Clipkit.de-Gründer Mathias Blüm

Clipkit.de-Gründer Mathias Blüm

Mathias Blüm bringt mit Clipkit.de Videoproduzenten, Werbetreibende und Website-Publisher zusammen. Wir haben ihn getroffen.

Mathias Blüm

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Mathias Blüm

Berlin gilt als StartUp-Hochburg – Wie erklären Sie sich diesen Trend?

Berlin bietet einen spannenden Mix aus einem großen Netzwerk an Startups und potentiellen Investoren vor Ort, günstigen Mieten, guten Entwicklungsbedingungen, sowie hochqualifizierten Arbeitskräften aus dem Internet-Umfeld. Nicht zu vernachlässigen, sind natürlich auch die vielen Möglichkeiten, die man hat, um seine Freizeit mit spannenden Aktivitäten zu erfüllen.

Inwieweit beeinflusst die Atmosphäre der Stadt Ihre Arbeit hier?

Sehr viele Kooperationen werden beim Kaffee, Essen, auf Events oder Kontaktempfehlungen auf Netzwerktreffen anberaumt. Über neue Ideen kann man sich zudem viel besser austauschen, wenn Events nicht in tristen Stadthallen mit eingestaubtem Flair stattfinden, sondern in inspirierenden Locations. Man kann zudem gerade in Mitte das Gründungsfieber regelrecht spüren.

Ihr persönlicher Lieblingshotspot in der Stadt? Wo halten Sie sich gern auf?

Zurzeit treibt es mich häufig in das Kaffeemitte Ecke Weinmeister/Alte Schönhauser Straße, das unweit von unserem Büro in der Münzstraße zu entspannten Kaffeepausen oder kurzfristigen Geschäftsterminen einlädt. Ein Klassiker ist natürlich auch der gute, alte Prater. Von den ständig neu sprießenden Angeboten aus der internationalen Gastronomie mag ich derzeit das DuDu in der Torstraße besonders gerne.

Können Sie die Geschäftsidee die hinter clipkit steht, in drei Sätzen beschreiben?

Clipkit vermarktet Online Video Werbung und bringt hierfür Videoproduzenten, Werbetreibende und Website-Publisher mittels eines einfach zu implementierenden Video Players zusammen. Somit vereint clipkit in einem Produkt die Vorteile eines Video Players, eines digitalen Bewegtbildvermarkters und eines großen Online Video Archivs und bietet jedem Webseiten-Betreiber ein "Sorgenfrei"-Paket aus Content, Technik und Vermarktung.

Wie groß ist Ihr Team?

Derzeit beschäftigen wir zehn Festangestellte sowie einige freie Mitarbeiter.

Die Wirtschaft zieht nach der Krise gerade wieder an. Merken Sie den Aufschwung?

Die Krise ist an Online Video Werbung nahezu spurlos vorbeigegangen, im Gegenteil - sie hat das Thema sogar gestärkt. Es haben im letzten Jahr massive Budget-Verschiebungen von traditionellen in andere Werbekanäle stattgefunden - zum Vorteil von Online Video: Die Werbemittel im Videoumfeld vereinen die Stärken von klassischer Bewegtbildwerbung und denen des Internets wie z.B. Targeting, Tracking und die Verbindung von Bewegtbild mit interaktiven Features.

Stichwort Marketing: Was unternehmen Sie um clipkit noch bekannter zu machen?

Da wir keine Endkunden- sondern eine B2B-Marke sind, setzen wir auf eine Mischung aus Networking, harter Vertriebsarbeit, Weiterempfehlung und PR. Es ist erstaunlich wie schnell man mit einem sehr guten Produkt im Background über Kontakte von Kontakten Türen geöffnet bekommt. Die Dynamik des Online-Video-Marktes weckt auch Interesse und Begehrlichkeiten auf Seiten der Contentinhaber und Webseitenbetreiber, die uns über Xing, Facebook oder direkt ansprechen.


Nutzen Sie Tools wie Social Networks oder Twitter um auf sich aufmerksam zu machen? Wenn ja wie?

Wir sind mit eigenen Profilen auf Facebook, Xing und Twitter aktiv. Da unsere personellen Kapazitäten überwiegend für Produkt-Entwicklung und Kundenbetreuung eingespannt sind, pflegen wir unsere Social-Media-Profile dann, wenn es die Zeit zulässt.

Wenn Sie jungen Gründerinnen und Gründern einen Tipp geben könnten, welcher wäre das?

Man sollte nicht ewig und 3 Tage das perfekte Produkt entwickeln, sondern schnell und selbstbewusst Feedback vom Markt einholen, indem man es frühzeitig launcht. Zudem sollte man sich im Vorhinein überlegen, ob man bereit ist für einen langen Zeitraum viel zu arbeiten, während alle anderen Freunde bereits 17 Uhr Feierabend machen können, denn man ist kein normaler Angestellter, sondern Vati und Mami des Produkts zugleich. Als letztes sollte genügend Selbstbewusstsein vorhanden sein, um mit Kritik umzugehen, sich gegenüber Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden behaupten zu können, sowie das eigene Produkt überzeugend verkaufen zu können.

Ihr Tipp für den Internettrend 2011?

Worauf alle Branchenzahlen hinweisen und natürlich auch unser Produkt ausgerichtet ist: Online Video Werbung!

Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2016 16:40 Uhr

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