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Pflegeverbände und Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung verstärken zusammen mit Krankenhausgesellschaft und der Sprecherin der Amtsärzte Sicherheit in der Pflege

Pressemitteilung vom 09.12.2020

Das gemeinsame Positionspapier des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Berlin (bpa), des Anbieterverbands qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG), der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege Berlin (B.A.H.), des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e. V. (bad), des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB), der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), der Berliner Amtsärzte und der Pflegesenatorin Dilek Kalayci würdigt die Arbeit der Mitarbeitenden in den Pflegeinrichtungen zur Versorgung und Begleitung pflegebedürftiger Menschen insbesondere in den Zeiten der Corona-Pandemie. Die Partnerinnen und Partner sehen sich verpflichtet, die Bewohnenden vor Infektionen zu schützen.
Folgende Maßnahmen werden verstärkt:

  • Die Pflegeberufe werden insgesamt attraktiver und auch besser vergütet.
  • Qualität und Ausbildungskapazitäten in der Pflegausbildung werden aufgewertet.
  • Die Pflege wird in den notwendigen Zusatzmaßnahmen – Kontrollen, Testungen, Isolieren – und der damit verbundenen Mehrarbeit noch weiter unterstützt.
  • Die Bereitstellung ausreichender Schutzkleidung und FFP2-Masken werden weiterhin gesichert.
  • Mit den bisher rund 1,8 Mio. ausgelieferten Schnelltests werden die Beschäftigten einmal wöchentlich getestet, sowie die Bewohnerinnen und Bewohner ebenso stichprobenhaft.
  • Die zur Verfügung stehende mobilen Testteams der SenGPG werden für den Einsatz genutzt.
  • Gemeinsam wird sichergestellt, dass ein frühestmöglicher Impfschutz für pflegebedürftige Menschen und Pflegende gewährleistet wird.
  • Orientiert am Berliner Musterbesuchskonzept werden hausindividuelle, verlässliche Besuchskonzepte gelten.
  • Zusätzlich zu den bereits im November verteilten FFP2-Masken werden den Bewohnenden zu Weihnachten und für Besucher*innen zusätzliche 200 FFP2-Masken bereitgestellt.
  • Pflegebedürftige sollen in der Nutzung digitaler Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe verstärkt unterstützt werden.

Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Berliner Landesvorsitzender Alexander Waldow: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in einer nie dagewesenen Weise hoch belastet. Unter anderem sind sie psychisch besonders gefordert, weil sie beispielsweise die soziale Teilhabe von pflegebedürftigen Menschen unter erschwerten infektionshygienischen Bedingungen weiterhin gewährleisten, indem sie sie unterstützen, den Kontakt zu Angehörigen aufrecht zu erhalten. Sie sind körperlich belastet, weil sie infektionsbedingte Personalausfälle bei deutlich größerem Aufwand kompensieren. Wir sehen aber auch, dass Bewohnerinnen und Bewohner, die Pflegeeinrichtungen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit als Gemeinschaft zusammenwachsen.“

Stellv. Vorsitzender des Anbieterverbands qualitätsorientierter Gesundheitspflegeeinrichtungen e. V. (AVG), Thomas Meißner: „Alle Beteiligten müssen gemeinsam und abgestimmt handeln. Jeder ist gefragt und wird gebraucht. Alleine schaffen wir dies nicht.“

Stellv. Bundesgeschäftsführerin Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB), Anna Catharina Klein: „Die oft betonte Wertschätzung von Pflegekräften und Pflegeeinrichtungen muss sich insbesondere in dieser Hochphase der Corona-Pandemie in konkreter Unterstützung widerspiegeln. Dabei gilt es, Pflegebedürftige und Pflegekräfte bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen. Unsere Mitgliedsunternehmen setzen viele der vereinbarten Maßnahmen bereits erfolgreich um und werden dies auch in Zukunft tun. Das Ziel muss sein, die pflegerische Versorgung weiterhin sicherzustellen und gleichzeitig eine Überforderung der Einrichtungen und Dienste durch immer mehr Anforderungen zu vermeiden.“

Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e. V. (BAH), Thorsten Weilguny: „Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e. V. (BAH) und die in der BAH organisierten Pflegeeinrichtungen stehen hinter den Zielsetzungen der aktuellen Berliner Resolution „Pflege in der Pandemie“, um Teilhabe und in Pandemiezeiten notwendigen Schutz vulnerabler Personengruppen zu einem verantwortungsbewussten Ausgleich zu bringen und werden das mit ihren Kräften Mögliche dazu beitragen, diese Zielsetzungen zu erreichen.“

Geschäftsführer der Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG), Marc Schreiner: „Das Personal in Berliner Pflegeeinrichtungen leistet in der Corona-Krise hochprofessionelle Arbeit und schultert große Verantwortung. Die Bedingungen für die Arbeit haben sich 2020 stark verändert und viel zusätzlichen Einsatz verlangt: Schutzkleidung muss korrekt und zuverlässig getragen, Hygieneschutzmaßnahmen müssen eingehalten, Schnelltests und bald auch Impfungen durchgeführt werden. Zudem gilt es Besuche zu koordinieren und mit Angehörigen zu kommunizieren. Pflegebedürftigen benötigen mehr Zuwendung, weil ihnen die Kontaktbeschränkungen oft zu schaffen machen. Wir müssen unseren Fokus auf die Pflegeeinrichtungen lenken: Pflegebedürftige und Pflegende schultern einen großen Teil der Last der Pandemie. Dieses Engagement gilt es zu würdigen und zu unterstützen.“

Sprecherin der Berliner Amtsärzte, Dr. Nicoletta Wischnewski: „Die Menschen in der Pflege sind eine wichtige Stütze in unserer Gesellschaft und bewältigen derzeit eine große Herausforderung. In der jetzigen Pandemie schätze ich als Amtsärztin die schon zuvor entstandene gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Pflegeeinrichtungen. Gemeinsam können wir so für das Wohl der zu Pflegenden einstehen und den akuten Problemen mit Lösungswegen begegnen. Um regelmäßige Schnelltests in der Pflege umzusetzen, stimmen sich Amtsärztinnen und Amtsärzte eng mit der SenGPG ab.“

Stellv. Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Gesundheit im Bezirk Mitte, Ephraim Gothe: „Angesichts der sehr kritischen Lage ist die enge Zusammenarbeit zwischen Senat, Bezirk, Senioreneinrichtungen und der Wissenschaft sehr wichtig. Ich bedanke mich für die Initiative der Senatorin!“

Die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci: „Seit Beginn ist es wichtig in Berlin die vulnerablen Gruppen zu schützen. Sehr früh sind Hygienekonzepte entwickelt und Schutzkleidung in ausreichender Menge bereitgestellt worden. Obwohl sich die Pflegekräfte, Heimleitungen und Gesundheitsämter täglich im Kampf gegen die Infektionen einsetzen, haben wir in Berlin eine viel zu hohe Inzidenz bei den alten Menschen – so auch bundesweit. Deshalb unterstütze ich mit allen Beteiligten die Verstärkung der Sicherheit in der Pflege sowohl für die zu Pflegenden als auch für die Pflegekräfte. Pflegeverbände und Gesundheitsämter sowie die Krankenhäuser bekräftigen die Verstärkung der Sicherheit.“

Den Wortlaut der Erklärung finden Sie unten zum Download.

Pressekontakt: Moritz Quiske
Pressesprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
(030) 9028-2853
pressestelle@sengpg.berlin.de

Die gemeinsame Erklärung zum Download

Mehr Teilhabe durch mehr Schutz

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