WorkHub-Gründer David Link

WorkHub-Gründer David Link

Auf WorkHub kann jeder Mensch jederzeit an jedem Ort der Welt als Freelancer arbeiten und entlohnt werden. Wir haben den Gründer David Link getroffen.

David Link

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David Link

Berlin gilt als Startup-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin ist eine besondere Stadt, die kreative und intelligente Menschen magnetisch anzieht. Das fängt an mit der besonderen Geschichte: Berlin hat als Stadt viel durchlebt und ist heute selbst ein Startup. Die Tatsache, dass es immer noch günstig ist, hier zu leben, lässt im Vergleich zu anderen Metropolen viel Raum für Diversität und Experimente. Das spüren die Menschen, und das macht Berlin zu etwas Einzigartigem in Europa. Nicht überall findet man eine so hohe Lebensqualität gepaart mit einem vielversprechenden Startup-Ökosystem.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Die Berliner Atmosphäre beeinflusst die Arbeit in zweierlei Hinsicht: Zum einen bietet Berlin viel Raum, sich ein Stück weit zu verlieren. Es vergeht kein Tag in Berlin, an dem es nicht möglich ist, zwanzig spannende Dinge zu unternehmen. Außerdem kennt Berlin keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Ein solches Umfeld braucht Fokus, der aus Eigenantrieb kommt. Das ist nicht immer einfach.

Zum anderen bietet Berlin viele Möglichkeiten, sich mit spannenden Personen zu vernetzen und in kurzer Zeit viel auf die Beine zu stellen. Die kreativen Menschen hier haben einen sehr hohen Grad an Motivation und möchten wirklich etwas bewegen. Das ist ein guter Nährboden für ein spannendes und nachhaltiges Ökosystem.

Trotz allem halte ich es für wichtig, sich immer vor Augen zu halten, dass die Berliner Startup-Szene noch sehr jung ist und wir Teil einer frühen Generation sind. Wenn wir uns mit dem Silicon Valley vergleichen, dann liegt noch ein sehr weiter Weg vor uns. Aber jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Wir Gründer müssen jetzt gemeinsam durch Taten beweisen, dass unserer Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Ich habe keinen besonderen Lieblingshotspot und ich glaube auch nicht, dass es eine gute Idee wäre, sich hier nur an einem Platz aufzuhalten. Ich bin viel in Kreuzberg, in Friedrichshain, in Mitte und in Neukölln, und ich mag es, immer wieder neue Orte kennenzulernen.

Können Sie die Idee, die hinter WorkHub steht, in drei Sätzen beschreiben?

WorkHub eine neue Möglichkeit des Zuverdienstes: Auf unserer Plattform kann jeder Mensch zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort der Welt als Freelancer arbeiten und entlohnt werden. Ohne Bewerbungsprozess, ohne Haken. Wir ermöglichen es damit Menschen weltweit, ihre freie Zeit produktiv einzusetzen.

Wie groß ist Ihr Team?

Wir sind aktuell um die zwölf Team-Mitglieder und wachsen.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Diese Frage bekomme ich öfter in Interviews gestellt und ich antworte immer gleich: Es gibt für mich keinen „typischen“ Arbeitstag. Ich sehe jeden Tag als eine neue Möglichkeit, Dinge besser zu machen und Untypisches zu tun.

Womit verdient WorkHub Geld?

WorkHub verdient immer dann Geld, wenn unsere Community Geld verdient — und nur dann. Wir investieren jede Minute in ein besseres Produkt, eine stärkere Brand, und darin, dass mehr Organisationen das Potential von Cloud Working erkennen und unsere Community nutzen, um produktiver und schneller zu werden.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie, um WorkHub noch bekannter zu machen?

Wir werden in naher Zukunft mehr in Marketing investieren, als wir es derzeit tun. Aber wir sind überzeugt davon, dass unser starkes Produkt unser bestes Marketinginstrument ist. Unser Anspruch ist, um Größenordnungen besser zu sein als alle anderen Lösungen auf dem Markt. Wir investieren daher in der ersten Wachstumsphase unseres jungen Startups überproportional viel in die Produktentwicklung. Wir glauben an schnelle und iterative Entwicklungszyklen. Sobald wir unsere aktuellen Produktziele erreicht haben, wird auch die Skalierung des Marketings beginnen.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Beginnt früh. Hört nicht auf einzelne Personen, sondern sprecht mit allen. Sucht Mitstreiter und baut ein Team auf. Plant damit, keine Zeit für andere Dinge zu haben. Lernt mehr, als ihr jemals zuvor gelernt habt. Fangt an.

Ihr Tipp für den Internettrend 2013?

Cloud Working. Die Möglichkeit, mit jedem beliebigen internetfähigen Gerät zu jeder Zeit an jedem Ort zu arbeiten zu können. Cloud-Working-Technologie ermöglicht es Menschen, zu jedem Zeitpunkt produktiv zu sein. Es vereinfacht auch die Zusammenarbeit von Menschen überall auf der Welt — und Gruppen sind oft stärker als der Einzelne. Das ist mein Tipp für den Internettrend 2013.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:56 Uhr

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