Lemon App-Gründer Ritchie Vogel

Lemon App-Gründer Ritchie Vogel

Mit der Lemon App will Gründer Ritchie Vogel dabei helfen, den inneren Schweinehund zu besiegen. Wir haben ihn getroffen.

Ritchie Vogel

© LEMON App

Ritchie Vogel

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Ich glaube es liegt an der ganz besonderen Atmosphäre der Stadt, die man nicht in London, Paris oder New York findet. In den letzten Jahren ist Berlin sehr kosmopolitisch geworden. Diese Weltoffenheit der Berliner zieht viele Gründer aus dem Ausland an. Wir selber sind ein Team zusammengewürfelt aus unterschiedlichsten Nationen. Dazu kommt natürlich, dass es sich in Berlin – im Gegensatz zu anderen Hauptstädten – (noch) sehr gut leben und arbeiten lässt. Man kann hier coole, erschwingliche Büroräume oder Coworking Spaces mieten, günstig essen, ausgehen und wohnen.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Unsere Anfänge hatten wir in einem Coworking Büro. Da kommt man schnell mit anderen Gründern ins Gespräch, kann Ideen austauschen und über neuste Innovationen philosophieren. Auch am jetzigen Standort sind wir umgeben von diversen Start-Ups, so dass eine sehr dynamische Stimmung herrscht. Dieses kreative Flair inspiriert und motiviert.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Unser Büro befindet sich direkt am Kotti. Hier gibt es nicht nur die besten Döner sondern auch eine Menge kleiner Lokale mit tollem Essen und coole Bars fürs After-work.

Können Sie die Idee, die hinter Lemon steht, in drei Sätzen beschreiben?

Jeder will doch irgendwie ständig etwas in seinem Leben verändern, sei es mit dem Vorsatz mehr auf die Gesundheit zu achten, fitter zu werden oder endlich mal etwas von der Bucket List streichen. Die Lemon App ist eine Motivations-App mit der man den inneren Schweinehund besiegen und sich neue Gewohnheiten aneignen kann, alleine und gemeinsam mit Freunden. Mit Lemon geben wir Usern zudem ein Tool mit dem sie die persönliche Leistung und täglichen Fortschritte verfolgen und sich mit anderen Usern messen können.

Wie groß ist Ihr Team?

Unser Team besteht aus rund zehn Leuten, darunter Developer, Designer, Texter und andere kreative Köpfe.
Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?
Einen typischen Arbeitsalltag gibt es nicht. Unser Team steht jeden Tag vor neuen Aufgaben, vor allem da wir uns noch in der Anfangsphase befinden. Aber wie man an der Art unseres Produktes sieht, lieben wir Herausforderungen.

Womit verdient Lemon Geld?

Die Entwicklung der App wurde komplett durch Bootstrapping ermöglicht, also gänzlich ohne externe Finanzierung. Ziel ist es natürlich, dass sich die App irgendwann selber finanziert. Der User kann die App gratis testen, muss aber ein Jahresabo von 99 Cent abschließen um längerfristig alle Features nutzen zu können.

Wie sind Sie auf die Idee zu Lemon gekommen?

Die Idee zu Lemon entstand im Team. Wir sind alle sehr ehrgeizig und lieben es uns gegenseitig herauszufordern. Doch auf der Suche nach einer App, die es einem ermöglicht sich selber und anderen Ziele zu setzen oder die eigenen Erfolge festzuhalten, wurden wir nicht fündig. Also haben wir entschieden diese Marktlücke zu nutzen und selber ein Produkt zu entwickeln.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Immer 100% von der eigenen Idee überzeugt zu sein. Nur wenn man selber fest an den Erfolg eines Projektes glaubt, kann man auch andere davon überzeugen. Dabei sollte man aber stets offen bleiben für neuen Input und auch Kritik dankbar annehmen, denn manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Ding im Internet?

Unser Alltag wird immer „smarter“ – vom Smartphone und mittlerweile der Smartwatch bis hin zum smarten Auto oder der smarten Kaffeemaschine. Das Internet of Everything ist sicherlich die Zukunft, nicht nur in der Technologiebranche. Und dies wird gewiss viele positive Auswirkungen haben, besonders im Gesundheitsbereich. Aber es müssen gleichzeitig auch viele Hindernisse überwunden und Probleme gelöst werden. Ich werde diesen Trend auf jeden Fall mit großem Interesse verfolgen.

Aktualisierung: Dienstag, 19. Juli 2016 14:00 Uhr

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