das 1908 eröffnete Stadtbad entsprach seinerzeit modernstem Standard mit einem 9×21 m Becken, einer Massageabteilung und Heilbädern. Es wurde 2002 geschlossen und steht heute unter Denkmalschutz. Es wurde zwischenzeitlich als Ort für Kulturveranstaltungen genutzt. Gegenwärtig ist das Bad geschlossen. | |
| Steglitz | Katholische Kirche St. Bernhard | Das 1934 eingeweihte Kirchengebäude ist ein typischer Bau im Stil der Neuen Sachlichkeit; die Pläne dazu lieferte der Architekt Wilhelm Fahlbusch. Ohne Pfeiler und Säulen lässt seine unsichtbare Eisenkonstruktion das Haupt- und die Seitenschiffe zu einer Raumeinheit verschmelzen. Die Bildhauer von St. Bernhard gehörten künstlerisch etwa der Generation Ernst Barlachs an. Die Orgel der Gebrüder Stockmann stammt von 1962, die Fenster von Paul Corazolla von 1983. Seit 1997 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. | |
| Steglitz | Wasserturm | Der Wasserturm in der Bergstraße ist 42 Meter hoch und wurde von 1915-1919 errichtet. Dieser Turm wurde anfangs geplant, um die Eigenständigkeit der damaligen Gemeinde Steglitz zu sichern. Man geht aber davon aus, dass der Turm nie für die Wasserversorgung der Bevölkerung genutzt wurde, weil Steglitz kurz nach der Fertigstellung an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen worden ist. | |
| Steglitz | Bierpinsel | Warum heißt der Bierpinsel eigentlich Bierpinsel? Den Namen erhielt der Turm schon während seiner Bauphase, weil das Gerüst zum einen an einen Rasierpinsel erinnerte und zum anderen wegen der geplanten gastronomischen Nutzung. Verfestigt hatte sich der Name im Berliner Volksmund dann spätestens, seit bei der Eröffnung 1976 Freibier ausgeschenkt wurde. Das Gebäude wurde zwischen 1972 und 1976 nach Plänen der Architekten Ralf Schüler und Ursulina Schüler-Witte erbaut. Diese beiden Architekten entwarfen auch das ICC. Beim Entwurf des Turms hatten sie allerdings weniger einen Rasierpinsel im Sinn, sondern einen Baum. Der Bierpinsel ist Teil der Pop-Art-Strömung und eines von wenigen architektonischen Kunstbauten, dass aus den 1970er Jahren erhalten blieb. Nach vierjähriger Bauzeit eröffnete der Turm 1976 und fungierte zunächst als Restaurant. Seit 2017 steht der Turm mitsamt seiner roten Farbe unter Denkmalschutz. 2010 wurde die Fassade des Bierpinsels von Street-Art-Künstlern neugestaltet. Die Bemalung war nur ein Jahr geplant, ist aber noch heute zu sehen. Der ursprüngliche Zustand soll jedoch wiederhergestellt werden. | |
| Steglitz | Gustav-Mahler-Platz | Der Gustav-Mahler-Platz bekam seinen heutigen Namen erst 1968 und nach dem bedeutenden österreichischen Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler benannt worden ist? Der Platz wurde ursprünglich 1919 als "Platz R" von dem erfolgreichen Gartengestalter Richard Köhler geschaffen. Ursprünglich gehörte er zum damaligen Ortsteil Dahlem, seit 1938 befindet er sich durch Gebietstausch in Steglitz. Der Teich wurde von Köhler gleichzeitig als Regenwasser-Rückhaltebecken entworfen. Der Platz wirkt eher wie ein kleiner Park und hatte aufgrund seiner dezentralen Lage im Dahlemer Straßensystem nie eine Repräsentationsfunktion, sondern dient, auch heute noch, in erster Linie der Kurzzeiterholung. | |
| Verteilt | Teltowkanal | Der Teltowkanal ist knappe 38 km lang und wurde auf Initiative von Ernst von Stubenrauch, Landrat des Kreises Teltow, erbaut. 1906 wurde diese Wasserstraße in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. eröffnet. Stubenrauch ging es auch darum, Standortpolitik zu betreiben. Der Teltowkanal sollte die Gewerbeansiedlung vor den damaligen Toren Berlins attraktiver machen. Und er verbesserte durch Aufnahme von Niederschlägen und Entwässerung feuchter Felder den Wohnwert der Gegend. Als Zulieferer für Industrieunternehmen und das Gaswerk Mariendorf diente der Kanal auch der Kanalisation der Orte Britz, Tempelhof, Mariendorf, Lankwitz, Steglitz und Groß-Lichterfelde. Damit war die soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Teltowkanals enorm. Der Bauboom, von dem Berlin und die Vororte erfasst wurden, wäre ohne Transport von Baumaterialien auf dem Teltowkanal kaum möglich gewesen. |
|
| Wannsee | Andreaskirche | Die von Johannes Otzen und Otto Stahn erbaute Kirche St. Andreas (1895-96) ist nicht nur wegen ihrer Bildfenster und ikonographischen Vielfalt sehenswert, sondern mit dem sie umgebenden Friedhof (1895 von Johannes Otzen) bildet sie ein Ensemble von großer zeitgeschichtlicher Aussagekraft: Das für das frühere Wannsee typische Mit- und Nebeneinander von christlichen und jüdischen Familien wird hier sichtbar. | |
| Wannsee | Blockhaus Nikolskoe | Es wurde 1819 nach russischem Muster errichtet und war ein Geschenk König Friedrich Wilhelms III. an seine Tochter Charlotte, die spätere Zarin. Ab 1820 war es vom königlichen Leibkutscher Iwan Bockow bewohnt, der dort auch eine Gastwirtschaft betrieb. Das am 19.06.1984 abgebrannte Blockhaus wurde 1985 originalgetreu wieder aufgebaut und ist heute eine beliebte Ausflugsgaststätte – nicht zuletzt auf Grund des wundervollen Ausblickes auf die Havel, Sakrow und die Pfaueninsel. | |
| Wannsee | Ensemble ehemaliger Bankiersvilla Jörger | Das heute zur Stiftung wannseeFORUM gehörende Ensemble aus Landhaus, Kutscherhaus und Park wurde in den Jahren 1906 bis 1908 von den Architekten Breslauer & Salinger erbaut, 2005 nach historischem Vorbild saniert und dient heute der Stiftung für die politisch-kulturelle Jugendbildung. | |
| Wannsee | Flensburger Löwe | Das Denkmal des Flensburger Löwen am Heckeshorn ist der Abguss einer Bronzeplastik. Diese Kopie wurde 1874 auf private Initiative des Berliner Bankiers Wilhelm Conrad (1822 – 1899), dem Initiator der Villenkolonie Alsen, angefertigt und in der Straße zum Löwen aufgestellt. Erst 1938 kam sie an den heutigen Standort, und im April 1989 erfolgte die Eintragung des Löwendenkmals in die Schutzliste des Landeskonservators. Dank des Engagements der v.-Hinckeldey-Stiftung und unter Beteiligung des Landesdenkmalamtes, Gartendenkmalpflege sowie des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf konnte im Jahr 2005 dieses zeittypische Werk der Monumentalbildhauerei des Spätklassizismus aufwendig restauriert werden. Das Original, der so genannte “Idstedt-Löwe”, von H. W. Bissen geschaffen und am 25.07.1862 auf dem Alten Friedhof in Flensburg aufgestellt, befand sich zuerst in Berlin, danach ab dem 20.10.1945 im Hinter-hof des Königlich Dänischen Zeughausmuseums. 2001 wurde der Hof des Zeughausmuseums neu gestaltet: Ein Platz wurde geschaffen, der den Namen “Søren Kierkegaards Plads” erhielt. So bekam der Löwe einen neuen Standort, ohne wirklich umgesetzt worden zu sein. Das restaurierte Denkmal wurde schließlich am 10.09.2011 im Beisein von Prinz Joachim von Dänemark feierlich auf dem Alten Friedhof in Flensburg (der heute zum Gesamtkomplex des Museumsbergs Flensburg gehört) enthüllt. | |
| Wannsee | Glienicker Brücke | Bereits 1663 war an dieser Stelle eine hölzerne Pfahlbrücke, die 1777 durch eine Brücke gleicher Konstruktion ersetzt wurde, damit die Adligen von ihren Potsdamer Schlössern auf die andere Havelseite zu den Jagdgründen gelangen konnten. Im Zusammenhang mit dem Bau des Teltowkanals entstand in den Jahren 1904 bis 1907 das heutige Bauwerk, welches im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1949 als “Brücke der Einheit” wieder eröffnet wurde. Nach dem Mauerbau 1961 durfte die Brücke nur noch von alliierten Militärs und Diplomaten passiert werden. Sie kam in den Jahren des Kalten Krieges zu trauriger Berühmtheit – als Ort des Agentenaustauschs zwischen Ost und West. Durch die friedliche Revolution in der DDR ist die “Glienicker Brücke” seit dem 10.11.1989 wieder für jedermann offen. Eine Gedenktafel befindet sich an der Königstraße an der Brücke auf Zehlendorfer Seite, deren Text Interessierte in dieser Broschüre bei den „Gedenktafeln“ nachlesen können. | |
| Wannsee | (Klein-) Glienicker Landschaftspark | Der Schlosspark Klein-Glienicke ist Teil der Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft, die von der UNESCO 1990 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Seine Anlage ist dem preußischen Staatskanzler Karl August Fürst von Hardenberg zu verdanken, der 1814 das Gut Glienicke kaufte und den Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné beauftragte, das Gelände zu gestalten. Dieser schuf daraufhin zwischen Schloss und Havelbrücke einen der ersten klassischen Landschaftsgärten nach englischem Vorbild in Preußen. Als Prinz Carl von Preußen 1824 den Besitz erwarb kamen exotische Bäume, Brunnen und Statuen hinzu. Später wurde der Garten nach Lennés Plänen erweitert. So entstand auf dem hügeligen Gelände ein großzügiger Landschaftspark, der als besonders schönes Beispiel der Gartenbaukunst des 19. Jahrhunderts gilt. Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Parks Glienicke im Jahr 2016 wurde der großartige Garten-, Landschafts- und Stadtgestalter Peter Joseph Lenné mit unterschiedlichen Veranstaltungen gewürdigt. Im Zuge der geförderten touristischen Geländeerschließung konnte 2017 auch der historische Schlosssee wieder hergestellt werden. Der südlich der Königstraße gelegene Böttcherberg, das wichtigste Verbindungsglied zum Babelsberger Schlosspark, bildet eine Sichtachse zur Stadt Potsdam, dem Jungfernsee, dem Weißen See und dem Griebnitzsee. Gekrönt wird der Böttcherberg mit der Loggia Alexandra zur Erinnerung an Charlotte von Preußen (1870 von Petzholtz und dem Bildhauer Alexander Gilli geschaffen), die mit Hilfe der Cornelsen-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Landesdenkmalamtes restauriert wurde. | |
| Wannsee | Haus am Sandwerder | 1875 von Ernst Petzholtz in den Formen der spätklassizistischen Schinkel-Schule errichtet. Der seitlich stehende Turm hat im Obergeschoss das Motiv der offenen Laube in ähnlicher Gestalt wie die um 1865 entstandene Aufstockung von Schlossturm und Gutshausturm in Klein-Glienicke. | |
| Wannsee | Haus der Wannsee-Konferenz | Ende 1940 kaufte die SS die 1914/15 von Paul O. A. Baumgarten erbaute Villa Marlier, die zu einem Gäste- und Tagungshaus umgebaut wurde. Am 20.01.1942 fand dort, auf Einladung und unter Vorsitz des SD-Chefs Reinhard Heydrich, die Besprechung zur so genannten “Endlösung der Judenfrage” statt. Schwer-punkt der heutigen Gedenk- und Bildungsstätte ist die Dauerausstellung “Die Wannsee-Konferenz und der Völkermord an den europäischen Juden” mit dem historischen Raum der Konferenz vom 20.01.1942 und der Bibliothek. Führungen und Seminare werden in nahezu allen europäischen Sprachen und in Hebräisch angeboten. | |
| Wannsee | Immanuel-Krankenhaus | Die imposante Villa Arnold von Siemens ist heute Teil des Immanuel-Krankenhauses. Trotz etlicher Um- und Anbauten vermittelt sie noch immer einen lebendigen Eindruck der einstigen Pracht; ihr denkmalge-schützter Garten lockt zur ausgiebigen Erkundung. 1987 erfolgte der Umzug vom prachtvollen Villenbau am Kleinen Wannsee 5 in den modernen Neubau gegenüber in die Königstraße. | |
| Wannsee | Jagdschloss (Klein-) Glienicke | Prinz Karl von Preußen erwarb 1859 das ehemalige kurfürstliche Jagdschloss Klein-Glienicke für seinen Sohn Friedrich Karl als Sommersitz. 1860 bis 1862 wurde das Schloss nach Plänen (im französischen Frühbarockstil) Ferdinands von Armin umgebaut und erweitert. Prinz Friedrich Karl nutzte das Schloss bis zu seinem frühen Tode 1885. Sein Sohn, Prinz Friedrich Leopold, ließ es 1889 durch Albert Geyer abermals umbauen, nun in den Formen der süddeutschen Renaissance. 1939 erwarb die Stadt Berlin das völlig verwahrloste Schloss, das 1964 nochmals nach Plänen von Max Taut modernisiert wurde und als Jugendbildungs- und Begegnungsstätte diente. Von der alten Innenausstattung ist nichts erhalten. Der Wiederaufbau des durch einen Brand am 31.03.2005 zerstörten Südflügels beinhaltet den Umbau der Sozialpädagogischen Forschungsstätte Jagdschloss Glienicke zur 2007 fusionierten Weiterbildungseinrichtung für Sozialpädagogen aus Berlin und Brandenburg. | |
| Wannsee | Kirche am Stölpchensee | Der Vorgängerbau der Dorfkirche geht auf das 15. Jahrhundert zurück. 1854 musste die alte und baufällige Fachwerkkirche abgerissen werden. 1859 wurde die Dorfkirche am Stölpchensee, entworfen nach einer Idee Friedrich Wilhelm IV im klassizistischen Baustil von August Stüler (einem Schüler Schinkels), dann eingeweiht. Der wuchtige Turm wurde nach dem Vorbild englischer Kirchen mit vier Fialtürmchen geschmückt. Der Grundriss hat die Form eines Kreuzes hat. Es gibt noch eine weitere Besonderheit: Das einzigartige Glockenspiel. Auf der Spielwalze, die 1958 eingebaut wurde, können in 240 Reihen mit 8640 Löchern Notenstifte eingeschraubt werden, die über die Uhr die Spielglocken anschlagen lassen, ein mechanisches Glockenspiel also. Die Melodie ist mit zum Kirchenjahr passenden Chorälen zu hören und ist einmalig in Berlin. Es beginnt jeden Morgen um 8 Uhr und erklingt bis 9 Uhr abends zu jeder vollen Stunde, nur um 11 Uhr und 13 Uhr setzt es aus. Der Kirchgarten wurde durch ehrenamtliches Engagement neu gestaltet und durch eine Ausstellung christlicher Pflanzensymbolik, dem Paradiesgarten, erweitert. | |
| Wannsee | Kirche St. Peter und Paul | Die evangelische Kirche wurde 1834 bis 1837 von den Schinkel-Schülern Stüler und Schadow auf den Höhen der malerischen Landschaft über der Unterhavel errichtet. Bauherr war Friedrich Wilhelm III., der einer Anregung seiner Tochter, der Zarin Alexandra Feodorowna, folgte. Das russische Blockhaus gab die Anregung für das Motiv der Zwiebelkuppel. Der Innenraum ist der nach den Kriegszerstörungen einzig erhalten gebliebene Kirchenraum der Schinkel-Schule. | |
| Wannsee | Kleist-Grab | Hier, am Südufer des Kleinen Wannsees, hat der Dichter Heinrich von Kleist (geb. 18.10.1777 in Frankfurt an der Oder) am 21.11.1811 erst seine an Krebs erkrankte Lebensgefährtin Henriette Vogel und dann sich selbst erschossen. Anlässlich des Kleist-Jahres wurden im Herbst 2011 zum 200. Todestag das Grab und das Gelände drum herum umgestaltet; so wurde z.B. das Grab mit der ursprünglichen Inschrift des jüdischen Dichters Max Ring wieder versehen, die da lautet: „Er lebte, sang und litt in trüber schwerer Zeit, er suchte hier den Tod und fand Unsterblichkeit.“ Und entlang des Weges wurden Informationstafeln zum Leben und Sterben des Dichters und seiner Freundin aufgestellt. Außerdem befindet sich seit November 2011 eine regionalhistorische Informationsstele an der Königstraße / Ecke Bismarckstraße | |
| Wannsee | Liebermann-Villa | 1909 ließ sich Max Liebermann ein Sommerhaus am Wannsee bauen, das er stolz sein „Schloss am See“ nannte. Mehr als 200 Gemälde entstanden in dem fast 7000 m² großen Garten. Mit dem Bau der Villa betraute Liebermann den Architekten Paul Otto Baumgarten. An der Gartengestaltung nahm Alfred Lichtwark, Direktor der Hamburger Kunsthalle und begeisterter Gartenreformer, entscheidenden Anteil. In der Verbindung von klassizistischer Villenarchitektur und Gartenkunst erschuf sich Liebermann ein einmaliges Ensemble im Süden Berlins. Bis das Anwesen durch das Engagement der Max-Liebermann-Gesellschaft renoviert und rekonstruiert werden konnte, erfuhren Haus und Garten eine wechselhafte Nutzung: Nach dem Zwangsverkauf 1940 beherbergte das Haus ein Schulungsheim der Reichspost, nach Kriegsende ein Krankenhaus und von 1972 bis 2002 ein Sportlerheim. Seit Mai 2006 sind die Villa und ihr Garten als Museum für Interessierte geöffnet. Neben einer Dauerausstellung mit Gemälden des Künstlers und einer Dokumentation zeigt das Haus Sonderausstellungen zum Werk Liebermanns und seiner Zeitgenossen | |
| Wannsee | Meierei auf der Pfaueninsel | Sie wurde gleichzeitig mit dem Schloss ebenfalls von Brendel als künstliche Ruine in gotischem Stil errichtet. Den Saal im zweiten Geschoss entwarf Phillipp Boumann der Jüngere, die Malereien stammen von dem Theatermaler Bartolomeo Verona. | |
| Wannsee | Pfaueninsel | Die Pfaueninsel ist eine ca. 1,5 km lange und 500 m breite – zwischen Wannsee und Kladow gelegene – Havelinsel, die wegen ihrer malerischen Lage zu den beliebtesten Ausflugszielen Berlins gehört. Die Schönheit ihrer gärtnerischen Anlagen, der alte Baumbestand und zahlreiche historische Bauten machen den Besuch sehr lohnend. 1793 erwarb König Friedrich Wilhelm II. die Insel als Ausflugsziel. Er und sein Nachfolger Wilhelm III. ließen auf der Südwestspitze ein Schloss sowie weitere kleinere Bauten errichten, die sich malerisch in die Natur einfügen. Ab 1822 gestaltete Peter Joseph Lenné die Insel nach dem Vorbild des Pariser Jardin des Plantes um. Seit 1924 steht die Insel unter Naturschutz. Die auf der Insel lebenden Pfauen sind seit 1975 hier heimisch. Seit 2010 grasen hier im Sommer auch asiatische Wasserbüffel. | |
| Wannsee | S-Bahnhof Wannsee | 1927/28 von Richard Brademann erbaut. Mit dem Neubau des Bahnhofsgebäudes waren eine aufwendige Straßenverlegung, ein Straßentunnel und der Bau eines dritten Bahnsteiges verbunden. Im August 2017 wurde seitens der S-Bahn Berlin die fast 12 Meter hohe Empfangshalle des Bahnhofes mintgrün gestrichen und mit einer neuen Beleuchtung versehen. Zudem wurden Türen denkmalgerecht erneuert, Nischen nach historischem Vorbild verschlossen und der Umbau geht weiter (neues WC, Fahrradabstellanlage). | |
| Wannsee | Schloss (Klein-) Glienicke | Beim Schloss handelt es sich um den Umbau eines älteren Landhauses, das 1825 – 1828 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel, der auch die Löwenfontäne entwarf, entstand. Seit 1950 wurden die verwahrlosten Bauten im Park wiederhergestellt. 1978 erfolgte die Rekonstruktion des Parkteiles um das Schloss und der Wiederaufbau von Orangerie und Gewächshäusern. | |
| Wannsee | Schloss Pfaueninsel | Das Schloss wurde 1794 – 97 von Zimmermeister Johann Gottlieb Brendel auf Anregung der Gräfin Lichtenau, der Freundin Friedrich Wilhelms II., als Landhaus in Ruinenform errichtet. 1974/75 wurde das Schloss restauriert und sein ursprüngliches Aussehen wiederhergestellt. | |
| Wannsee | Schlosspark (Klein-) Glienicke "Große Neugierde" | 1835 bis 1837 von Karl Friedrich Schinkel als Aussichtspunkt erbaut nach Fertigstellung der Glienicker Brücke 1834. Der Aufbau des Rundbaus ist eine Rekonstruktion des Lysikrates-Monuments in Athen aus dem Jahre 334 v. Chr. | |
| Wannsee | Schlosspark (Klein-) Glienicke "Kasino" | 1824/25 von Karl Friedrich Schinkel als Umbau eines Billardhäuschens zu einer italienischen Villa errichtet. Je eine Pergola im Norden und Süden des zweistöckigen Gebäudes leiten in den Schlossgarten über. Von der Terrasse bietet sich ein umfassender Blick über die Havellandschaft nach Potsdam. | |
| Wannsee | Villa Wild | Die Villa Wild gehört mit ihrem spätklassizistischem Bau zu der ab 1875 entstandenen Villenkolonie Wannsee, am Sandwerder 1. Bauherr war der Lampenfabrikant Emil Wild. Der westliche Gartenteil des Anwesens wurde 1975 abgetrennt und gehört heute zu der benachbarten öffentlichen Grünanlage. Die dortige Statue ist Borussia. Borussia ist das lateinische Wort für Preußen. Die Borussia verkörpert also in weiblicher Gestalt den preußischen Staat. Sie wurde 1880 im Garten der Villa Wild errichtet und ist Teil der Aussichtsarchitektur des Denkmalensembles Am Sandwerder 1 bis 41, zu dem zahlreiche Villen, Landhäuser und Gärten gehören. Das Original ist restauriert worden, aber es wurde hier eine Kopie angefertigt und aufgestellt, die aus wetterfesten Materialen besteht. Der Berliner Bildhauer und Restaurator Hans Starcke erstellte die Kopie und rekonstruierte den verlorenen Lorbeerkranz nach einer bloßen Bildvorlage, den die Borussia nun wieder stolz auf ihrem Haupt trägt. |
|
| Zehlendorf | Dorfkirche Zehlendorf | 1768 ließ Friedrich der Große diese Kirche anstelle einer bisher bestehenden Dorfkirche errichten. Der ursprüngliche aus dem Zeltdach des Achteckbaues ragende Turm musste 1788 abgetragen werden. Seit der Restaurierung 1953 wird sie für Trauungen und als beheizbare Winterkirche genutzt. Sie bildet zusammen mit dem alten Schulhaus (das heutige Heimatmuseum Zehlendorf ) den historischen Winkel im ehemaligen Dorfkern. | |
| Zehlendorf | Haus am Waldsee | Seit seiner Gründung als Ausstellungshaus 1946 nimmt das Haus am Waldsee eine wichtige Stelle für Präsentationen internationaler zeitgenössischer Kunst ein. Heute bietet es jenen Künstlern eine Plattform, die seit Ende der 1990er Jahre nach Berlin gekommen sind und international reüssiert haben. Außerdem bietet es Musik- und Theaterveranstaltungen, Lesungen und Vorträge an, und es nutzt seine 10.000 qm große Parkanlage seit 2010 für einen Skulpturenpark, wo der Skulpturenbegriff der Gegenwart anhand ausgewählter Arbeiten diskutiert werden soll. Die Villa befindet sich direkt am Waldsee, der um 1900 in einer Bruchsenke angelegt worden war und der Grundwasserversorgung diente. | |
| Zehlendorf | Hedwig-und-Georg-Flatow-Platz | Am 12.10.2014 wurde der bislang namenlose Platz am Ende des Rhumeweges, Ecke Lindenthaler Allee, Niklasstraße, auf Beschluss (Nr. 588 vom 09.04.2014) der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin in Hedwig- und Georg-Flatow-Platz benannt. Georg Flatow war u. a. einer der führenden Arbeitsrechtler seiner Zeit und konzipierte federführend das Betriebsrätegesetzes von 1920. Hedwig Flatow engagierte sich u. a. in der Montessori-Bewegung von Zehlendorf. | |
| Zehlendorf | Lucie-Strewe-Platz | Am 18.05.2018 wurde der Platz an der Zusammenführung von Busseallee und Fischerhüttenstraße in Zehlendorf benannt, nachdem das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf in seiner Sitzung am 27.Juni 2017 – auf Anregung der Bezirksverordnetenversammlung – beschlossen hat, ihn in Lucie-Strewe-Platz zu benennen. Lucie Strewe (1874 – 1981) lebte seit 1919 in Berlin, zuletzt Fischerhüttenstraße 56 A und sie ist auf dem Waldfriedhof Zehlendorf begraben. In der Zeit des Nationalsozialismus hat sie sich tatkräftig, uneigennützig und häufig unter eigener Gefährdung für die im Nationalsozialismus Verfolgten eingesetzt. Bereits 1966 ehrte der Berliner Senat sie als “Stille Heldin”. Lucie Strewe leistete Widerstand im Stillen – sie bot Menschen Unterschlupf und Unterstützung, ohne sich als “Heldin” zu stilisieren. Diese Hilfeleistung an den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern war für sie eine Selbstverständlichkeit. | |
| Zehlendorf | Marga-Meusel-Platz | Am 30.08.2011 wurde die bisher namenlose Grünanlage zwischen Karl-Hofer-Straße, Beerenstraße, Blumenthalstraße und Sven-Hedin-Straße in Zehlendorf in Marga-Meusel-Platz benannt. Marga Meusel hat sich als Leiterin des Evangelischen Bezirkswohlfahrtsamts Zehlendorf (1932 – 1953) in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland selbstlos für verfolgte Christen jüdischer Herkunft einge-setzt. Für ihren Einsatz wurde sie im Jahr 2006 durch die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als “Gerechte unter den Völkern” geehrt. | |
| Zehlendorf | Meilenstein von 1730 | Die Kopie einer 1849 errichteten Säule, deren römisches Vorbild an der Kapitolstreppe in Rom steht, ist Bestandteil einer Serie von Berliner Markierungssteinen. Die Entfernungsangabe “II Meilen von Berlin” bezieht sich auf den Obelisken am einstigen Dönhoffplatz im Bezirk Mitte. Die Strecke Berlin-Potsdam maß vier Meilen; eine Meile entsprach etwa 7,5 Kilometern. Ein weiterer Meilenstein steht an der Königstraße unweit der Chausseestraße in Wannsee. | |
| Zehlendorf | Nentershäuser Platz | Der bis zum 22.09.2006 namenlose Platz an der Einmündung Beuckestraße / Ecke Martin-Buber-Straße in Zehlendorf wurde wegen der bestehenden Partnerschaft in „Nentershäuser Platz“ umbenannt. Die Partnerschaft zur hessischen Gemeinde Nentershausen besteht seit 1966. Die Initiative zur Umbenennung ging von der Bezirksverordnetenversammlung aus, die am 07.11.2005 einen entsprechenden Benennungsantrag gestellt hatte | |
| Zehlendorf | Pauluskirche | Die 1903 – 1905 von Hubert Stier im Rahmen des kaiserlichen Kirchbau-Programms erbaute neugotische Kirche wurde Ende der 1950er Jahre sowie 1992/93 im Innern multifunktional für Konzerte, soziale Einrichtungen und für diverse Gruppen in Zehlendorf umgestaltet (Architekt: Hardy Treger). Besonders stolz ist die Gemeinde auf die neuen Orgeln, die im Herbst 2013 eingeweiht wurden. | |
| Zehlendorf | S-Bahnhof Mexikoplatz | Der früher Lindenthaler Allee, davor Zehlendorf-West, benannte S-Bahnhof wurde 1904/05 von Hart & Lesser errichtet. | |
| Zehlendorf | Sderot-Platz | Seit dem 08.06.2009 gibt es im Bezirk den Sderot-Platz, wo sich der außergewöhnlich vielfältig gestaltete bronzene „Zeli-Brunnen“ (auch Märchen- oder Dorfbrunnen genannt) der Künstlerin Brigitte Stamm aus dem Jahre 1982 befindet. In Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertretern aus den beiden israelischen Partnerstädten Sderot und Kiriat Bialik wurde der bis dahin namenlose Platz am 08.06.2009 in Sderot-Platz – nach der im Süden Israels in der Negev-Wüste, rund 13 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt gelegenen Partnerstadt von Steglitz-Zehlendorf – benannt. Sderot, übersetzt etwa „Boulevard“ bedeutend, entstand 1951, als sich 80 Familien aus dem damaligen Persien (heute Iran) und Kurdistan im Einwanderungslager Gevrim Dorot niederließen. 1956 wurde Sderot zur unabhängigen Gemeinde erklärt, und vor einigen Jahren erhielt Sderot mit 20.000 Einwohnern die Stadtrechte. Die ersten Kontakte zwischen Zehlendorf und Sderot entstanden übrigens bereits 1968. Nach regen gegenseitigen Besuchen wurde der Partnerschaftsvertrag am 09.06.1975 unterzeichnet, übrigens der erste offizielle Vertrag zwischen einer israelischen und einer deutschen Gemeinde überhaupt. In die Freundschaft zwischen Zehlendorf und Sderot wurde 1979 auch der nahegelegene Kibbuz Bror Chail einbezogen. Bis heute entwickelte sich ein regelmäßiger Jugendaustausch, aber es fanden auch viele Bürgerreisen und Begegnungen von Kommunalpolitikern statt. | |
| Zehlendorf | Sidonie-Scharfe-Villa | Diese schöne Villa liegt direkt an der mit viel Grün umgebenen Dorfaue in Zehlendorf-Mitte. In diesem denkmalgeschützten Gebäude treffen verschiedene Baustile aufeinander. Das Dach ist im französischen Stil gehalten, der Giebelaufbau hat barocke Elemente und der Eingang mit Freitreppe erinnert an eine italienische Loggia. Der Buchstabe S taucht wiederholt in der Fassade der Villa auf. Dieser steht für die Initialen von Sidonie Scharfe (1834 – 1908). Sie war die Tochter von Andreas Scharfe, der 1836 das Lehnschulzengut Zehlendorf erwarb. Nach dem Tode ihrer Mutter 1870 war Sidonie Scharfe zu gleichen Teilen mit ihrer Schwester Marie Pasewaldt Eigentümerin dieses Lehnschulzengutes. Die unverheiratete Sidonie war Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder als Wohltäterin hervorgetreten. Diese Villa wurde 1892 für Sidonie Scharfe errichtet. Heute ist es möglich, sich in dieser sogenannten „Hochzeitsvilla“ trauen zu lassen. |
|
| Zehlendorf | U-Bahnhof Krumme Lanke | Einer der elegantesten Bahnhöfe der Stadt ist das Empfangsgebäude der U-Bahnstation Krumme Lanke, das 1929 von dem schwedischen Architekten Alfred Grenander entworfen wurde. Mit kühnem Schwung demonstriert die Betonkonstruktion den Stil der damaligen Zeit. Die längsrechteckige, vorn gerundete Halle lässt an niederländische Bauten der Zeit denken. Licht fällt durch ein Oberlichtband in die Halle, zudem ist die Reihe der das Rund füllenden Doppeltüren bis fast zum Boden hinab verglast. 1989 erfolgte eine Totalrekonstruktion der maroden Betonsubstanz. Alfred Grenanders (26.06.1863 – 14.07.1931) architektonisches Vermächtnis ist u. a. seine Gestaltung von etwa 70 Bahnhöfen der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin (von 1902 bis 1930). | |
| Zehlendorf | Evangelische Hochschule Berlin | Die Evangelische Hochschule Berlin wurde 1971 als Fachhochschule für Sozialarbeit/Sozialpädagogik gegründet. Sie ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg mit dem Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und staatlich anerkannt. Als älteste, kirchlich getragene Ausbildungsstätte für soziale Arbeit in Deutschland geht ihre Tradition auf die Gründung der Frauenschule der Inneren Mission der Evangelischen Kirche in Deutschland im Jahre 1904 zurück | |
| Zehlendorf | Stephanus Kirche | Die von den Berliner Architekten Hans Geber und Otto Risse 1960 bis 1961 errichtete evangelische Zeltkirche, mit den von Willy Rakuttis gestalteten Glasfenstern, erinnert noch an das Notkirchenprogramm Otto Bartnings. Weithin sichtbar ist das polygonale Zeltdach, das von außen mit Kupfer bedeckt und im Innern mit Holz verkleidet ist. Der offene Glockenturm steht als Portal frei vor der Kirche. | |
| Zehlendorf | Fischtalpark | Der 9,2 ha große, als Gartendenkmal eingestufte Fischtalpark, entstand 1925 – 29 im Rahmen einer planmäßigen Vorortbebauung, in der sich Straßenführung, Bebauung und Freiräume harmonisch miteinander verbinden. Im Sommer ist der Park ein Paradies für Spaziergänger mit kleinem Teich, Liegewiesen und Spielplatz, im Winter wird hier gerodelt | |
| Zehlendorf | Onkel Toms Hütte - Großsiedlung | Die denkmalgeschützte Siedlung “Onkel Toms Hütte” wurde von 1926 bis 1932 in mehreren Bauabschnitten für die GEHAG von Bruno Taut, Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg errichtet. Sie fällt durch einen dreigeschossigen rund 500 m langen Zeilenbau auf, der parallel zur Argentinischen Allee verläuft. Diese lange Zeile ist in breitere weiße und schmalere farbig gehaltene Abschnitte rhythmisch gegliedert. Die Einfamilien-Reihenhäuser in der Riemeisterstraße 175 – 185 wurden 1929 von Bruno Taut errichtet. Die schlichte Gestaltung der Baukörper ist durch eine kräftig gehaltene Farbgebung belebt. Darum wird das Viertel von den Bewohnerinnen und Bewohnern auch gerne „Papageiensiedlung“ genannt. Ihren tatsächlichen Namen verdankt sie einem nahegelegenen Ausflugslokal, dessen Besitzer Thomas den Gaststättennamen in Anlehnung an den amerikanischen Roman “Onkel Toms Hütte” (engl. Uncle Tom’s Cabin) von Harriet Beecher Stowes wählte. | |
| Zehlendorf | Waldsiedlung Zehlendorf | Die Waldsiedlung Zehlendorf ist eine vielgestaltige und detailreiche neusachliche Großsiedlung der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts mit etwa 2.200 Wohnungen, die 1926 bis 1932 in mehreren Bauabschnitten unter der Federführung von Bruno Taut (Beteiligung: Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg) errichtet wurde. Das Wohnen in der Siedlung wird bestimmt von flachgedeckten zwei- bis viergeschossigen Einzelwohn-, Doppel- und Reihenhäusern, von Lang- und Kurzzeilenbauten, bei denen das von Taut entwickelte rhythmische, äußerst differenzierte Farbkonzept das augenfälligste Gestaltungsmittel darstellt. | |
| Zehlendorf | Gartenstadt Zehlendorf | Die Gartenstadt an der Berlepschstraße wurde zwischen 1913 und 1930 unter Einfluss der englischen Gartenstadtbewegung errichtet. Nach Entwürfen der Architekten Paul Mebes, Paul Emmerich sowie Franz Tonndorf für den Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin und die Wohnstätten GmbH gebaut, entstand eine der ersten, als Gartenstadt bezeichneten, Siedlungen im Berliner Raum. Klassizistisch anmutende Formelemente und ein zurückhaltender Expressionismus bestimmen das architektonische Bild der Siedlung. | |
| Zehlendorf | Holländische Mühle | Warum hat die Holländische Mühle keine Flügel mehr? Die Flügel der Mühle wurden aus Gründen der Kriegsführung 1943 abmontiert, weil sie ein guter Orientierungspunkt für die feindlichen Flieger waren, den man ihnen entziehen wollte. Die Holländermühlen wurden in Europa vorwiegend als Getreidemühlen eingesetzt. In den Niederlanden ist das anders, dort dienen sie vor allem als Windpumpen zur Entwässerung der Gebiete, die durch Hochwasser bedroht sind,1879 wurde eine Mühle in holländischer Manier und aus Holz errichtete, die dann aber 1881 vermutlich einem Brand zum Opfer fiel. Die holländische Mühle wurde von dem Architekten August Andres entworfen, Bauherr war der Müller Fritz Radlow, der die Mühle im Jahr 1894 an Albert Miecke verkaufte. Die Mühle in Zehlendorf behielt ihre Funktion als Getreidemühle noch bis ca. 1950. Das Mahlgut wandelte sich jedoch im Laufe der 1950er-Jahre. Anstelle von Getreide wurde Kunststoff zerkleinert. Weil der Mühle damals vor der Demontierung der Flügel der nötige Wind fehlte, ließ Miecke einen Motor einbauen, der durch Petroleum angetrieben wurde. Ab 1921 wurde ein Elektromotor eingesetzt. Heute steht die Mühle unter Denkmalschutz. |
|
| Zehlendorf | Zeli- oder Märchen-Bunnen | Der sogenannte Zeli-oder Märchen-Brunnen befindet sich am Sderotplatz, unweit des Rathauses Zehlendorf. Dieser außergewöhnlich vielfältig gestaltete bronzene und etwa fünf Meter hohe Zierbrunnen wurde 1982 von der Künstlerin Brigitte Haacke-Stamm geschaffen. Er ist mit unterschiedlichen, ineinander verschlungenen, teils wasserspeienden Tier-, Menschen-, Fabel-und Phantasiegestalten bestückt, darunter z.B. Schildkröten, Frösche, Gänse und Schnecken. In seinem Zentrum steht eine hohe von Schlangen umwundene und mit weiteren Tieren bestückte Stele. Der Name des Brunnens erinnert übrigens an das einstige Zeli-Kino, das 1918 in der Potsdamer Straße 50 A im Tanzsaal des Lokals „Kaiserhof“ als erstes Kino Zehlendorfs eröffnet wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurde das „Zeli“ teilweise zerstört und der Kinobetrieb wurde deshalb 1943 zeitweise in den Bürgersaal des Rathauses ausgelagert, wo er sich bis 1958 als Rathaus Lichtspiele etablierte. Das traditionsreiche „Zeli“ stellte den Spielbetrieb 1972 ein, und 1975-1980 wurde das Grundstück "Zeli-Eck" neugestaltet. Der alte Saalbau wurde im Zuge der Umgestaltung abgerissen und heute erinnert nur noch die Kaiserhof-Apotheke mit ihrem Namen an das Lokal „Kaiserhof“. |
|
| Zehlendorf | Heinrich-Laehr-Park | Seit 1963 ist der Heinrich-Laehr-Park ein Landschaftsschutzgebiet. Der Heinrich-Laehr-Park ist mit seinen knapp 27 Hektar einer der größten Parks im Bezirk. Er wurde 1906 dem Nervenarzt Dr. Bernhard Heinrich Laehr auf dem Gelände der von ihm 1853 gegründeten Nervenheilanstalt Schweizer Hof gewidmet. Mehr Informationen: https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/gruenflaechenpflege/artikel.82245.php |