GoEuro-Gründer Naren Shaam

GoEuro-Gründer Naren Shaam

Auf GoEuro lassen sich mit einer einzigen Suche alle Verkehrsmittel, also Flugzeug, Bahn und Bus, vergleichen und kombinieren. Wir haben den Gründer getroffen.

Naren Shaam

© GoEuro

GoEuro-Gründer Naren Shaam

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Berlin ist der europäische Startup-Hotspot schlechthin: Günstige Mieten, hochbegabte junge Menschen aus allen Herren Ländern und zunehmend auch der Zugang zu internationalem Wachstumskapital. An jeder Ecke findet man begeisterte junge Leute mit unternehmerischem Geist.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Die Grenzenlosigkeit in Denkprozessen, die in Berlin zu beobachten ist, lässt unser Team ständig neue Wege gehen, neue innovative Ansätze entwickeln. Man merkt, dass sich die Menschen in Berlin wohlfühlen.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Ich bin sehr gerne am Wasser, an der Spree oder am Kanal. Dort finde ich die nötige Ruhe und Zerstreuung. Nach einem langen Arbeitstag freue ich mich aber manchmal genauso sehr auf meine eigenen vier Wände.

Können Sie die Idee, die hinter GoEuro steht, in drei Sätzen beschreiben?

Auf GoEuro lassen sich mit einer einzigen Suche alle Verkehrsmittel, also Flugzeug, Bahn und Bus, vergleichen und kombinieren. So bringen wir Reisende mit der schnellsten oder auch günstigsten Reiseroute an ihr Ziel. Mittlerweile sind schon sieben Länder komplett in unserem System integriert, das Ziel ist ganz Europa.

Wie groß ist Ihr Team?

In unserem Unternehmen arbeiten mittlerweile 90 Leute aus 30 verschiedenen Ländern und wir wachsen weiter. Ich bin stolz darauf, dass bei GoEuro 40 Prozent unser Mitarbeiter weiblich sind.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Ich übernehme in der meisten Zeit die Geschäftsanbahnung mit neuen Verkehrsunternehmen in ganz Europa. Daneben arbeite ich eng mit unserem COO und CTO zusammen, die mir – wie das gesamte Team - jeden Tag dabei helfen, aus GoEuro einen Erfolg zu machen

Womit verdient GoEuro Geld?

Wir bekommen von jeder gebuchten Reise auf unserer Plattform eine Provision.

Wie sind Sie auf die Idee zu GoEuro gekommen?

Ich befand mich auf einer Backpacker-Tour quer durch Europa. Ich wusste zwar, welche Orte ich besuchen wollte. Die Suche nach dem Transportmittel, mit dem die Reise sowohl komfortabel als auch preisbewusst zu bewerkstelligen ist, war jedoch mühsame Kleinstarbeit. Eine Seite wie GoEuro gab es einfach nicht. Und das wollte ich ändern. Ich habe meinen Job in der Finanzbranche aufgegeben, bin nach Berlin gezogen und habe hier GoEuro gegründet.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Ich sage immer: „Eine Idee, die nicht umgesetzt wird, bleibt immer nur eine Idee.“ Deshalb: Glaubt an euch, setzt die Sache in Bewegung und gebt nicht beim ersten Problem auf.

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Ding im Internet?

I am und Onefootball: Sie haben verstanden, wie traditionelle Branchen in Zeiten des Internets sinnvoll restrukturiert und erweitert werden können. Die Kraft in der Umsetzung suchen ihresgleichen.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 17:16 Uhr

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