Sygns-Gründer Anthony Genillard

Sygns-Gründer Anthony Genillard

Sygns produziert Neon-Installationen in Zusammenarbeit mit Künstlern oder nach Kundenwunsch. Wir haben den Gründer getroffen.

Sygns

© Fotograf: Alexander Vajda © sygns GmbH

Das Sygns-Team

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Mich persönlich hat der gute Vibe in Berlin angezogen. Ich bin in der Vergangenheit immer wieder hier gewesen, um Freunde zu besuchen und habe mich in die Stadt verliebt. Es gibt ein so breites Kulturprogramm, das beste Nachtleben Europas und einfach viel gleichgesinnte Jugend, die größtenteils angenehmer und weltoffener ist, als in anderen deutschen Städten.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Natürlich beeinflusst die Stadt unsere Arbeit. Wir fühlen uns in der Großstadt sehr wohl und setzen uns gerne mit Themen des Alltags auseinander. Außerdem arbeiten wir viel mit Berliner Künstlern und Architekten zusammen und auch so finden urbane Motive Einzug in unsere Arbeit.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Ich liebe den Boxhagener Kiez um die Ecke von unserem Büro, da sind die Leute noch authentisch und es gibt viele kleine Läden mit gutem Essen.

Können Sie die Idee, die hinter sygns steht, in drei Sätzen beschreiben?

Sygns ist als Plattform für handgemachte Neon-Installationen gestartet. Wir produzieren Editionen in Zusammenarbeit mit Künstlern aus verschiedenen Feldern, wie Architektur, bildende Kunst, Grafik & Interior Design, ermöglichen unseren Kunden aber auch die komplette Personalisierung ihrer Installation. Wir lieben Licht und vor allem Neon und wollen es aus der Exklusivität der Galerie befreien und den Menschen als Medium zur Verfügung stellen.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind acht im Team, verteilt auf unsere Standorte in Deutschland und Schweden und arbeiten eng mit sechs Künstlern von der Hochschule Leipzig zusammen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Der variiert sehr stark. Wir sind in der Regel viel in unserem Büro in Friedrichshain aber es kommen auch Tage vor, an denen wir von Montage zu Montage fahren, einen Abstecher ins Lager unternehmen und dann schnell zum nächsten Termin müssen, so dass wir am Ende vom Tag das Büro gar nicht betreten haben und uns wundern wo der ganze Tag hin ist.

Womit verdient sygns Geld?

Mit Produktion und Vertrieb von Lichtinstallationen. Wir sind sowohl reiner Dienstleister, wenn es um die Umsetzung von Ideen unserer Kunden geht, als auch Full-Service-Provider, die ganzheitliche Lösungen anbieten, inklusive kreativem Input, Beratung, Produktion und Montage.

Wie sind Sie auf die Idee zu sygns gekommen?

Durch Eigenbedarf: wir wollten eine Neon Installation für unsere neue Wohnung, sind aber von den horrenden Preisen in Galerien geschockt worden. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, einen der letzten Glasbläser in Deutschland in seiner Werkstatt zu besuchen. Dort haben wir festgestellt, dass er für genau die Galerien produzierte, die wir wenige Wochen vorher gesehen hatten. Wir waren fasziniert von dem raffinierten Handwerk und der finalen Installation und wollten unbedingt so vielen Menschen wie möglich den Zugang zu Neon als Medium verschaffen. So ist sygns entstanden.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Man braucht keine riesige Startfinanzierung um ein Projekt ins Rollen zu bringen. Es gibt genug andere Anreizsysteme. Ehrlichkeit zu Mitstreitern und eine faire Gewinnbeteiligung im Projektverlauf sind sehr starke Motivationsmechanismen.

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Ding im Internet?

Virtual Reality! VR wird uns neue Welten der Wahrnehmung erschließen und in jeden Lebensbereich einziehen. Probiert es aus!

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 17:18 Uhr

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