twago - CEO Gunnar Berning

twago - CEO Gunnar Berning

Twago akquiriert weltweit Aufträge und Projekte von Unternehmen und eröffnet somit Freelancern, Agenturen und Experten globale Möglichkeiten Kunden zu finden. Wir haben mit dem CEO & Co-Founder Gunnar Berning (39) gesprochen.

Gunnar Berning

© Presse

Gunnar Berning

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin ist in den letzten Jahren tatsächlich zu einem der Hubs in Europa gewachsen. Mit tausenden neuen Jobs, die vor allem in der Internet-Branche geschaffen wurden. Ein entscheidender Grund für diese positive Entwicklung sind die im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten noch verhältnismäßig guten Standort- und Lebenshaltungskosten. Einerseits sind die Mieten für Büroräume in Berlin noch wesentlich günstiger als bspw. in München, Hamburg oder Köln und andererseits ist die Stadt aus demselben Grund sehr attraktiv für junge Talente aus aller Welt geworden. Das hat einen „Berlin Melting Pot“ geschaffen, der nicht nur in Europa viel Anziehungskraft versprüht.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin steht für eine Dynamik, die in Deutschland seinesgleichen sucht. Das hat natürlich etwas mit der Start-Up-Szene hier zu tun, die scheinbar täglich ein neues Mitglied, heißt Unternehmen, gebärt... Berlin ist zudem eine extrem kreative Stadt, aus der auch entsprechende Trends wachsen. Und natürlich beeinflusst das auch meine Arbeit. Wir haben uns ganz bewusst aus diesen Gründen für Berlin als Standort bei der Gründung von twago entschieden.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Wir haben unsere Büroräumlichkeiten am Hackeschen Markt. Deshalb ist dies der „Kiez“, den ich am besten kenne und auch für seine große Auswahl an Restaurants schätzen gelernt habe. Außerdem nutze ich gerne den Monbijou-Park, um vor allem im Sommer zwischendurch zu relaxen.

Können Sie die Idee, die hinter twago steht, in drei Sätzen beschreiben?

twago steht für teamwork across global offices. Wir akquirieren weltweit über unsere Plattform www.twago.de Aufträge und Projekte von Unternehmen sowie kleinen und mittelständischen Kunden. Damit eröffnen wir Freelancern, Agenturen und Experten global Möglichkeiten - online, zu jeder Zeit und an jedem Ort - mit höchstmöglicher Flexibilität an diesen Aufträgen und Projekten zu arbeiten.

Wie groß ist Ihr Team?

twago beschäftigt aktuell 45 feste Mitarbeiter. Wir haben uns seit dem letzten Sommer und unserer erfolgreichen Series A mit drei Millionen Dollar Funding mehr als verdoppelt. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir so international aufgestellt sind: twago beschäftigt Mitarbeiter aus zehn verschiedenen Nationen und hat dafür in 2011 den erstmals verliehenen „Deutschen Diversity Preis“ der Wirtschaftswoche und von McKinsey erhalten.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag von Ihnen aus?

Da ich ein passionierter Marathonläufer bin, versuche ich morgens zuerst meine Runden durch den Sanssouci Park in Potsdam zu drehen und mich so für meinen Arbeitstag fit zu machen. Auch die Fahrt nach Berlin von meinem Wohnort Potsdam nutze ich dazu, um sehr früh schon die ersten wichtigen Telefonate – wie Telefoninterviews – zu erledigen. Im Office angekommen „screene“ ich zuerst einige relevante Medien. twago ist ein Unternehmen, dass mit seinem Angebot und seiner Expertise sehr stark den Wandel der neuen, digitalen Arbeitswelt begleitet und unterstützt - deshalb ist es wichtig up-to-date zu sein. Tägliche Jour Fixes gehören natürlich genauso zu meinem Arbeitstag wie Treffen mit Gründern und Kollegen aus der Berliner Start-Up-Community.

Womit verdient twago Geld?
Wir verdienen unser „täglich Brot“ mit Transaktionsgebühren der Projekte, die über unsere Plattform vermittelt werden. Zudem bieten wir auch Mitgliedschaften an, durch die Unternehmen unterschiedliche Vorteile auf twago nutzen können.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um twago noch bekannter zu machen?

Als Internet-Plattform setzen wir verstärkt auf Online-Marketing, SEM und SEO. Wir haben ein schlagkräftiges und junges Team, das einen herausragenden Job macht, um twago täglich im Dschungel des Internets bestmögliche Visibilität zu verleihen.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Auch wenn es platt klingt, aber wir haben in diesem Sommer mit twago selbst eine außerordentliche Situation überstanden und dabei ist eine alte Weisheit verstärkt hängen geblieben: Man kann (fast) alles schaffen, wenn man nur will!

Ihr Tipp für den Internettrend 2013?

Wenn ich die aktuellen Zahlen der meist nachgefragten IT Skills auf twago in 2012 nehme, dann lässt sich auch hier ein klarer Trend für 2013 absehen: Fast jedes Unternehmen mit oder auch noch ohne Webseite, lässt seinen Internet-Auftritt derzeit auf die sich dynamisch ändernden Bedürfnisse anpassen. D.h. Webseiten werden fit gemacht für die mobilen Geräte oder gar eigene Apps in Auftrag gegeben. Konkret bedeutet das: Web-Designer und App-Entwickler für Smartphones und Tablets sowie HTML5-Experten werden händeringend gesucht. Das wird sich auch in 2013 fortsetzen.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:52 Uhr

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