niiu-Gründer Wanja S. Oberhoff

niiu-Gründer Wanja S. Oberhoff

Mit niiu können sich Nutzer ihre Nachrichten selbst zusammenstellen. Wir haben Wanja S. Oberhoff, den Gründer der Seite, getroffen.

Wanja S. Oberhoff

© niiu

Wanja S. Oberhoff

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin pulsiert. Hier treffen aktuell so viele Menschen aus unterschiedlichsten Ländern mit den unterschiedlichsten Biographien aufeinander, dass daraus viel Neues entsteht. Begünstigt wird dieser Umbruch durch den enormen Wandel, den der Ostteil der Stadt durchgemacht hat und noch immer durchmacht. Es gibt im Moment weltweit nur wenige so spannende Orte wie Berlin.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

In einer Metropole wie Berlin sind der ständige Drang nach Kommunikation sowie der Durst nach Informationen sehr ausgeprägt. Die Menschen verlangen stets nach News - ein großer Vorteil für unsere Arbeit. Auch die hohe Dichte an Medien beeinflusst uns. Wir haben hier die perfekte Möglichkeit, unser Netzwerk an Kooperationspartnern zu pflegen und auszubauen, da die Anfahrtswege kurz sind und wir so neue Ideen sowie Konzepte schnell umsetzen können. Wir haben die Gelegenheit, direkt auf Veränderungen zu reagieren und diese in unsere Arbeit einfließen zu lassen. Die Vielfalt, die Berlin ausmacht, ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum hier Trends gesetzt werden, die international beachtet werden.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt?

Ich habe viele Lieblingsplätze in der Stadt. Hier gibt es ja ständig etwas Neues zu entdecken. Ich wohne in der City West und arbeite in Mitte. Diese beiden ganz unterschiedlichen Gesichter der Stadt schätze ich sehr. Zu meinen aktuellen Lieblingsorten zählen das Soho House und das Borchardt; sie sind kommunikative Zentren der Medienbranche. Aber auch das vielfältige Barleben in Mitte begeistert mich immer wieder aufs Neue. Meine Hotspots sind das Grosz, Francucci und das Mondo Pazzo am wieder aufblühenden Kudamm. Am Wochenende genieße ich die Ruhe und Natur im Grunewald und am Wannsee.

Können Sie die Idee, die hinter „niiu“ steht, in drei Sätzen beschreiben?

Die Interessen und Vorlieben der Menschen sind vielfältig, dies spiegelt sich auch in ihren Lesegewohnheiten wider. niiu ist eine News App, mit der sich Leser Nachrichten passgenau und nach ihren individuellen Bedürfnissen selbst zusammenstellen können. Unsere App bietet dem User die Möglichkeit, den Regionalteil der Heimatstadt mit dem Wirtschaftsteil der Welt und dem Sportteil der BILD in der Zeitung der Zukunft zu kombinieren.

Wie groß ist Ihr Team?

Unser Kernteam besteht aus acht Mitarbeitern in Berlin und sieben Entwicklern, die uns von Goa (Indien) aus unterstützen. Aktuell suchen wir nach Verstärkung in fast allen Bereichen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Nach der allmorgendlichen Jogging-Runde geht mein häufigster Weg zum Flughafen oder zu Geschäftspartnern und Investoren in Berlin. Meist folgen darauf ein Business Lunch, interne Termine und Abstimmungen mit dem Team. Abends stehen meist noch weitere Geschäftsessen oder Veranstaltungen an, so dass ich selten vor 22 Uhr nach Hause komme. Meine Hauptaufgaben bestehen aus dem Gewinnen neuer Verlage, Investoren und Vermarktungspartnern, daher ist es völlig normal, viel unterwegs zu sein.

Womit verdient „niiu“ Geld?

Unsere iPad-App basiert auf einem sehr einfachen Abo-Modell. Der Leser zahlt etwa 10,00 EUR im Monat und bekommt dafür alle für ihn relevanten Inhalte. Darüber hinaus vermarkten wir innerhalb der App einzelne hochwertige Werbeplätze.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um „niiu“ noch bekannter zu machen?

niiu ist gänzlich neu und einzigartig und deshalb sind wir fleißig dabei, die Marke bekannter zu machen. Wir werden überall dort für niiu „trommeln“, wo sich iPad-News-Leser aufhalten. Zur Zeit testen wir eigentlich alle Distribution- und Marketing-Kanäle, die on- und offline auf den Abverkauf ausgerichtet sind. Außerdem verbessern wir gerade intensiv unser Produkt und werden unser bevorstehendes Update noch deutlich intensiver bewerben.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Never never give up!

Wie wird das Internet in 10 Jahren aussehen?

In den letzten Jahren hat sich das Internet enorm gewandelt. Mit der Einführung des Web 2.0 war der Nutzer nicht mehr länger nur Betrachter, sondern wurde aktiv in die Angebote eingebunden. Die Interaktivität und Benutzerfreundlichkeit haben dann zur wachsenden Bedeutung der Personalisierung beigetragen. Diese wird auch in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Bei den Usern sind individuelle Gestaltungsmöglichkeiten und aktive Mitentscheidung gefragt. Sie kreieren ihre eigenen Shirts, stellen ihr Müsli selbst zusammen und individualisieren jetzt auch ihre Zeitung. Das Internet wird immer mehr Platz im Alltag einnehmen. Schon heute sind fast alle elektronischen Geräte onlinefähig, was dazu führt, dass Tageszeitungen ausschließlich online gelesen werden, Kühlschränke über das Internet die Kalorien für den Tag berechnen und Fernseher Lieblingssendungen online aufzeichnen.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:58 Uhr

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