Placces - Gründer Karsten Himmer

Placces - Gründer Karsten Himmer

Placces bietet eine Vermittlungsplattform für Eventlocations. Wir haben den Geschäftsführer Karsten Himmer getroffen.

Karsten Himmer

© PLACCES

Karsten Himmer

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Berlin hat viele Standortvorteile, die gerade von Gründern geschätzt werden. Neben den offensichtlichen Pluspunkten – wie etwa dem günstigen Mietniveau und den im Vergleich zu anderen Großstädten niedrigen Gehältern – gibt es noch eine Vielzahl weiterer Vorteile, die erst auf den zweiten Blick ersichtlich werden. Die Stadt ist ein nationaler und internationaler Anzugspunkt für junge, kreative und gut ausgebildete Menschen, die die StartUp-Szene mit Know-how und Spaß vorantreiben. Und nicht zuletzt spricht die hohe Lebensqualität für Berlin: Das große kulturelle Angebot an Kunst, Musik und Mode bietet für jeden etwas und wenn man genug gesehen hat, entspannt man im Mauerpark, im Tiergarten oder an der Spree.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin ist wie ein 24/7-Inspirations- und Networking Pool.Die Atmosphäre ist international geprägt und damit auch ein Quell von Ideen, die einem helfen, über den eigenen „Tellerrand“ hinauszuschauen. Das bereits vorhandene Web-Ökosystem ermöglicht darüber hinaus Synergieeffekte und einen belebten Erfahrungsaustausch. Damit bietet Berlin hervorragende Möglichkeiten, mit anderen StartUps ins Gespräch zu kommen, über Kooperationen zu reden und auch voneinander zu lernen. Und gelernt habe ich mit Placces sehr viel.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Die Gegend um den Hackeschen Markt in Berlin Mitte ist mit Sicherheit eine der interessantesten Gegenden in Berlin und lädt mit ihren vielen Restaurants und Cafés zum Verweilen ein. Für Meetings, die mal nicht im Büro stattfinden sollen, treffe ich mich am liebsten im Restaurant „le petit Felix“. Eine Perle – nicht nur im Sommer – ist sicher die „Spreearche“, ein schwimmendes Blockhaus in der Müggelspree in Berlin Köpenick. Durch meine Arbeit für Placces lerne ich immer wieder gerne neue Hotspots kennen.

Können Sie die Idee, die hinter Placces steht, in drei Sätzen beschreiben?

Jedes Event hat seinen emotionalen Charakter und verlangt nach der entsprechenden Location. Placces gestaltet mit seiner Fokussierung auf den einzelnen Raum die Suche effizient und zielgerichtet. Man muss nicht erst beim Locationbetreiber Bilder und Details zum einzelnen Raum anfragen, was für beide Seiten den Zeit- und Arbeitsaufwand reduziert. Placces kümmert sich darüber hinaus um die Onlinevermarktung der Location, damit der Anbieter sich auf die Events konzentrieren kann und dem Suchenden präsentieren wir die Vielfalt an verschiedensten Locations deutschlandweit.

Wie groß ist Ihr Team?

Unser Team ist derzeit acht Mitarbeiter stark.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Er beginnt hoffentlich mit einem Latte Macchiato… Danach folgt die Durchsicht der Mailbox – wichtige Mails werden sofort erledigt. Wenn ich am Abend zuvor auf einer Veranstaltung war, habe ich meist neue Locations kennengelernt und setze mich dann noch einmal mit diesen in Kontakt. Nun folgt in der Regel der Austausch mit den Mitarbeitern. Mir ist wichtig, dass Stimmung und Klima im Team stimmen, nur so kann man Erfolg haben. Danach stehen regelmäßig Gespräche mit der IT zum Stand der Entwicklung oder zur weiteren Produktplanung an. Gleiches gilt für die Bereiche Marketing und Vertrieb, hier gibt es regelmäßige Meetings zur Planung und Review der Aktivitäten. Selbstverständlich gehört auch das Lesen von diversen Online-Magazinen zu meinem typischen Arbeitsalltag – gerade als Internet-StartUp muss man immer up to date sein! Eine weitere wichtige Tätigkeit ist die Akquise von neuen, außergewöhnlichen Locations. Wenn man aufmerksam die Medien verfolgt, findet man immer Hinweise auf besondere Orte, diese gilt es dann zu recherchieren. Am Nachmittag nehme ich mir dann Zeit, um Mails zu bearbeiten und Kundentermine wahrzunehmen. Und wenn es nicht gerade eine Abendveranstaltung gibt, gehe ich regelmäßig zum Sport. Da kann ich den Kopf freibekommen und bin fit für den nächsten Tag.

Womit verdient Placces Geld?

Für Locationanbieter gibt es grundsätzlich die Möglichkeit, ein Exposé bei Placces kostenfrei einzustellen. Damit bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, uns zu testen. Wollen Kunden unser Serviceangebot umfassend nutzen, bieten wir drei Preismodelle mit unterschiedlichen Leistungsumfängen an. Diese basieren auf einem provisionsfreien Anzeigen-Abo-Modell mit einer Laufzeit von einem Jahr. Unsere Preise sind so kalkuliert, dass sich die Summe für die Locationanbieter schon nach einer Vermittlung über Placces rechnet. Für Suchende ist die Nutzung von Placces selbstverständlich kostenlos.

Wie sind Sie auf die Idee zu Placces gekommen?

Als ich vor einiger Zeit eine private Silvesterfeier organisierte, stand ich vor dem Problem, eine geeignete Location zu finden. Auch das Internet war dabei keine große Hilfe, da ich von Hotelseite zu Hotelseite surfte, aber neben den üblichen Konferenzräumen keinen passenden und individuellen Ort finden konnte. Das lag aber nicht daran, dass es ihn nicht gab, sondern schlicht daran, dass Angebot und Nachfrage nirgendwo miteinander verknüpft waren. Da ich zu der Zeit bei einem großen deutschen Immobilienportal arbeitete, haben ich mich gefragt: „Warum gibt es kein ähnlich einfaches und intuitives Portal für Veranstaltungslocation?“. Damit war die Idee für Placces geboren.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Ich kann nur für Internet-StartUps sprechen und würde jedem empfehlen, gründlich nach Mitbewerbern zu recherchieren und so gut es offline geht, das eigene Preismodell zu prüfen, denn damit wird letztlich der Bestand des Unternehmens gesichert!

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Ding im Internet?

Definitiv das Ende des Fernsehens so wie wir es derzeit kennen; mit festen Sendezeiten und Programmen. In weniger als fünf Jahren werden wir unser „Fernsehprogramm“ selbst zusammenstellen – wenn man dann überhaupt noch von „Fernsehen“ reden kann. Der Trend ist jetzt schon zu sehen: Ich selbst habe meinen Fernseher zu einem riesigen Bildschirm „umgebaut“, an dem ein PC angeschlossen ist und schaue Sendungen oder Filme, wann ich will.

Das Interview haben wir im November 2013 geführt.
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