selosoda-Gründerin Laura Zumbaum

selosoda-Gründerin Laura Zumbaum

Selosoda ist ein von Natur aus koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk. Wir haben die Gründerin Laura Zumbaum getroffen.

Laura Zumbaum

© Viktor Strasse

selosoda-Gründerin Laura Zumbaum

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Tatendrang, Talent, Kreativität, viel Vergnügen. Berlin kann viel und das auf den Sprachen dieser Welt.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin inspiriert. Ich möchte den Standort als Plattform nicht mehr missen.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Das Tempelhofer Feld kommt mir manchmal vor wie unsere Strandpromenade, außerdem empfinde ich Orte wie die Karl-Marx-Allee oder das Regierungsviertel nicht nur als sehr fotogen, sondern atmosphärisch sehr wertvoll.

Können Sie die Idee, die hinter selosoda steht, in drei Sätzen beschreiben?

In den Schalen der Kaffeefrucht steckt die gesamte Aromenvielfalt und der volle Koffeingehalt der Kaffeepflanze. selosoda basiert auf genau dieser bisher ungenutzten Ressource, hat fast keine Kalorien, dafür so viel Koffein wie zwei Espressi und verzichtet auf künstliche Zusätze oder Süßungsmittel und ist absolut magenfreundlich. Durch die Nutzung und den Konsum der Kaffeeschalen wird der ertrag der biologischen Arabica-Pflanzen drastisch erhöht, somit steigen die Einnahmen des Farmers in Panama um 50%.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir arbeiten bisher eher als Netzwerk als festes Team, so hat ein toller Fotograf unsere Bildwelt geschaffen, ein begnadeter Designer verantwortet die Etiketten, produziert und abgefüllt wird in einer Saftkelterei... Grundlegend ist die Partnerschaft mit Graciano Cruz, einem sehr visionären und ambitionierten Kaffeefarmer.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Typisch gibt es noch nicht, jeder Tag ist anders, ein Glück! Wir düsen durch die Stadt und beliefern unsere Kunden, servieren selosoda auf der Fashion Week oder bei einer Vernissage, probieren die neue Ernte unserer Kaffeekirschen, packen Pakete, kümmern uns um das Online Marketing...und trinken unheimlich guten Kaffee.

Womit verdient selosoda Geld?

Mit dem ersten Erfrischungsgetränk aus der Kaffeekirsche, das auf den Zusatz von Zucker verzichtet und von Natur aus so koffeinhaltig ist wie zwei Espressi. Wir vertreiben Offline in Berlin, Hamburg und Köln und über unseren Online Shop.

Wie sind Sie auf die Idee zu selosoda gekommen?

In Kolumbien habe ich die erste blühende Kaffeekirsche bewundert während ich für eine NGO tätig war. Die Themen Food, Nachhaltigkeit, und Innovation haben mich seit meines Studiums nicht losgelassen. Anschließend habe ich ein paar Monate bei den Startups Coffee Circle und mymuesli verbracht, den Kaffeehandel begonnen zu verstehen und gemerkt, dass hier noch viel Handlungsbedarf besteht.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Gerade im ersten Jahr einer Gründung, aber voraussichtlich generell, fällt unglaublich intensive, operative Arbeit an allen Ecken und Enden an – hier sollte man die große Vision der Unternehmung in keiner Sekunde aus den Augen verlieren. Außerdem pausenlos fragen! Fehler werden viel zu häufig wiederholt, ich bin großer Fan von Austausch und Offenheit.

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Ding im Internet?

Das Thema Bildung wird sich weiterhin grundlegend verändern und online werden wir denke ich Meilensteine setzen.

Aktualisierung: Montag, 29. Februar 2016 14:22 Uhr

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