GSBL - Gemeinsamer zentraler Stoffdatenpool des Bundes und der Länder

Worum geht es?

Bildercollage bestehend aus Reagenzgläsern mit verschiedenen Flüssigkeiten, einem Mikroskop, Viren und einem Laborversuch
Bild: Alexander Raths – Fotolia.com

Gesicherte, aktuelle und umfassende Informationen über Eigenschaften von chemischen Stoffen sind für alle Bereiche des Umwelt-, Verbraucher-, Katastrophen- und Arbeitsschutzes von Bedeutung. Bund und Länder entwickeln daher seit mehreren Jahren den Gemeinsamen Stoffdatenpool des Bundes und der Länder, kurz GSBL.

Der GSBL stellt den größten deutschsprachigen Stoffdatenbestand für die Institutionen des öffentlichen Dienstes in Deutschland dar. Die Fortschreibung erfolgt durch arbeitsteilige Datenpflege, die Implementierung von Daten diverser behördlicher Datenbanken sowie den Erwerb von Daten.

Der GSBL stellt einen weit gefächerten Katalog von bis zu 450 Merkmalen zu Eigenschaften chemischer Stoffe zur Verfügung. Für diese Stoffe sind neben umfangreichen Daten zu physikalisch-chemischen, ökotoxikologischen und toxikologischen Parametern und ihrem Vorkommen in der Umwelt auch Informationen enthalten, die von unmittelbarer Bedeutung für die Belange des Umwelt-, Verbraucher-, Katastrophen- und Arbeitsschutzes sind. Hierzu zählen Angaben zu ca. 240 rechtlichen Regelungen sowie über Gefahren, die von diesen Stoffen ausgehen, sowie Schutz- und Einsatzmaßnahmen.

Der Datenbestand umfasst derzeit Daten zu mehr als 60 000 Reinstoffen sowie über 300 000 Zubereitungen.

Nutzer des gemeinsamen zentralen Stoffdatenpools sind u. a. Umweltbehörden von Ländern und Kommunen, die Stoffinformationen für die Beurteilung von umweltgefährdenden Stoffen verwenden. Außerdem Polizeibehörden für Informationen bei Gefahrguttransporten oder Umweltdelikten, Feuerwehreinsatzkräfte bei Brand oder bei unbeabsichtigter Freisetzung von Gefahrstoffen im Zuge von Feuerwehreinsätzen. Die Datennutzung erfolgt zudem durch Ministerien auf Bundes- und Länderebene zur Unterstützung von Gesetzgebungsverfahren, Gesundheits- und Verbraucherschutzbehörden zur Nutzung von entsprechenden Rechtsdaten in Verbindung mit toxikologischen Angaben und des Weiteren Gewerbeaufsichtsämtern sowie Verwaltungen von Universitäten für Angaben zum Umgang und zur Entsorgung von Stoffen aus deren Laboren.

Die Behörden können auf den vollständigen Datenbestand zugreifen. Interessenten im Berliner öffentlichen Dienst lassen sich bei der zentralen Anlaufstelle des Landes Berlin (siehe Ansprechpartner) registrieren.

Die Öffentlichkeit hat die Möglichkeit, auf einen ausgewählten Datenbestand “GSBL-Public” zuzugreifen. Der “GSBL-Public” ist unter www.gsbl.de im Internet erreichbar.

Ansprechpersonen Landesverwaltung

  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen – III F -
    “Informationssystem Stadt + Umwelt”
    Manfred Goedecke
    Telefon (030) 901 39 – 52 53
    E-Mail