Happy Cups-Projektleiter Omar Lessoued

Happy Cups-Projektleiter Omar Lessoued

Happy Cups ist Anbieter speziell und aufwändig designter Coffee-to-Go Cups. Wir haben mit Projektleiter Omar Lessoued gesprochen, wie er und sein Team die Welt ein Stück bunter machen wollen.

Omar Lessoued

© HappyCups

Omar Lessoued

Berlin gilt auch als StartUp-Hauptstadt – Was glauben Sie warum so viele Gründer nach Berlin kommen?

Berlin ist nicht umsonst Hotspot der Kreativwirtschaft. Niedrige Mieten (wobei das für uns als „Urberliner“ relativ ist), viel Talent und einfach immer das Potential und der Wille, in allen Bereichen ganz vorne mit dabei zu sein. Berlin ist kosmopolitisch, international, verrückt. Berlin probiert sich gerne aus, definiert Trends und Statussymbole. Ein dankbares Pflaster für junge Ideen.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

In vielen Bereichen sehr stark. An jeder Ecke warten Inspirationen auf uns. Die Stadt ist bunt, urban, laut, fröhlich und wütend zugleich, das wirkt sich auf unseren Lifestyle, Teamspirit und natürlich auch unsere Designs aus. Berlin ist sehr schnelllebig, jeder muss sich immer wieder neu anpassen, kann sich selten ausruhen. Das spornt uns sehr an. Zudem denken wir hier automatisch sehr global, für uns ist normal, dass wir in der U-Bahn sieben Sprachen auf einmal hören. Demnach würden wir gar nicht auf die Idee kommen, einen Service oder ein Produkt vorzustellen, dass ausschließlich für den deutschsprachigen Markt zugänglich ist.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Als Kaffeeliebhaber natürlich vermehrt in tollen Cafés und Röstereien. Dort kommen uns die besten Ideen – der Duft von Kaffee, das pulsierende Leben, Menschen unterschiedlichster Nationen. Gerne sind wir zum Beispiel im Kaffeemitte oder dem Standerd in Mitte oder auch dem Five Elephants in Kreuzkölln. Und um abzuschalten fahren wir alle gerne mal raus – Brandenburg hat viel zu bieten, wenn man sich einmal traut, die Großstadtszenerie zu verlassen.

Können Sie die Idee, die hinter Happy Cups steht, in drei Sätzen beschreiben?

Happy Cups ist Anbieter speziell und aufwändig designter Coffee-to-Go Cups und folgt dabei einem sehr hohen Anspruch an Qualität und Design. Als Unternehmenszweig der Coffee Ad GmbH, einer Spezialagentur für Cup Campaigning, weisen wir jahrelange Erfahrung auf und werden mit Happy Cups nun der steigenden Nachfrage nach individuellen und aufmerksamkeitserregenden To-Go Cups gerecht. Kurz: Wir wollen die Welt etwas bunter und fröhlicher machen und unseren Kunden einen echten Mehrwert bieten.

Wie groß ist Ihr Team?

Derzeit sind wir zu fünft, wobei wir je nach Bedarf natürlich auch zusätzlichen Support durch Coffee Ad bekommen. Das Team wurde sorgfältig ausgewählt und aufgestellt. Wir wollen uns als Marke etablieren und den To-Go-Markt wirklich auf den Kopf stellen. Als „happy“ Unternehmen ist ein „happy“ Team natürlich absolut unabkömmlich.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Und täglich grüßt das Murmeltier. Augen auf, iPad in die Hand und zuallererst die neuesten Bestellungen und Analytics checken. Rauf aufs Rad, rein in die Stadt und auf dem Weg bei einem unserer Partner einen Kaffee auf die Hand. Jeden Morgen gibt es dann erstmal eine kurze Lagebesprechung mit meinem Team: To-Dos klären, Status Quo abgleichen und Zahlen des Vortags auswerten. So geht jeder mit freiem Kopf und der notwendigen Konzentration in den Tag. Einen Großteil der Zeit nimmt dabei die klassische Kundenberatung und die Abwicklung des Tagesgeschäfts ein. Am Ende des Tages mache ich mich dann wieder an den Tagesabschluss, um den nächsten Morgen entsprechend vorzubereiten.

Womit verdient Happy Cups Geld?

Mit der Produktion und dem Abverkauf von To-Go-Cups. Derzeit bieten wir fünf offene und zwei streng limitierte Editionen an, die von namhaften, international bekannten Designstudios aus Berlin gestaltet wurden. Unsere Becher gibt es in drei verschiedenen Größen, je nach Edition liegen die Preise zwischen 49 € und 89 € pro 1000 Stück.

Wie sind Sie auf die Idee zu Happy Cups gekommen?

Die Idee von Happy Cups entstand im Sommer 2012. Über Coffee Ad haben wir viele Insights in die Kaffee- und Gastronomenszene erhalten und Kontakte geknüpft. Diese Einblicke verstärkten den Eindruck, dass Image und Außendarstellung eine immer größer werdende Rolle für Kaffeebesitzer spielen - Kunden treffen Entscheidungen aus ästhetischen, qualitativen und zumeist auch nachhaltigen Gründen. Damit einher geht ein immer stärker werdendes Bedürfnis nach speziellen, nachhaltigen und einzigartigen Cups mit Wiederkennungswert. Diesem Wunsch möchten wir nun nachkommen.

Zusätzlich ist auf persönlicher Ebene zu sagen, dass wir uns, als Kaffee- und Designliebhaber, selbst oft genug über die 0815-Becher, die selbst in den szenigsten Cafés zu finden sind, geärgert haben und nun eben selbst für aufsehenerregende Alternativen sorgen möchten. Mit Happy Cups sagen wir seelenlosen weißen Bechern sowie braunen tanzenden Kaffeebohnen und langweiligen Schwammtechniken den Kampf an.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Nicht aufgeben. Das klingt trivial, aber stellt sicherlich das Hauptproblem vieler junger Leute mit tollen Ideen dar. Sich einfach trauen, die Komfortzone verlassen. Niemand kann vorher wissen, ob eine Idee lukrativ ist, oder nicht. Aber wer es gar nicht erst wagt, wird es auch nie erfahren. Wichtig ist auch, sich Mentoren zu suchen – bloß nicht zumachen und nur im stillen Kämmerlein arbeiten. Jeder sollte seine eigene Idee immer wieder selbst durchspielen, andere Meinungen einholen, Feedback und Kritik aufnehmen. So lassen sich sinnlose Fehler und Missverständnisse vermeiden.

Was ist neben Ihrer Idee das nächste große Dinge im Internet?

Mobile Commerce ist derzeit ein ziemlicher Star in der Start-up-Welt. Und definitiv zeitgemäß. Ansonsten sind es wohl vor allem B2B-Nischenmärkte, die sich derzeit gut bedienen lassen. Wer den Fokus auf eine Sache, einen Markt legt, ist damit meist erfolgreicher.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:58 Uhr

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