HausMed - Geschäftsführer Florian Frensch

HausMed - Geschäftsführer Florian Frensch

HausMed bietet internetbasierte Coaches für Präventionsthemen. Wir haben den Gründer der Plattform getroffen.

Florian Frensch

© Florian Frensch

Florian Frensch

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

HausMed entwickelt und vertreibt internetbasierte Gesundheitsleistungen an. Und Berlin steht für Internet wie keine zweite Stadt in Deutschland. In Berlin gibt es viel Expertise im Bereich Internet, exzellente Netzwerke und junge, hoch motivierte Mitarbeiter. Deshalb war schon vor Gründung der HausMed klar, dass der Firmensitz nur in Berlin sein konnte.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin ist schnell. Und Berlin improvisiert. Es muss nicht perfekt sein. Es muss funktionieren. Das gilt auch für die Arbeit eines Startups. Passt perfekt!

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Volkspark Friedrichshain. Café Schönbrunn.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter HausMed steht, in drei Sätzen beschreiben?

In Deutschland gibt es rund 20 Mio. chronisch kranke Menschen, von denen die meisten heute noch gesund sein könnten, wenn sie sich gesünder verhalten hätten. Unter www.hausmed.de bietet HausMed wissenschaftlich fundierte, internetbasierte Coaches für Präventionsthemen wie Abnehmen oder Rauchentwöhnung, aber auch für chronische Erkrankungen wie Diabetes und Depression. Damit schaffen wir eine kostengünstige Möglichkeit für Menschen, mit Hilfe eines individuellen Internet-Coaches zu lernen, gesünder zu leben. Unsere wichtigsten Partner sind die Hausärzte, die ihren Patienten unsere Coaches empfehlen und betreuen.

Wie groß ist Ihr Team?

Zur Zeit hat HausMed 30 Mitarbeiter.

Wie ist das Feedback von Ärzten auf Ihre Plattform?

Die Hausärzte, mit denen wir arbeiten, sind begeistert. Bislang spielte das Internet in der Versorgung ihrer Patienten keine Rolle. Bei HausMed erkennen die Ärzte erstmals die Möglichkeiten des Internets, die Versorgung ihrer Patienten zu verbessern. Beispielsweise können fast 90% der Fälle von Diabetes Mellitus Typ II vermieden werden bei richtiger Lebensweise. Doch den Hausärzten fehlten bislang häufig die Mittel, ihre Patienten nachhaltig bei der Lebensstiländerung zu unterstützen. Der HausMed Ansatz bietet den Hausärzten eine Möglichkeit, Lebensstiländerung bei ihren Patienten zu befördern. Damit unterstützt HausMed die Hausärzte ideal bei ihrer Arbeit als Präventions- und Disease Manager.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um HausMed noch bekannter zu machen?

Unser strategischer Partner, der Deutsche Hausärzteverband unterstützt uns, innerhalb der Hausärzteschaft bekannt zu werden: Wir schreiben Hausärzte an, besuchen Hausärztetage und machen PR. Am meisten hilft uns, wenn teilnehmende Ärzte positiv über die HausMed berichten. So dauert es zwar etwas länger, bekannt zu werden. Aber Gesundheitsangebote sind immer auch Vertrauenssache.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um auf sich aufmerksam zu machen? Wenn ja wie?

Unsere Nutzer sind eher in der Generation 50+ angesiedelt. Deshalb sind E-Mail und unsere Homepage die wichtigsten Kanäle für uns. Hausärzten, mit denen wir arbeiten, schicken wir sogar Faxe. Aber natürlich haben wir auch einen Facebook und einen Twitter Account, über den wir Neuigkeiten verbreiten.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Sucht euch einen guten strategischen Partner, insbesondere im B2B-Bereich, und bringt Zeit und Geld mit.

Ihr Tipp für den Internettrend 2012?

Ein Megatrend der nächsten Jahre und bestimmt auch des Jahres 2012 ist die Entwicklung von Internetangeboten im Gesundheitsbereich. Die Möglichkeiten, die Qualität der Versorgung zu verbessern, sind enorm. Am meisten profitieren die Menschen natürlich von Angeboten, bei denen Internet mit persönlicher Betreuung verknüpft sind. Solche Angebote sind besser in der Lage, die komplexen Bedürfnisse der Nutzer im Bereich Gesundheitsversorgung zu befriedigen als reine, meist standardisierte Online Angebote. Das Angebot der HausMed wird dabei die Messlatte für zukünftige Wettbewerber sein.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:49 Uhr

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