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Standort Littenstraße

 

 

Öffnungszeiten

Die Geschäfts-, Info- und Rechtsantragsstellen am Standort Littenstraße sind für den Publikumsverkehr wie folgt geöffnet:

  • Mo: 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Di: 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr
  • Mi: 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr, (Info- und Rechtsantragsstellen bis 15:00 Uhr)
  • Do: 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr (Geschäftsstellen nach Vereinbarung bis 18:00 Uhr; Info- und Rechtsantragsstellen ab 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr)
  • Fr: 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Die Geschäftsstelle für Apostillen und Legalisationen ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 08:30 Uhr bis 13:00 Uhr für den Publikumsverkehr geöffnet.

Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird empfohlen, ggf. einen Termin zu vereinbaren.

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Geschichte des Gebäudes in der Littenstraße

1896-1904 erfolgte die Herstellung des Gebäudes nach Vorentwürfen des Regierungs- und Baurates Paul Thoemer (1851-1918), nach dessen Entwürfen weitere Gerichtsgebäude errichtet wurden (z.B.: Oberlandesgericht Düsseldorf, Amtsgerichte Neukölln, Schöneberg und Wedding). Der erste Bauabschnitt betraf den kleineren nördlichen, zur Grunerstraße gelegenen Bauteil, der die Geschäftsräume des Landgerichts I beherbergen sollte. Die Bauleitung des ab 1900 hergestellten südlichen Gebäudeteils für das spätere Amtsgericht Mitte oblag dem Landbauinspektor Otto Schmalz (1861-1906), der Thoemers Vorentwurf in Teilen abänderte, so dass das Haus nach Fertigstellung als sein Kunstwerk angesehen wurde. Es war mit einer maximalen Frontlänge von 237 m (Rückseite zur Stadtbahn) das zweitgrößte Gebäude der Stadt, nach dem Berliner Stadtschloss.

Das Gebäude ist dem Grundriss und der Raumaufteilung nach im Stile des süddeutschen Barock errichtet. Der Grundriss sowie die Fassade Neue Friedrichstraße (seit 1951: Littenstraße, umbenannt nach dem Rechtsanwalt Hans Litten, der als Regimegegner 1938 im KZ Dachau starb) und Grunerstraße waren symmetrisch aufgebaut. Zentrale Innenräume waren die beiden Eingangshallen, als deren Herzstück die Zwillingswendeltreppen zu nennen sind.

  • Standort Littenstraße von der Grunerstraße aus gesehen. Das Portal in der Bildmitte sowie der vorderste Flügel des Gebäudes fielen 1968/69 dem Ausbau der Grunerstraße zur mehrspurigen Schnellstraße zum Opfer. Rechts am Bildrand die heutige Littenstraße. Vergrößerungsglas Standort Littenstraße von der Grunerstraße aus gesehen. Das Portal in der Bildmitte sowie der vorderste Flügel des Gebäudes fielen 1968/69 dem Ausbau der Grunerstraße zur mehrspurigen Schnellstraße zum Opfer. Rechts am Bildrand die heutige Littenstraße.
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Die Halle Littenstraße ist mit zwei im Aufbau identischen Treppen ausgestattet, die jeweils mittig an der linken und rechten Hallenseite positioniert sind. Ihre Antrittsbereiche werden mit je drei langen, geschwungenen Stufen eingefasst. Im Gegensatz zur Treppe in der Halle Grunerstraße beginnen die Treppen mit zwei Läufen aus der Halle heraus, die sich auf einem Podest hinter den auffälligen Heizungsbrunnen kreuzen, um dann auseinanderstrebend den Umlauf des ersten Stockwerkes zu streifen. Durch die geschwungenen Antritte wirken die Treppen wie zwei Wasserfälle, die sich seicht in die Haupthalle ergießen. Die geschwungenen Treppenantritte sowie die floral anmutende Ausformung der schmiedeeisernen und steinernen Brüstungsgeländer lassen den Einfluss des zur Bauzeit vorherrschenden Jugendstils erkennen.

Das Portal an der heutigen Littenstraße. Im Hintergrund ist einer der beiden Türme zu erkennen, der einst die Fassade zur Grunerstraße schmückte.
Das Portal an der heutigen Littenstraße. Im Hintergrund ist einer der beiden Türme zu erkennen, der einst die Fassade zur Grunerstraße schmückte.

Die figürliche Ausgestaltung der Haupthalle Neue Friedrichstraße sowie der Fassadenschmuck am dortigen Hauptportal gingen infolge Kriegszerstörungen 1945 verloren. Es erfolgte eine vereinfachte Wiederherstellung. In der Halle Grunerstraße befand sich die Zwillingswendeltreppe gegenüber dem Eingang. Über drei geschwungene Treppen im Treppenansatz gelangte der Besucher unter einem geschwungenen Giebel hindurch auf das Anfangspodest der Treppe, von dem die Treppenläufe im Halbkreis nach links und rechts aufwärts führten. 1968/1969 wurde im Zuge des mit der Neugestaltung des Alexanderplatzes einhergehenden Ausbaus der Grunerstraße der ebenfalls kriegsbeschädigte nördliche Gebäudeteil inklusive der Haupthalle Grunerstraße abgetragen.

 

In der Zeit von 1945-1990 erfolgte die auf das Nötigste beschränkte Behebung von Kriegsschäden, Einschusslöcher finden sich heute noch in den Innenhoffassaden. Lediglich der Betrieb der hier untergebrachten Justizbehörden (Oberster Gerichtshof der DDR, Stadtgericht Berlin, Bezirksgericht Prenzlauer Berg und die Generalstaatsanwaltschaft) musste gewährleistet sein. 1992 begann eine umfassende Sanierung des gesamten Gebäudes, welche bis heute noch nicht abgeschlossen ist. Ursachen hierfür sind unter anderem das bei weitem überschrittene ursprünglich veranschlagte Budget, die Tatsache, dass eine sukzessive Sanierung bei laufendem Geschäftsbetrieb durchzuführen war bzw. ist, ferner die Einhaltung von Denkmalschutzauflagen. Letztere erweisen sich als Garant für die Authentizität des Gebäudes bis in die heutige Zeit.

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