Diskriminierung aufgrund der Religion oder der Weltanschauung

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Auch in Berlin werden Menschen immer wieder aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Weltanschauung diskriminiert. Häufig finden Diskriminierungen aber auch wegen einer bestimmten zugschriebenen Religionszugehörigkeit statt.

Diskriminierungen kommen häufig dann vor, wenn eine bestimmte Religionszugehörigkeit sichtbar wird, z.B. durch die Teilnahme an religiösen Festen, die Beachtung von religiösen Regeln oder Gepflogenheiten. Dazu kann das Tragen bestimmter Kleidungsstücke – wie z.B. einer Kippa oder eines Kopftuchs – gehören. Diskriminierungen aufgrund der Religion und rassistische Diskriminierungen sind nicht immer leicht voneinander abzugrenzen.

Beratung

Im Vorfeld einer Beratung kann es sehr hilfreich sein, zu dem diskriminierenden Vorkommnis oder dem Sachverhalt ein kurzes Gedächtnisprotokoll mit den wichtigsten Informationen zu erstellen. Für den Bedarfsfall bietet sich als inhaltliche Gliederung die leicht zu merkende Faustregel „Fünf W“ an:

  • Wann und wo hat die Benachteiligung stattgefunden?
  • Was ist passiert?
  • Wie kam es dazu?
  • Warum fühlten Sie sich benachteiligt?
  • Wer war an dem Vorfall beteiligt? / Wer kann den Vorfall bezeugen?

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) hilft, geeignete Beratungsstellen zu finden. Einzelfallberatungen führt die LADS nicht durch. Einen Überblick über kostenlose Beratungsangebote bietet der Beratungswegweiser der LADS.

Das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) setzt europäische Vorgaben im Bereich des Antidiskriminierungsrechts im Berliner Landesrecht um. Es soll Schutz bei Diskriminierungen durch hoheitliches Handeln sowie Schadensersatz und Entschädigung bieten. Auch sieht das Gesetz die Einrichtung einer Ombudsstelle vor.

Das
Kompetenznetzwerk Antisemitismus berät Menschen, die selbst unter Antisemitismus leiden, diesen beobachten oder sich gegen Antisemitismus positionieren und engagieren möchten.