Milk the Sun-Gründer Felix Krause

Milk the Sun-Gründer Felix Krause

Felix Krause führt von Berlin aus einen internationalen Online-Marktplatz für Photovoltaikanlagen. Wir haben mit ihm gesprochen.

Felix Krause

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Felix Krause

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin hat in den letzten Jahren einen kulturellen Boom erlebt. Menschen aus aller Welt kommen in der Hauptstadt zusammen. Das internationale Umfeld macht es jungen Unternehmen zudem leicht, gut ausgebildetes Personal aus verschiedensten Ländern zu gewinnen. Dadurch gewinnt die Stadt auch für junge, internationale Unternehmen an Reiz – und das bei insgesamt noch relativ günstigen Lebenshaltungskosten. Zudem ist in Berlin für Unterhaltung rund um die Uhr gesorgt, was viele junge Menschen, die ihren Unternehmergeist privat genau wie im Arbeitsleben zur freien Entfaltung kommen lassen wollen, anlockt. Berlin bietet damit alle Voraussetzungen für ein StartUp.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin hat viel zu bieten, und das in ganz unterschiedlichen Facetten. Das beinhaltet neben einer Großzahl an positiven Aspekten auch den einen oder anderen negativen Punkt. Aber Berlin schafft es, sich daran nicht selbst aufzuhängen. Jeder geht seinen eigenen Weg, viel Kunst, viel Selbstständigkeit, viele Unternehmensgründungen. Dieser Facettenreichtum findet sich im Kleinen auch in unserem Team wieder. Vielleicht würde unser internationales Team aus verschiedensten Charakteren in anderen Städten nicht aufgehen.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Als Unternehmensgründer habe ich natürlich einen gewissen Stolz auf Milk the Sun entwickelt, weshalb unser Büro in der Chausseestraße sicher zu meinen Lieblingshotspots gehört. Privat gefallen mir die Vielfalt und der kulturelle Reichtum in Berlin, vom gemütlichen Kollwitzplatz bis hin zum (Nacht-)Leben in Wedding, Kreuzberg und Neukölln.

Können Sie die Idee, die hinter Milk the Sun steht, in drei Sätzen beschreiben?

Unter milkthesun.com betreiben wir den internationalen Online-Marktplatz für Photovoltaikanlagen. Die Plattform schafft für Projektentwickler und Betreiber von Solaranlagen einen Absatzkanal und erleichtert Investoren die Suche nach Solarprojekten. Über unser Serviceportal vermittelt Milk the Sun in Zusammenarbeit mit Partnern Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus einer Photovoltaikanlage.

Wie groß ist Ihr Team?

Derzeit besteht unser Kernteam aus zehn Leuten plus Freelancern. Unser Kernteam deckt – auch dank der Internationalität Berlins - neben Deutsch und Englisch zusätzlich Französisch, Spanisch, Polnisch, Italienisch, Russisch und Holländisch ab, was uns eine enorme Kommunikationsreichweite beschert.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Den „typischen Arbeitstag“ gibt es in einem Unternehmen wie unserem kaum. Es gibt aber gewisse Routinen, die durchlaufen werden. Dazu gehören natürlich das allmorgendliche Beantworten der E-Mails und das Aufarbeiten von verpassten Anrufen. Ansonsten stehen oft diverse Termine an; Messen, Konferenzen, Treffen mit Partnern, Kunden, Kontakten. Es kommt nur selten vor, dass ein Tag dem anderen gleicht. Letztendlich arbeiten wir alle mit unseren verfügbaren Werkzeugen täglich an unserem Unternehmen und freuen uns nach jeder Woche, einen Schritt nach vorne gemacht zu haben.

Womit verdient Milk the Sun Geld?

Milk the Sun hilft, den Photovoltaikmarkt transparenter und effizienter zu gestalten. Bei einer erfolgreichen Vermittlung von Anbieter und Investor erhält Milk the Sun eine Verkaufsprovision, die zwischen 0,5% und 1% des gehandelten Investitionsvolumens liegt.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um Milk the Sun noch bekannter zu machen?

Wie bereits erwähnt, nehmen wir sowohl aktiv als auch passiv an Messen, Gesprächsrunden und Konferenzen teil. Anfang März werden wir auf der CeBIT, der größten Messe für Informationstechnik weltweit, vertreten sein. Und im Juni folgt die Intersolar Europe, die größte Messe für die Solarwirtschaft. Neben der klassischen PR und Online-Marketing setzen wir viel auf Kundenzufriedenheit und somit auf Empfehlungsmarketing. Bei unseren Kunden geht es oft um Millionenbeträge, und wer erfolgreich und zufriedenstellend Geschäfte in diesem Bereich abschließt, der redet auch gerne über uns. Zufriedene Kunden sind für uns das A und O.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Die Lust nicht verlieren. Tiefschläge kann und wird es immer geben, aber nur wenn man sich davon nicht aus dem Konzept bringen lässt, bleibt der Spaß bestehen und der Erfolg in Reichweite. Zudem sollte man immer ein offenes Ohr für andere Meinungen haben. Entwicklung wird nicht nur durch eigene Ideen vorangetrieben, sondern auch durch den stetigen Austausch mit der Umgebung.

Ihr Tipp für den Internettrend 2013?

Ein klarer Trend, von dem auch MtS maßgeblich profitiert ist die Verlagerung von klassischen Offline-Geschäften ins Internet. Sei es im Massenmarkt, in dem Endverbraucher dieses Jahr auch Produkte online nachfragen werden, die vor wenigen Jahren sogar E-Commerce-Profis nicht online hätten anbieten wollen (z.B. Lebensmittel) oder im B2B-Bereich, beispielsweise dem Handel mit PV-Kraftwerken. Darüber hinaus werden sicherlich vor allem Cloud-Technologien, Streaming-Angebote sowie die endgeräteübergreifende Mediennutzung im Fokus der Informationstechnik stehen. Die Idee, Daten überall stets griffbereit zu haben, reizt sowohl Unternehmen als auch Privatnutzer. Da wird sich in diesem Jahr viel bewegen.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:54 Uhr

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