DocJones.de-Gründer Jonas Weiland

DocJones.de-Gründer Jonas Weiland

Zehn Fragen an Jonas Weiland, Gründer und Geschäftsführer des Gesundheitsportals DocJones.de.

Jonas Weiland

© Presse

Jonas Weiland, Gründer von DocJones.de

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Die Voraussetzungen, ein Startup zu gründen und eine eigene Geschäftsidee zu verfolgen, sind in Berlin geradezu ideal. Das liegt zum Beispiel an vergleichsweise günstigen Mieten für Gewerberäume oder der Verfügbarkeit von Co-Working-Plätzen.
Die Startup-Szene in Berlin ist außerdem sehr aktiv vernetzt, so dass es leichter ist Business Angels oder Seed-Investoren persönlich zu treffen und so als kleines Startup bereits in der frühen Phase der Gründung unterstützt zu werden.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Berlin ist wie ein Startup – es ist eigentlich nie fertig und durchläuft in kurzer Zeit viele Phasen der Veränderung. Die Unfertigkeit und Schnelligkeit der Stadt zieht vor allem junge Menschen an, die wiederum Trends setzen und mit ihrer Kreativität die
Atmosphäre von Berlin beeinflussen. Diese Aufbruchstimmung ist sicher auch ein Grund für das „Gründungsfieber“ in Berlin, das auch mich ergriffen und nicht mehr losgelassen hat.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Unser Büro liegt im Norden Neuköllns, genauer gesagt in der Friedelstraße. Die Berliner nennen die Ecke neuerdings Kreuzkölln, wegen der unmittelbaren Nähe zu Kreuzberg und weil es hier inzwischen fast genau zugeht wie im Nachbarbezirk - nur noch etwas beschaulicher. Aber das Viertel entwickelt sich merklich. Erst kamen die Kreativen, nun folgen auch viele Unternehmen und Startups wie wir. Gerade für
Existenzgründer ist die Lage mit den günstigen Mieten ideal. Allerdings ist das Viertel bereits so beliebt, dass auch die etwas betuchtere Klientel den Kiez für sich entdeckt hat. In jedem Fall bleibt es spannend.

Können Sie die Geschäftsidee, die hinter DocJones.de steht, in drei Sätzen beschreiben?

Wir haben beobachtet, dass sich immer mehr Menschen im Internet nach Antworten zu Gesundheitsfragen erkundigen. Mit unserem Angebot wollen wir eine zentrale Anlaufstelle für alle gesundheitsbewussten Internetnutzer bieten, die sich sowohl über Vorsorgemaßnahmen als auch konkrete Gesundheitsfragen informieren und ebenso ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen und diskutieren wollen. Da DocJones den Ansatz „Natürlich gesund“ verfolgt, richtet sich unser Angebot insbesondere an diejenigen Nutzer, die vornehmlich auf die Heilkraft der Natur setzen.

Wie groß ist Ihr Team?

Insgesamt kümmern sich derzeit zehn Mitarbeiter in Berlin um die inhaltliche und technische Betreuung der DocJones.de Plattform. Mein Hauptverantwortungsbereich liegt neben der operativen Geschäftsführung in der Suchmaschinen-Optimierung sowie der Web-Konzeption.

Die Wirtschaft zieht nach der Krise gerade wieder an. Merken Sie den Aufschwung?

Die Attraktivität von Berlin ist national wie international fast schon legendär. Nur als Wirtschaftsstandort sind wir eher Schlusslicht im Vergleich zu anderen Städten. Ich sehe aber gerade in der Kreativwirtschaft, in der Umweltweltbranche und auch im Gesundheitsbereich einen nachhaltigen Wirtschaftstrend, den wir nicht verschlafen dürfen.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um DocJones.de noch bekannter zu machen?

Wir wollen vor allem denjenigen Menschen helfen, die beispielsweise dann nach Tipps suchen, wenn sich gerade der Winterschnupfen ankündigt. Die Zahlen belegen, dass sich diese vor allem immer mehr über Suchmaschinen im Internet informieren. Eine gute Suchmaschinen-Auffindbarkeit ist daher für DocJones.de als Ratgeber unumgänglich. Darüber hinaus setzen wir auf Pressearbeit, klassisches Marketing und Kooperationen.

Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um auf sich aufmerksam zu machen? Wenn ja wie?

Wir wollen es Besuchern immer möglichst einfach machen, Fragen zu stellen oder Tipps zu geben. Hier soll in Zukunft eine Schnittstelle zu Facebook helfen, die Registrierung zu erleichtern. Darüber hinaus werden Social Features wie Facebook- Fanpage sowie Twitteraccount bald folgen.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Mit einer guten Idee kann man meinem Erachten nach auch mit wenig Kapital und einem Nischenprodukt langfristig Erfolg haben. Mein erster Tipp lautet deshalb, nicht aufzugeben - auch wenn es manchmal schwer erscheint. Außerdem sollte man sich die Zeit nehmen, die richtigen Leute ins Boot zu holen, die weiterhelfen und beraten, denn man kann einfach nicht alles wissen. Meinen Gründerkollegen und denjenigen, die es werden wollen, gebe ich außerdem mit auf den Weg, dass ein schneller Markt wie das Internet schlanke Strukturen und eine schnelle Anpassung an die Rahmenbedingung erfordert. Das wichtigste aber ist: Einfach machen!

Ihr Tipp für den Internettrend 2011?

Die Webangebote werden sich zukünftig nicht nur mehr an Digital Natives wenden, sondern auch verstärkt an andere Zielgruppen, wie zum Beispiel die Generation der Silver Surfer. Die Nutzung des Internets durch ältere Zielgruppen wird weiter zunehmen und die Angebote an eigens zugeschnittenen Plattformen für Menschen jenseits der 50 werden entsprechend zunehmen.

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:44 Uhr

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