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Ehrennadeln für besonderes soziales Engagement verliehen

Berliner Ehrennadel

Am 08.12.2010 verlieh die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm gemeinsam mit Staatssekretärin Monika Helbig, Beauftragten für das Bürgerschaftliche Engagement, im Wappensaal des Roten Rathauses an zwölf besonders aktive ehrenamtlich tätige Berlinerinnen und Berliner die Berliner Ehrennadel.

Senatorin Bluhm würdigte deren freiwillige Arbeit für das Gemeinwohl. "Ohne den Einsatz der vielen engagierten Bürgerinnen und Bürger würde auch in unserer Stadt viel an sozialer Wärme fehlen. Kein Staat könnte, selbst beim besten Willen und vollen Kassen, all das verwirklichen, was in unserer Gesellschaft durch Selbsthilfe und das soziale Ehrenamt vollbracht wird. Wir haben in Berlin die Bedingungen für Bürgerschaftliches Engagement verbessert und damit Ehrenamtlichkeit gefördert. Ich möchte alle ermuntern, sich aktiv zu engagieren und sich an den sieben Frauen und fünf Männern, die wir heute auszeichnen, ein Beispiel zu nehmen. Sie haben in langjähriger ehrenamtliche Arbeit vieles geleistet. Das möchten wir heute besonders herausheben."

Die Ausgezeichneten sind:

Frau Dr. Bausch 2

Christina Bausch, tätig seit: 14 Jahren
vorgeschlagen von der Kontakt- und Beratungsstelle für Straßenjugendliche
Sie organisiert seit 1997 jährlich ein Theaterprojekt, an dem 40 Straßenjugendliche über einen Zeitraum von drei Monaten teilnehmen. Ein Großteil der Jugendlichen kann nach dem Projekt das Leben auf der Straße hinter sich lassen. Die kreativen Erfahrungen sowie Erfolgserlebnisse führen zu neuem Selbstvertrauen und tragen zu einem erfolgreichen Neustart im Leben bei. Christina Bausch unterstützt zudem aktiv und engagiert die "Kontakt- und Beratungsstelle für Straßenjugendliche" bei der Straßensozialarbeit in Brennpunkten.

Angela Besuch, tätig seit: 21 Jahren
vorgeschlagen vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Sie ist Ansprechpartnerin für Familien mit behinderten Kindern im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Seit 1989 ist sie Mitglied im Verein "Eltern helfen Eltern Berlin-Brandenburg" und zudem seit 1995 Vorstandsmitglied. Sie ist seit 1995 im Beirat für Menschen mit Behinderung in Marzahn-Hellersdorf aktiv und seit 2003 Vorsitzende des Beirates. Angela Besuch erstellt vierteljährlich einen Elternbrief mit aktuellen gesellschaftlich-politischen Themen und gesetzlichen Änderungen. Durch ihre Tätigkeit fühlen sich die von ihr betreuten Eltern ermutigt, ihr Kind zu einer selbstständigen Lebensweise zu erziehen.

Herr Enke

Norbert Enke, tätig seit: 62 Jahren
vorgeschlagen vom Zentralverein für das Wohl der Taubstummen in Berlin e.V.
Der 82jährige war 1948 Jugendleiter bei den "Falken", 1971-1980 Schatzmeister beim "Gehörlosenverband e.V.“, 1981-1990 1. Vorsitzender „Gehörlosenverband e.V.", 1975 Mitbegründer des "Gehörlosen Sportverbandes Berlin e.V.", 1974-2005 Beisitzer und zeitweise 2. Vorstand der "Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen e.V.", 1983-2002 1. Vorsitzender des "Zentralverein für das Wohl der Taubstummen in Berlin e.V." und ist seit 2003 Ehrenvorsitzender des "Zentralverein für das Wohl der Taubstummen in Berlin e.V." - Er unterstützt und betreut seit über 60 Jahren Gehörlose bei allen anfallenden Problemen. Norbert Enke ist immer noch aktiv und besucht regelmäßig die Erholungs- und Freizeitheime für Gehörlose in Heiligensee sowie in der Friedrichsstraße, um dort zu beraten.

Kathrin Hermes, tätig seit: 11 Jahren
vorgeschlagen vom Hospiz- und PalliativVerband Berlin e.V. / Hospizdienst Tauwerk e.V.
Sie ist seit 1999 im "Hospizdienst Tauwerk" tätig. Sie begleitete vier Menschen über einen sehr langen Zeitraum bis zu deren Tod. Sie leistet Sterbenden mit Sitzwachen - wenn nötig Tag und Nacht - Hilfe durch ihre Anwesenheit. Sie besuchte und unterstützte über sieben Jahre hinweg einen Menschen, der durch einen Hirnschlag sein Sprachvermögen verlor. Im Beisein von Kathrin Hermes konnte er so besser an seiner Umwelt teilhaben. Ihr gelang es immer wieder, ihn zum Sprechen zu ermutigen und seinen Lebensmut zu stärken.

Waltraud Jaeschke, tätig seit: 24 Jahren
vorgeschlagen durch den Landesseniorenbeirat Berlin
1988-2004 Schriftführerin, seit 2004 als Vorsitzende im Ortsverband des "VdK", Beisitzerin im Landesverband, 2002-2008 ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht und am Sozialgericht, seit 2001 Mitglied im Landesseniorenbeirat, seit 2007 als Schriftführerin im Vorstand des LSBB - Durch ihre Zuverlässigkeit, Sachkenntnis und große Korrektheit ist Waltraud Jaeschke eine Bereicherung für den Landesseniorenbeirat.

Frau Kamischke

Tina Kamischke, tätig seit: 12 Jahren
vorgeschlagen vom Bezirksamt Spandau
Frau Kamischke ist seit 1998 ehrenamtlich als Übungsleiterin der Schwimmausbildung im "SCS Berlin e.V." tätig. Von 2002-2006 organisierte sie regelmäßig in ihrem Jahresurlaub ein zehntägiges Trainingslager. Sie beteiligt sich aktiv an den Projekten "Kinder stark machen", "Es geht auch ohne Alkohol" und "Alkohol - Kenn dein Limit" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Von 2008-2009 war sie im Vorstand des "SCS" als Vorsitzende für Freizeit-, Breiten- und Leistungssport mit der Verantwortung für 22 Abteilungen. Sie organisierte Veranstaltungen mit der Berliner Polizei zum Thema Seniorensicherheit und fungiert im Präsidium des Berliner Schwimmverbandes als Ansprechpartnerin für alle Vereine zum Thema Jugend. Ab 2011 wird sie als Referentin das Thema Kinderschutz in die Vereine tragen. Tina Kamischke verzichtet auf viel Freizeit, ist immer zuverlässig und verantwortungsbewusst und eine große Stütze für junge Menschen.

Antonio Francisco Maximino, tätig seit: 21 Jahren
vorgeschlagen vom Kompetenz Zentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe
1983-1988 Vorsitzender der "Vereinigung angolanischer Studenten in Deutschland" in Greifswald und Berlin, 1994-1999 Mitglied im Migrantenbeirat Hellersdorf, seit 1999 Mitglied der Sonderkommission "Migranten" beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und seit 2007 deren Vorsitzender, 2004 Mitbegründer und 2004-2008 Vorsitzender des "Vereins Angolanische Fachkräfte in Deutschland e.V." – Seit dem ist er zu einem der wichtigsten Ansprechpartner für Migranten im Bezirk geworden. Er hilft engagiert bei behördlichen und persönlichen Problemen. Er unterstützt und fördert Migranten aktiv bei ihrem Einleben in die deutsche Gesellschaft.

Herr Rieger

Karlheinz Rieger, tätig seit: 12 Jahren
vorgeschlagen vom Seniorenbüro im Paritätischen Wohlfahrtsverband
betreut seit 2003 mehrere Internetpräsenzen von verschiedenen Seniorenorganisationen, seit 2007 gibt er Computerunterricht mit dem SeniorKompetenzTeam, seit 2008 Mitarbeit in der AG Öffentlichkeitsarbeit des Landesseniorenbeirates Berlin und seit 2009 Computerkurse für Senioren und Ehrenamtliche zusammen mit dem "Unionhilfswerk".

Hannelore Rohde-Käsling, tätig seit: 25 Jahren
vorgeschlagen von der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle (SEKIS)
10 Jahre Leiterin einer Gruppe Alkoholabhängiger im Jüdischen Krankenhaus,
1985-1993 ehrenamtliche Richterin beim Sozialgericht, 1987-1990 Mitglied einer Sozialkommission für Geburtstagsgratulationen, 1990 Schöffin beim Landgericht,
1990-1995 Mitarbeit beim "Weißen Ring", 1995-2009 Engagement in der "Deutschen Rheuma-Liga", davon fünf Jahre als Beiratsvorsitzende, 1999-2009 Jahre Mitglied des Landesbehindertenbeirates und in der AG Soziales und Gesundheit, seit 2005 Leitung der Härtefallkommission (Fahrdienst für Behinderte) und Beratung für sozial schwache Bürger in Selbsthilfegruppen bei "SEKIS", seit 2005 Sozialberatung zur biologischen Krebsabwehr.

Frau Teuser

Beate Teuser, tätig seit: 16 Jahren
vorgeschlagen vom Arbeitskreis Berliner Senioren
arbeitet seit ihrer Berentung im Juli 1994 an drei Tagen in der Woche ganztags als Ehrenamtliche im "Sozialwerk Berlin e.V.". Zu ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten in den Seniorenfreizeitstätten Alt-Rudow und am Joachim-Gottschalk-Weg in Neukölln gehören die Organisation von Tanzabenden und von Verpflegung. Sie unterstützt unmittelbar und engagiert die Vorsitzende des "Sozialwerks". Zudem leistet sie wichtige ehrenamtliche Arbeit bei der Datenverarbeitung des Arbeitskreis Berliner Senioren. Sie unterstützt darüber hinaus in besonderem Maße die Vorsitzende des Arbeitskreises Berliner Senioren bei deren umfangreicher ehrenamtlicher Arbeit.

Karl-Heinz Veiltl, tätig seit: 46 Jahren
vorgeschlagen vom Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf
ist seit 1964 Mitglied in einer Sozialkommission, seit 1965 Vorsteher. Fünf Jahre später trat auch seine Frau ins Ehrenamt ein. Mittlerweile führt seine Schwiegertochter seit zehn Jahren das Amt in 2. Generation fort.

Herr Winkelmann

Henry Winkelmann, tätig seit: 38 Jahren
vorgeschlagen vom DRK - Landesverband Berlin
ist seit 1962 aktives Mitglied des "Deutschen Roten Kreuzes" und war bis 1977 überwiegend im Sanitätsdienst tätig. Nach dem Erwerb des Busführerscheins ermöglichte er in seiner Freizeit fast 30 Jahre lang behinderten Kindern, Jugendlichen und Senioren Mobilität. Durch seine vielfältigen Aktivitäten im Bereich Flüchtlingshilfe unterstützte er zugewanderte Menschen. Beispielhaft hierfür sind 6000 Fahrkilometer, die er 2009/2010 gefahren ist, um irakische Flüchtlinge zu transportieren. Seit 2003 ist er Kammerwart und Techniker im Rotkreuz-Museum. Seit 2010 übernimmt er die vielfältigen Aufgaben an der Wasserrettungsstelle Alt-Gatow, koordiniert Einsatzkräfte und versorgt Verletzte. Er gehört zu den unermüdlich engagierten Menschen, die sich selbst nur als "Helfer" betrachten und dafür keine Ehrung erwarten.

Kontakt

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
Oranienstr. 106
10969 Berlin

Telefon (030) 9028-0
Telefax (030) 9028-2056

Der Regierende Bürger-
meister von Berlin
- Senatskanzlei -

Geschäftsstelle bürgeraktiv Berlin
Berliner Rathaus
Jüdenstr. 1
10178 Berlin

Bildnachweis

Fotos von der Verleihung: Gerold Sperling