Stickvogel-Gründer Philip Siefer

Stickvogel-Gründer Philip Siefer

Stickvogel bietet einen Personalisierungs-Komplettservice als White-Label-Lösung für B2B-Kunden an und bestickt so ziemlich alles. Wir haben den Gründer Philip Siefer getroffen.

Philip Siefer

© Privat

Philip Siefer

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin halt viel zu bieten. Eine gute Infrastruktur, viel Kultur und eine sehr gutes Klima, um kreativ zu sein. Es gibt immer noch genügend Plätze, an denen man sich als Start-up niederlassen kann. Außerdem sind die Hürden für eine Gründung relativ gering. Denn es gibt ein gutes Angebot an Co-Working-Spaces und viele Investoren sind direkt vor Ort. Wichtig ist zudem, dass bereits sehr viele junge Unternehmen vor Ort sind. So können neue Gründer leicht Kontakt untereinander aufnehmen und diesen auch zu bereits etablierten Unternehmen knüpfen. So lernen alle voneinander.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin ist ein buntes Pflaster. Die Lebenshaltungskosten sind günstig, und das obwohl man die ganze Welt trifft. Dieses Umfeld ermöglicht die Kreativität unserer Arbeit. Auch in Köln, München und Hamburg gibt es zahlreiche Start-ups, aber Berlin ist und bleibt nun mal Hauptstadt (in jeder Hinsicht)

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Kreuzberg! Unser Büro befindet sicht direkt am Görlitzer Bahnhof. Dort gefällt es uns sehr gut. Der Stickvogel hat sein Nest erst kürzlich hier aufgeschlagen und wir sind begeistert von der Atmosphäre. Wir haben das Glück in einem Loft mit Aufzug und viel Platz zu arbeiten. Wegen des Industriecharmes nennen wir unser Büro auch Kontor. Früher befand sich auf unserer Etage die ehrbare Krawattenmanufaktur Edsor Kronen. Man kann die schönen Stoffe und die Sorgfalt der Manufaktur noch spüren. Das passt natürlich richtig gut zu unserem Business: Sorgfalt, Manufaktur und besondere Dinge.

Können Sie die Idee, die hinter Stickvogel steht, in drei Sätzen beschreiben?

Stickvogel bietet einen Personalisierungs-Komplettservice als White-Label-Lösung für B2B-Kunden an. Wir besticken z. B. Schürzen und Handtücher, gravieren Gläser und Silberwaren oder drucken Fotos auf Canvas-Leinwände. Wir bieten unseren Partnern einen intuitiv zu bedienenden Konfigurator für ihren Onlineshop, ein umfangreiches Backoffice und können zudem die Produktion der Personalisierungen übernehmen.

Wie groß ist Ihr Team?

Unser Team besteht momentan aus unserem CEO Philip, CTO Stephan, Key- Account-Managerin Halina, Produktionsleiterin Eve, Head of Marketing Andreas, den beiden Programmieren Christian und Cornelius sowie den drei Werkstundenten Anne, Isabelle und Thomas. Das Stickvogel-Team ist also momentan zu zehnt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Wir starten zwischen 8 und 10 Uhr morgens. Meistens beginnen wir den Tag mit einem Scrum-Meeting. Es sollen immer alle wissen, woran alle anderen gerade Arbeiten und welche Aufgaben aktuell wie priorisiert sind. Damit können wir uns sehr gut organisieren und konzentriert an den jeweiligen Projekten arbeiten. Mittags fliegen wir oft zusammen zum Lunch aus und spielen danach eine Runde Tischtennis oder entspannen in unserer Hängematte. Unser neuer Kontor ist ein guter Ort, an den wir alle gerne kommen. Deshalb kann man gut abschalten, aber auch konzentriert anknüpfen.

Womit verdient Stickvogel Geld?

Die Integration unserer Services bringt unseren Partnern ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal sowie eine Steigerung des Absatzes. Stickvogel kümmert sich um das Hosting, das Design des Tools und lebt nachher vom Software-as-a-Service-Modell.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um Stickvogel noch bekannter zu machen?

Unserer Meinung nach steht an erster Stelle das Produkt und der Kunde. Wir haben schon ein paar ziemlich gute Referenzen. Das ist für uns das A und O. Ansonsten machen wir fast nichts außer Pinterest, Twitter, Instagram, Facebook, Google+, Foursquare, Blogs bis ans Ende der Welt verfolgen, damit sie über uns schreiben, Radio, Fernsehen, Internet, Google – wie Start-ups eben so sind: bissig, aber nett. Kennen Sie schon WWW.STICKVOGEL.COM?

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Grün dern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Ganz wichtig ist, mit Leidenschaft an seinen Projekten zu arbeiten. Wenn man nicht liebt, was man tut, fällt alles schwerer. Schwierige Situationen sollte man nicht als Problem, sondern als Herausforderung sehen.

Ihr Tipp für den Internettrend 2013?

Mass Personalization wird immer wichtiger! Personalisierte Produkte sind sehr gefragt und immer mehr Kunden möchten gerne Textilien besticken oder Gläser gravieren. So entstehen für jeden Kunden Einzelstücke, die dazu auch noch preiswert sind. Besonders spannend für uns ist, dass auch große Marken (noch geheim) inzwischen zu uns kommen und sich in Sachen Personalisierung beraten lassen. Wir haben eine Lücke entdeckt, die viele seit langem zu schließen versuchen und sind wirklich stolz auf die Namen die inzwischen bei uns anrufen. Mehr dazu gibt es gerne, sobald alles offiziell ist und natürlich auf Facebook oder unserer Website.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:55 Uhr

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