Teilzeitbeschäftigung nach der Elternzeit

Wer seine Arbeitszeit nach der Elternzeit verringern möchte, muss dies dem Unternehmen drei Monate im Voraus, also spätestens drei Monate vor Ende der Elternzeit mitteilen.

Wer hat Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung?

In Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten (Auszubildende ausgenommen) haben alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die länger als sechs Monate beschäftigt sind, grundsätzlich Anspruch auf Teilzeitarbeit. Dabei zählt die Elternzeit mit zur Beschäftigungszeit. Allerdings dürfen dem keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Auf eine wöchentliche Arbeitszeit von weniger als 15 Stunden gibt es keinen Anspruch.

Beschäftigung während der Elternzeit

Wenn 30 Wochenstunden Erwerbsarbeit im Durchschnitt eines Elterngeld-Bezugmonats nicht übersteigt werden, ist eine Teilzeiterwerbstätigkeit auch während des Elterngeldbezuges möglich. Das Elterngeld wird entsprechend des Einkommens gekürzt. Wer mehr als 30 Stunden pro Woche arbeitet, gilt als voll erwerbstätig und hat keinen Anspruch auf Elterngeld.

Brückenteilzeit: Befristete Teilzeitbeschäftigung

Grundsätzlich ist zu empfehlen, die Teilzeitbeschäftigung nach der Elternzeit befristet zu vereinbaren. Wer bei einem Arbeitgeber mit mehr als 45 Beschäftigten arbeitet, dem ermöglicht die gesetzlich verankerte "Brückenteilzeit" eine zeitlich befristete Teilzeitarbeit mit einem Rückkehrrecht in die ursprüngliche Arbeitszeit. Die reduzierte Arbeitszeit ist von mindestens einem Jahr bis maximal fünf Jahren möglich und kann 12 Monate nach Beendigung erneut beantragt werden.

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