Tandemploy-Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe

Tandemploy-Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe

Tandemploy hat sich dem Thema Jobsharing angenommen. Im Interview sprechen die Gründerinnen Anna Kaiser und Jana Tepe über ihre Idee.

Das Tandemploy Team

© tandemploy

Anna Kaiser (li.) und Jana Tepe (re.)

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Weil die Infrastruktur für Gründer hier einfach sehr gut ist. Es gibt allerhand Info- und Netzwerkveranstaltungen, Förderprogramme und zahlreiche Gleichgesinnte. Außerdem wohnen viele Menschen in Berlin, die gerne in Startups arbeiten möchten. Das ist natürlich super, wenn das eigene Team dann mal wachsen soll :).

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Es herrscht auf jeden Fall eine innovative Grundstimmung - viele Menschen in Berlin sind sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen, bieten ihre Unterstützung an, erzählen von uns und empfehlen uns weiter. Das ist großartig! Allerdings muss man auch immer schauen, wie die eigene Idee und Arbeit außerhalb Berlins ankommt. Glücklicherweise merken wir immer mehr, dass unsere Idee bereits in der gesamten DACH-Region Freunde gefunden hat.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Oh, da gibt es tatsächlich sehr viele! Wir freuen uns eigentlich immer, wenn wir für Termine und Kundengespräche mal aus dem eigenen Kiez (Prenzlauer Berg) rauskommen und andere Ecken sehen. Hier gefällt's uns tatsächlich sehr - aber man tendiert in Berlin schnell dazu, in seinem eigenen Kiez zu bleiben :).

Können Sie die Idee, die hinter Tandemploy steht, in drei Sätzen beschreiben?

Tandemploy ist DIE Plattform zum Thema Jobsharing. Bei uns finden Menschen den perfekten Tandempartner zum Teilen eines Jobs - und treffen auf die Unternehmen, die Jobsharing offen gegenüberstehen. Rundherum unterstützen wir beide Seiten mit allerhand Infos und auch Beratung - denn zum Jobsharing gibt es definitiv noch einigen Informationsbedarf!

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind insgesamt zu acht, vier im Kernteam und vier Freelancer, die uns in verschiedenen Bereichen unterstützen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Den gibt es absolut nicht, jeder Tag ist neu und anders. Das einzige, was immer bleibt, ist unsere Vision. Wir träumen von Arbeit, die wirklich ins Leben passt. Und die trotzdem unser qualifizierter Wunschjob sein darf :).

Womit verdient Tandemploy Geld?

Die Unternehmen zahlen für die Nutzung von Tandemploy.com, sie können bei uns Jahresmitgliedschaften erwerben, die verschiedene Bausteine beinhalten, je nachdem wo sie gerade mit der Umsetzung von Jobsharing stehen. Jahresmitglieder können bei uns z.B. ein Unternehmensprofil anlegen, unbegrenzt kostenfrei Stellen schalten und unser Siegel für jobsharing-freundliche Arbeitgeber einbinden. Darüber hinaus bieten wir Beratung, Einführungsworkshops und auch White-Label-Lösungen (für das unternehmensinterne Tandem-Matching) an.
Für die Arbeitnehmer, die Tandempartner und jobsharing-freundliche Firmen suchen, ist die Anmeldung auf Tandemploy.com kostenfrei.

Wie sind Sie auf die Idee zu Tandemploy gekommen?

Die Idee zu Tandemploy kam uns, meiner Mitgründerin Anna Kaiser und mir, in unserem letzten Job in der Personalberatung. Dort waren wir täglich mit Menschen im Gespräch, die von ihren Jobs frustriert waren. Meist lag das nicht an den Inhalten, sondern an den Arbeitsbedingungen und fehlender Flexibilität. Eines Tages landete eine Tandembewerbung auf meinem Tisch - und da kam die Idee ins Rollen. Die beiden Jobsharer überzeugten mich so sehr von dem Arbeitsmodell, dass Anna und ich kurz darauf begannen zu recherchieren. Wir starteten eigene Umfragen und fanden heraus, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber dem Modell sehr offen gegenüber stehen. Nur war es bisher einfach immer ein Zufallsprodukt.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Durchhalten, an sich glauben, flexibel bleiben, kooperieren!

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Dinge im Internet?

Wir lassen uns überraschen :).

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 17:13 Uhr

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